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Bargeld-Bonusprogramme

Rabattjagd im Internet

10.01.2012
Von Sandra Petrowitz
Sie heißen Andasa oder Yenomi, und sie versprechen denen, die mitmachen, etwas Begehrtes: Bargeld. Immer mehr Online-Shopper nutzen Internet-Bonusprogramme wie die der genannten Anbieter, um ihre Kosten beim Einkaufen zu drücken – wenigstens ein bisschen. Bei den Bargeld-Bonusprogrammen bekommen sie Bares gutgeschrieben. Das klingt verlockend, doch es gibt auch Risiken.
Bargeld-Bonusprogramme Rabattjagd im Internet
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Sie kooperieren mit zahlreichen Online-Shops: Andasa (das bis Ende 2009 unter dem Namen "Adicash" firmierte) hat mehr als 3.000 Partner-Läden, Yenomi arbeitet mit gut 2.200 Online-Shops zusammen. Wer nach seiner Anmeldung die Webseite der Bonusprogramme nutzt, um in diesen Geschäften einzukaufen, bekommt dafür einen Bonus gutgeschrieben. Das kann ein prozentualer Anteil des Warenwertes sein, aber auch eine feste Summe. Andasa erstattet seinen Teilnehmern zwei Prozent des Nettowarenwertes (ohne Mehrwertsteuer); bei Kreditkarten oder Versicherungen gibt es je nach abgeschlossenem Vertrag auch schon mal Pauschalen von 50 Euro. Yenomi gewährt je nach Shop unterschiedlich hohe Provisionen, zumeist ebenfalls auf den Nettowarenwert. Häufig sind es drei bis fünf Prozent, in einzelnen Fällen auch mal 17,5 oder 24 Prozent; im Durchschnitt beträgt die ausgezahlte Provision laut Yenomi 5,4 Prozent. Das entspricht einer Ersparnis von 5,40 Euro bei einem Einkauf in Höhe von 100 Euro.
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Mitunter kann man auch Boni ansammeln, wenn man die Programme an Bekannte und Freunde weiterempfiehlt. Und: Je nach Bonusprogramm gibt es in ein und demselben Shop unterschiedlich viele Prozente – beim Online-Teeladen AllmyTea etwa kassieren Yenomi-Nutzer bis zu 6 Prozent, Mitglieder von Andasa bekommen maximal 2 Prozent. (Wer den einst dritten großen Wettbewerber, Peter zahlt aus, hier vermisst: Die Betreiber haben das Bonusprogramm im Juni 2010 eingestellt – und empfehlen jetzt Andasa.)
 

Wann und wie Teilnehmer an das gesammelte Geld kommen

Jedenfalls meist nicht sofort – und da liegt der große Unterschied zu Rabatten, wie es sie beispielsweise im Einzelhandel gibt: Man muss erst einmal einen gewissen Bonus ansammeln, vorher hat man nichts von den Programmen. Je mehr man kauft, umso schneller erreicht man die Grenze, ab der die Anbieter den Bonus auszahlen. Bei Andasa sind es 30 Euro – das bedeutet bei einem Bonus von zwei Prozent und einem Startbonus von 10 Euro, dass man für insgesamt 1.000 Euro (Netto-Warenwert!) eingekauft haben muss. Yenomi zahlt ab einem Betrag von 20 Euro aus.

Was man zum Thema Datensicherheit wissen sollte

Die Auszahlungsmodalitäten (per Überweisung aufs Girokonto) sind Verbraucherschützern ein Dorn im Auge – die Anbieter der Bonusprogramme brauchen dafür die Kontodaten des Kunden. Und spätestens seit den Datenskandalen ist Skepsis angebracht, was den Umgang mit solchen Daten angeht. Der Bonusprogramm-Anbieter sollte am besten von sich aus zusichern, dass er die Daten nicht an Dritte weitergibt. Ansonsten sollte man das per E-Mail oder Fax ausdrücklich verlangen. Unabhängig davon sollten Kunden immer ihre Kontoauszüge prüfen, um sicherzugehen, dass nicht Dritte unbefugterweise Geld abgebucht haben.

Was sonst noch wichtig ist

Grundsätzlich raten Verbraucherschützer dazu, dass sich Verbraucher erst einmal ausrechnen, wie viel sie im Internet einkaufen müssen, um einen Bonus auch tatsächlich ausgezahlt zu bekommen – denn nur dann lohnt sich das Programm. Außerdem ist ein Preisvergleich ratsam: Womöglich bekommt man das gewünschte Produkt woanders ohne Rabatt billiger. Außerdem wichtig: Welche Zahlungsweisen bieten die an die Bonusprogramme angeschlossenen Shops? Am besten ist die Zahlung gegen Rechnung, aber diese Möglichkeit besteht längst nicht überall.
Ganz umsonst, wie die Anbieter es bewerben, sind die Bonusprogramme schließlich auch nicht. Kosten fallen zwar nicht an, aber wer Mitglied bei einem solchen Programm ist, wird sicherlich möglichst häufig über dessen Webseite im Internet shoppen. Andasa & Co. bekommen auf diese Weise ein ziemlich detailliertes Profil des Kunden und seiner Einkaufs-Vorlieben – das ist der Preis für den Rabatt, den man hie und da womöglich durch geschicktes Handeln auch selbst erzielen oder sogar noch überbieten könnte.

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