WLAN
Optimalen Standort finden
17.02.2011
Von Alexander Sedlak
Häufig gibt es in Wohnungen oder Häusern, in denen WLAN betrieben wird, Verbindungsprobleme. Ein kostenloses Programm hilft dabei, schwache Verbindungen aufzuspüren und zu beheben.
Wird ein WLAN, ein drahtloses Funknetzwerk, eingerichtet, sollten einige Regeln beachtet werden, damit möglichst überall eine gleichmäßige und ausreichende Signalstärke vorhanden ist. Beispielsweise sollte der Sender, also der WLAN-Router, möglichst zentral platziert werden und sich möglichst wenig Wände und Decken zwischen Sender und Empfänger befinden. Doch auch wenn man scheinbar alles richtig macht, kann es zu Problemen mit der Verbindung kommen. Grund: Bauliche Gegebenheiten wie Stahlbetonwände oder Armierungen lassen die Funkwellen kaum durch.
Das Programm "inSSIDer" scannt in hoher Geschwindigkeit die für WLANs verwendeten Frequenzbereiche und stellt danach alle gefundenen drahtlosen Netzwerke sowohl in einer Liste als auch einer grafischen Darstellung dar. Es kann höchst überraschend sein, zu sehen, wie viele WLAN-Netze sich in der Nähe befinden. Um die Darstellung in der Grafik übersichtlicher zu machen, entfernt man die Häkchen vor den einzelnen Netzwerknamen und lässt nur den des eigenen Funknetzwerks drin. Schon erscheint unten in der Grafikdarstellung nur noch das eigene Netzwerk, und zwar in einer sehr genauen Darstellung. Der Name des Programms ist übrigens eine Anspielung an den Begriff SSID, der eine Abkürzung von Service Set Identifier ist, was den Namen eines Netzwerks beinhaltet.
So geht´s
Mit dem Laptop in der Hand gehen Sie nun durch die Räume, in denen das WLAN genutzt werden soll und erkunden damit, wo die Signalstärke am besten ist, wo am schlechtesten, und wo die häufigsten Unterbrechungen registriert werden. Nun verfügt ein PC mit WLAN-Ausstattung gewöhnlich über eine Anzeige der aktuellen Signalstärke, in der Anzeige unten rechts, doch reagiert die meist zu träge, schnelle Schwankungen der Signalstärke oder gar kurze Unterbrechungen können damit nicht erfasst werden. InSSIDer zeichnet hingegen den Verlauf auf, Schwankungen sind somit in der grafischen Übersicht der Verbindung für längere Zeit sichtbar.
Am einfachsten geht man nun so vor, dass der Standort des Senders ein wenig verändert wird. Das kann in vielen Fällen das Problem schon lösen. Möglicherweise wird man aber auch feststellen, dass der gewünschte Aufstellort des PC schlicht nicht geeignet ist, weil eine gute Verbindung zum Router einfach nicht herzustellen ist.
InSSIDer hält noch weitere Funktionen bereit, beispielsweise die GPS-Funktion. Damit kann man, wenn die entsprechende Hardware vorhanden ist, den Standort eines von dem Programm gefundenen Routers genau ausfindig machen. Doch diese und die weiteren Funktionen des Programms sind für den gewöhnlichen Anwender nicht sehr interessant. inSSIDer ist in der aktuellen Version nur in englischer Sprache erhältlich, doch arbeitet der Softwarehersteller an einer deutschen Version.
Die Liste der gefundenen Netzwerke enthält im Übrigen auch Hinweise über deren Sicherheitsstandard. Somit können ungeschützte Netzwerke auf einfache Weise aufgespürt werden und die Sicherheitsstufe des eigenen WLAN kann somit auch auf einfache Weise überprüft werden.