Deko
Kerzen für Könner
06.01.2012
Von Florian Junker
Edle oder verzierte Wachslichter sind oft richtig teuer und landen nach ein paar Einsätzen halb abgebrannt in irgendeiner Schublade. Fackeln Sie also dieses Jahr nicht lange und nehmen Sie statt unnötig viel Geld diese Geldsparen-Tricks zur Hand! Mit ihnen werden aus Supermarkt-Lichtern und Kerzenresten tolle Hingucker.
Vier dicke Kerzen auf dem Adventskranz, rund zwanzig schlanke für den Weihnachtsbaum und wohl ein Dutzend Teelichter für Becherleuchter, Stöfchen oder Duftlampe – so viele Kerzen verbrennen die meisten deutschen Familien schätzungsweise allein jedes Weihnachten. Dazu kommen übers Jahr verteilt unzählige Geburtstagskerzen, Lichter auf der Tischdekoration, Duftkerzen, besondere Exemplare wie Taufkerzen, und, und, und. Unter Umständen ein kleines Vermögen, das da jährlich in Flammen aufgeht.
Doch es geht auch sparsamer! Hier die besten Tipps, wie man günstig an gute Wachslichter kommt, sie mit wenig Aufwand verzieren kann und selbst alte, angebrannte Kerzen in neuem Licht erstrahlen.
Gute Qualität zum kleinen Preis
Weiße oder einfarbige Kerzen aus der Massenproduktion gibt es im Supermarkt oder in der Drogerie schon für kleines Geld. Tropfen, rußen oder unangenehm riechen sollte aber auch die kostengünstigste Kerze bitte nicht! Damit Sie später Spaß an Ihrem Schnäppchen haben, achten Sie beim Kauf am besten darauf, dass das Wachs aus einer Mischung aus Paraffin und Stearin hergestellt wurde. Beide „Zutaten“ bringen trotz kleinem Preis edle Eigenschaften mit. Das vorwiegend aus Erdöl gewonnene Paraffin hat eine sehr gute Brennqualität. Paraffinkerzen brennen deswegen verhältnismäßig langsam und lange. Beigemischtes Stearin – hergestellt aus pflanzlichen Ölen, z.B. aus Kokos oder Palmen – sorgt außerdem dafür, dass Kerzen weniger rußen und nicht so stark tropfen.
Mustergültig schmücken
Meistens gilt leider: Je edler oder ausgefallener die Kerze aussieht, desto teurer ist sie. Das könnte ein guter Grund sein, in diesem Jahr einmal selbst Hand anzulegen. Denn schlichte Kerzen lassen sich schon mit kleinen Tricks und den richtigen Hilfsmitteln sehr effektvoll aufpeppen. Spezielle Kerzen-Wachsmalstifte (z.B. „KerzenPen“, über Amazon.de pro Stift ca. 2,50 Euro) sind ideal für Schriftzüge oder feine Verzierungen. Aus Wachsfolie (z.B. über die-kerze.de, Folien in 20 Farben ca. acht Euro) lassen sich mit Plätzchenformen Engel, Tannenbäume und Co. ausstechen oder mit dem Messer ausschneiden. Ob kunterbunt oder Ton-in-Ton veredeln sie dann schlichte Kerzen zum handgefertigten Unikat. Toll verzieren lassen sich Wachslichter aber auch spontan und ohne Extra-Zutaten: Ritzen Sie z.B. mit einem hauchdünnen Bleistift oder einer Rasierklinge Muster oder Bilder in farbige Kerzen. Der Clou: Die kostengünstigen Varianten sind nicht durchgefärbt. Ritzt man in ihren „bunten Mantel“ hinein, kommt das weiße Innere der Kerze zum Vorschein und ein helles Muster auf farbigem Grund entsteht.
Raffiniert umgarnen
Bitte nur kein Stress bei der Kerzendeko! Denn es kann auch ganz schnell und unkompliziert gehen. Zum Beispiel, indem man schlichte weiße Stumpenkerzen einfach „umgarnt“. Dafür von einer Spule Effektdraht in Gold oder Silber (im Bastelbedarf, 60 Meter ca. 2,70 Euro) ein langes Stück abschneiden, den Draht um die Kerzen wickeln und die Enden straff anliegend verknoten. Verleiht der Kerze für wenige Cent weihnachtlichen Schimmer. Wer es etwas schmucker mag, steckt noch alte Christbaumanhänger aus Glas oder Metall unter den Draht. Zur Zeit liegt Deko mit Alpencharme und Hüttenzauber im Trend. Verpassen Sie Ihren Kerzen den Look, indem Sie sie z.B. mit einer Schleife aus kariertem Geschenkband oder biegsamen Holzästchen (Blätter vorher entfernen) aus dem Garten umwickeln. Alternativ ein Stück Baumrinde auf die Kerze legen und mit üppig Bast festbinden. Vorsicht allerdings bei diesen und anderen brennbaren Materialien: Sie sollten eher weiter unten an der Kerze angebracht und das damit geschmückte Licht niemals unbeaufsichtigt angezündet werden.
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