Die Alternativen und was die Hersteller tun wollen
Welche Alternativen gibt es?
Verbraucherschützer empfehlen, nicht nur bei Süßigkeiten, sondern unter anderem auch bei Backdekor die Zutatenliste kritisch zu prüfen. Mit Frucht- und Pflanzenkonzentraten gefärbte Alternativen sind zwar nicht ganz so intensiv bunt wie die künstlich aufgepeppten Lebensmittel, aber dafür unbedenklich. Steht auf der Packung „keine künstlichen Farbstoffe“, ist man sicher vor Azofarbstoffen. Auch Bioprodukte dürfen generell keine künstlichen Farbstoffe enthalten.
Was tun die Hersteller?
Während die deutsche Lebensmittel-Lobby bemängelt, dass es keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage für eine mögliche Gefährdung von Kindern durch die Farbstoffe gebe, geht Verbraucherschützern die Kennzeichnungspflicht nicht weit genug: Sie fordern ein komplettes Verbot der Farbstoffe in Lebensmitteln – und weisen darauf hin, dass längst gesundheitlich unbedenkliche Alternativen bereitstehen. Das wissen auch die Hersteller: Wie der Verbraucherservice Bayern herausfand, haben einige Süßigkeiten-Produzenten ihre Rezepturen bereits umgestellt. Anstatt der sechs umstrittenen Farbstoffe setzen sie nun bei Fruchtgummis, Schokolinsen und anderen Naschereien auf weniger bedenkliche künstliche Farbstoffe – oder auf Frucht- und Pflanzenextrakte wie Carotinoide, Kurkuma, Aronia oder Holunder.
Azofarbstoffe
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