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Schadprogramme

Rootkits wirksam bekämpfen

10.09.2011
Von Alexander Sedlak
Rootkits – das sind schädliche Programme der ganz gemeinen Art. Für den Anwender unsichtbar, können sie den kompletten Rechner ausspionieren. Doch wenn man einige Regeln beachtet und die richtige Software verwendet, kann die Gefahr stark verringert werden.
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Rootkits, das sind Programme, die im Grunde nichts anderes machen, als die vorhandenen Sicherheitsfunktionen eines PC lahmzulegen und darüber hinaus, vom Benutzer unbemerkt, Prozesse im PC ablaufen zu lassen, die schädlich und unerwünscht sind. Insofern ist ein Rootkit, das in die tiefsten Schichten der Computerarchitektur eingreift, nur ein Helfer für die eigentlichen digitalen Bösewichter: Viren, Würmer und Trojaner. Denen werden nämlich von den Rootkits Tür und Tor für ihr ungutes Treiben geöffnet. Dabei versucht ein Rootkit typischerweise auch, dies vor spezieller Software und mithin vor dem PC-Nutzer zu verbergen.

Nun gibt es verschiedene Strategien sogenannter Rootkit Finder, um diese zu entdecken. Welche davon am wirksamsten und sichersten funktioniert, ist ein wenig umstritten. Unumstritten ist dagegen, dass gerade in der heutigen Zeit, in der Themen wie Internet-Banking oder andere Transaktionen zum ganz gewöhnlichen Alltag geworden sind, die Bedrohung durch schädliche Software in Form von Viren und Co. ein Teil der Realität ist.

Rootkits verfügen über eine spezielle Eigenart, sie sind vollständig unsichtbar und manche können auch den eigentlichen Schädling unsichtbar machen, um ihn zu schützen. Sie installieren sich quasi selbstständig und holen die wahren Bösewichte im Schlepptau an Bord. Eine Antiviren-Software muss also besonders clever sein, um Viren und Trojaner entdecken zu können, die mittels eines Rootkit versteckt wurden. Die besondere Aufgabe besteht nun darin, nicht nur den versteckten Schädling zu entdecken und zu beseitigen, sondern auch seinem Helfer, dem Rootkit, das Handwerk zu legen.
Rootkits das Leben schwer machen

Um das Einnisten eines Rootkit mit den damit verbundenen unangenehmen Folgen generell möglichst zu erschweren, hilft schon ein einfache Methode, die mit jedem PC mit Betriebssystem ab Windows 2000 problemlos realisiert werden kann. Ganz einfach ein Benutzerkonto anlegen, das über keine Installationsrechte verfügt. Und dieses Benutzerkonto ist dann zu verwenden, wenn es ins Internet geht oder wenn ganz gewöhnlich mit dem PC gearbeitet werden soll. Denn wenn der aktuelle Nutzer über keine Installationsrechte verfügt, kann sich kein Rootkit installieren. Folglich sollte lediglich dann, wenn Installationen oder Updates des Betriebssystems nötig sind, das Administratoren-Nutzerkonto verwendet werden. Ein Konto ohne die genannten Berechtigungen erstellen Sie unter Windows XP und Vista über „Systemsteuerung, Benutzerkonten". Unter Windows 7 sind die Funktionen für die Kontenerstellung ebenfalls in der "Systemsteuerung" zu finden, dort dann unter "Benutzerkonten und Jugendschutz".

Spezielle Programme gegen Rootkits oder allgemeine Antiviren-Softwaretests haben immer wieder gezeigt, dass separate Programme, die Rootkits aufspüren können, allein keinen ausreichenden Schutz gegen die Kompromittierung eines PC bieten. Oftmals verfügen diese über gar keine echte Funktionalität zum Entfernen von Rootkits, sondern weisen nur darauf hin, dass eines vorhanden ist und wie dessen Bezeichnung lautet. Andererseits hat sich gezeigt, dass kostenlose Antiviren-Software in Kombination mit einem solchen Rootkit-Finder ganz hervorragenden Schutz bieten kann. Die Funktionssicherheit steht und fällt aber immer mit der Aktualität der Software, sie sollte möglichst täglich aktualisiert werden, was bei den kostenlosen Tools erfahrungsgemäß etwas Zeit in Anspruch nimmt und auch nicht immer ganz zuverlässig funktioniert, wie z.B. bei Überlastung des Internetanschlusses. Wer es also gerne komfortabel hat, der kann getrost auf ein gutes Antiviren-Tool zurückgreifen und schützt sich damit, auch gegen die schwer zu entdeckenden Rootkits.
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