Windows 7
Stolpersteine vermeiden
14.06.2011
Von Alexander Sedlak
Windows 7 ist um Klassen besser als sein Vorgänger Windows Vista. Leider ist damit aber auch der Leistungshunger gestiegen. Das macht vor allem dann Schwierigkeiten, wenn der PC keine großen Leistungsreserven hat, beispielsweise weil die Hardware schon etwas älter ist. Wie man die vorhandene Rechnerleistung optimal nutzt.
Das Geheimnis der Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Windows 7 ist, dass viele Funktionen und Programme deaktiviert werden können, die keinen direkten Anwendernutzen bieten, sondern beispielsweise die Attraktivität der Bildschirmoberfläche erhöhen sollen.
Nicht benötigte Windows Funktionen deaktivieren
Um zu dem Fenster zu gelangen, wo die Windowsfunktionen konfiguriert werden können, gehen Sie diesen Weg: Windows Symbol -> Systemsteuerung -> Programme, hier wählen Sie die Option "Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren". In dem nun dargestellten Fenster werden alle konfigurierbaren Windows-Funktionen angezeigt. Deaktivieren Sie alle, die Sie nicht benötigen, indem Sie die Haken entfernen. Nutzen Sie beispielsweise niemals den Internet Explorer, so können Sie diesen ganz abschalten. Und wenn Sie unsicher sind, können Sie einzelne Funktionen sorglos deaktivieren, denn wenn sich herausstellt, dass die betreffende Funktion doch noch benötigt wird, aktivieren Sie sie später einfach wieder. Sie können hier ein wenig ausprobieren, welche Einstellungen sinnvoll sind und welche nicht.
Unwichtige Programme ganz löschen
Alle Programme, die auf einem PC installiert sind, beeinflussen die Leistungsfähigkeit. Das gilt auch dann, wenn ein Programm gar nicht genutzt wird. Was liegt also näher, als gar nicht benötigte Programme zu entfernen? Zur Deinstallationshilfe gelangen Sie so: Windows Symbol -> Systemsteuerung -> Programme -> Programme deinstallieren. Nun erscheint eine Liste aller auf dem PC installierten Programme. Wählen Sie nacheinander alle Programme aus, die Sie nicht oder nicht mehr benötigen und entfernen Sie sie per Klick auf "Deinstallieren". Der Vorgang muss für jedes Programm einzeln ausgeführt werden. Wenn Sie bei einem Programm nicht sicher sind, lassen Sie es im Zweifel lieber auf dem Rechner.
Visuelle Effekte anpassen
Wie schon Windows Vista beeindruckt auch Windows 7 durch ausgefeilte, schicke optische Effekte. Doch das geht voll und ganz auf Kosten der Rechnerleistung. Das heißt: Verfügt die Hardware nicht über hinreichende Leistungsreserven, wird das Windows-7-Erlebnis ziemlich zäh und macht kaum noch Freude. Im Extremfall kann sogar die Funktionssicherheit beeinträchtigt sein.
Um die visuellen Effekte der Bildschirmdarstellung einzuschränken, wählen Sie im Startmenü wieder die Systemsteuerung und anschließend "System und Sicherheit". In diesem Fenster wählen Sie den Begriff "System". In dem nun dargestellten Fenster klicken Sie im linken Bereich auf "Erweiterte Systemeinstellungen". Damit öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem Sie dann im Bereich "Leistung" auf "Einstellungen" klicken. Das daraufhin dargestellte Fenster ermöglicht die Anpassung der genannten visuellen Effekte. Es werden hier aber auch weitere Einstellmöglichkeiten angeboten, die über die bloße Visualisierung der Windows-7-Funktionen hinausgehen.
Hier gilt wie schon bei den zuvor beschriebenen Windows-Funktionen: Probieren geht über Studieren. Wählen Sie einfach mal die Option "Für optimale Leistung anpassen". Damit werden alle dargestellten Optionen deaktiviert. Wenn Sie anschließend nicht den Eindruck haben, dass Ihnen etwas Wichtiges fehlt, können Sie diese Einstellung einfach so lassen. Und wenn doch, können Sie ganz einfach einzelne Dinge wieder aktivieren, bis der gewünschte Kompromiss zwischen Leistung und effektvoller Darstellung gefunden ist.
Selbst startende Programme reduzieren
Manche Programme installieren sich so, dass sie bei jedem Systemstart gleich mitgestartet werden. Das ist dann sinnvoll, wenn ein Programm ständig benutzt wird oder wenn es immer im Hintergrund mitlaufen soll, damit es im Fall des Falles nicht erst umständlich und langwierig gestartet werden muss. Ein Blick in den Bereich Windows -> Alle Programme -> Autostart zeigt, welche Programme beim Systemstart geladen werden. Programme, die hier nicht sein müssen, werden ganz einfach entfernt. Klicken Sie das betreffende Programm mit der rechten Maustaste an und wählen dann die Option "Löschen". Jetzt wird das Programm nicht mehr automatisch gestartet, aber nicht vom PC gelöscht.
Leider sind nicht alle Programme, die beim Systemstart automatisch mitgestartet werden, in dem Autostartordner zu finden. Eine weitere, gute Möglichkeit ist daher die Verwendung eines speziellen Tools aus dem Hause Microsoft. Es heißt "Auto Runs" und informiert ganz speziell darüber, welche Programme so eingestellt sind, dass sie im Hintergrund immer mitlaufen. Mit Auto Runs werden die Programme, die ständig mitlaufen, nicht nur angezeigt, Sie können auch aktiviert und deaktiviert werden. Auto Runs ist bei Microsoft kostenlos erhältlich. Die Installationsdatei ist nur ca. 600 Kilobyte groß und die Installation sollte ganz problemlos funktionieren. Anschließend können in einer Listenübersicht die automatisch startenden Programme an- und abgewählt werden. Auf der angegebenen Seite sind auch Informationen zur Verwendung des Programms zu finden.