Fernsehen war gestern, Heimkino per Beamer ist heute. Hochauflösende Projektoren werfen Filme, Fußballspiele oder Musikvideos mit Bilddiagonalen von mehreren Metern an die Wand – und das mittlerweile mit beeindruckender Qualität.
Es gibt zwei Beamer-Typen: LCD-Geräte arbeiten mit Flüssigkristallen, DLP-Beamer mit tausenden winzig kleiner Kippspiegel. "Die DLP-Technik ist etwas lichtstärker, allerdings kann sich an bewegten Kanten ein Regenbogen-Effekt zeigen", sagt Martin Jäger von der Computerzeitschrift "Chip". Die Grundfarben blitzen dann für einen kurzen Moment auf. Die Stiftung Warentest stellte fest, dass manche Zuschauer dies gar nicht bemerken, andere hingegen stört es gewaltig. Wer sich für einen DLP-Beamer interessiert, sollte daher ausprobieren, wie er mit diesem Effekt klarkommt, der je nach DLP-Beamermodell unterschiedlich stark ausfällt.
Vor dem Kauf sollte der Praxistest stehen
Generell gilt: Das Studium der Prospekte ist nur die halbe Miete. "Die technischen Angaben der Hersteller reichen nicht aus", warnt Herbert Noll von der Stiftung Warentest. Ein Sehtest muss sein. Wer sich einen Beamer als Ergänzung fürs Fernsehen kauft, sollte ihn mit dem TV-Empfangssignal ausprobieren, das später zu Hause den Beamer mit Bildern versorgt. "Wer digitalen Satellitenempfang oder Kabelnetz hat, ist in der Regel gut dran", sagt Martin Jäger. Wer die TV-Sendungen dagegen per DVB-T geliefert bekommt, sollte vom Beamer keine Wunderdinge erwarten. Jäger: "Da sieht man die Bildfehler dann doch recht deutlich." Ebenfalls wichtig: darauf achten, dass die Anschlüsse des Zuspielers – wie DVD-Player, Sat-Receiver oder Computer – zu denen des Beamers passen.
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Hohe Qualität bei DVDs oder Blu-Ray-Discs
Ihre Qualitäten spielen die Projektoren vor allem bei DVDs oder Blu-Ray-Discs aus. Die Stiftung Warentest befand kürzlich die Bildqualität aller zwölf getesteten Geräte für gut – ganz egal, ob es sich um einen Beamer mit 720- oder 1080-Bildzeilen-Darstellung handelte. Wichtig ist die Auflösung dennoch: "Wer einen hochauflösenden Blu-Ray-Player hat, dem nützt ein 720er Beamer nichts", sagt Herbert Noll. Wer nur eine Auflösung von 720 Zeilen braucht – den technischen Minimalstandard für hochauflösendes Fernsehen, der für normale DVDs genügt – kann sich den teuren 1080er Beamer sparen. Die Preisunterschiede sind enorm: Während man ein gutes 720-Zeilen-Modell schon für etwa 900 Euro (LCD-Technik) bekommt, kostet ein Gerät mit der höheren Bildauflösung leicht das Doppelte.
Tipps aus der Praxis
Vom Traum, TV-Übertragungen tagsüber draußen im Garten zu genießen, sollte man sich verabschieden: "Es ist nicht sinnvoll, die Beamer bei normalem Tageslicht zu betreiben", sagt Experte Noll. Das schaffen nur spezielle Tageslicht-Beamer, die ein Vielfaches kosten. Noll: "Ein verdunkelter Raum ist das Beste fürs Bild." Auch Martin Jäger empfiehlt einen zumindest dämmrigen Raum als Beamer-Einsatzort. Wer Zweifel hat, sollte bedenken: Der dunkelste Farbton auf der (Lein-)Wand bei ausgeschaltetem Beamer ist das, was nachher als Schwarz wiedergegeben wird. Eine Leinwand ist übrigens kein Muss: "Eine gut glattgespachtelte Wand, gestrichen mit Dispersionsfarbe, reicht aus", so Noll. Als preisgünstige Leinwand-Alternative empfehlen die "Chip"-Experten ein blickdichtes Fensterrollo. Ein Modell von Ikea soll sich besonders bewährt haben.
Wer seinen Beamer liebt, der lässt ihm Zeit – ein paar Minuten nach dem Start, bis die Lampe die volle Helligkeit erreicht hat, und einige Zeit nach Filmende, in der das Gerät nachlaufen und abkühlen kann. Außerdem sollte man Erschütterungen vermeiden, während der Projektor läuft. Wenn nämlich die Beamer-Lampe Schaden nimmt, wird es schnell teuer: Ersatz kostet etwa 250 bis 380 Euro. Deshalb ist zusätzlich gut beraten, wer seinen Beamer im Eco-Modus laufen lässt: Der Verzicht auf maximale Helligkeit verlängert das Lampenleben. Zwar muss der Raum stärker abgedunkelt werden, aber die Leuchten halten laut Herstellerangaben dann etwa 5000 Stunden durch; im Standardbetrieb sind es nur 1700 bis 2000 Stunden.
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Beendigung der Fahrt eine Isomatte
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