29.07.2010   Startseite   RSS   Inhalt  

Schadprogramme

Rootkits wirksam bekämpfen

Rootkits – das sind schädliche Programme der ganz gemeinen Art. Für den Anwender unsichtbar, können sie den kompletten Rechner ausspionieren. Doch wenn man einige Regeln beachtet und die richtige Software verwendet, kann die Gefahr stark verringert werden.
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Rootkits, das sind Programme, die im Grunde nichts anderes machen als die vorhandenen Sicherheitsfunktionen eines PC lahmzulegen und darüber hinaus, vom Benutzer unbemerkt Prozesse im PC ablaufen zu lassen, die schädlich und unerwünscht sind. Insofern ist ein Rootkit, das in die untersten Ebenen der Computerarchitektur eingreift, nur ein Helfer für die eigentlichen digitalen Bösewichter, den Viren, Würmern und Trojanern. Denen werden nämlich von den Rootkits Tür und Tor für ihr ungutes Treiben geöffnet. Dabei versucht ein Rootkit typischerweise auch, dies vor spezieller Software und mithin vor dem PC-Nutzer zu verbergen.

Nun gibt es verschiedene Strategien so genannter Rootkit Finder, um diese zu entdecken. Welche davon am wirksamsten und sichersten funktioniert, ist ein wenig umstritten. Unumstritten ist dagegen, dass gerade in der heutigen Zeit, in der Themen wie Internet-Banking oder andere Transaktionen zum ganz gewöhnlichen Alltag geworden sind, die Bedrohung durch schädliche Software in Form von Viren und Co. ein Teil der Realität ist.

Rootkits verfügen über eine spezielle Eigenart, sie sind vollständig unsichtbar und manche können auch den eigentlichen Schädling unsichtbar machen, um ihn zu schützen. Sie installieren sich quasi selbstständig und holen die wahren Bösewichte im Schlepptau an Bord. Eine Antiviren-Software muss also besonders clever sein, um Viren und Trojaner entdecken zu können, die mittels eines Rootkit versteckt wurden. Die besondere Aufgabe besteht nun darin, nicht nur den versteckten Schädling zu entdecken und zu beseiten, sondern auch seinem Helfer, dem Rootkit, das Handwerk zu legen.
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Rootkits das Leben schwer machen

Um das Einnisten eines Rootkit mit den damit verbundenen unangenehmen Folgen generell möglichst zu erschweren, hilft schon ein einfache Methode, die mit jedem PC mit Betriebssystem ab Windows 2000 problemlos realisiert werden kann. Ganz einfach ein Benutzerkonto anlegen, das über keine Installationsrechte verfügt. Und dieses Benutzerkonto ist dann zu verwenden, wenn es ins Internet geht oder wenn ganz gewöhnlich mit dem PC gearbeitet werden soll. Denn wenn der aktuelle Nutzer über keine Installationsrechte verfügt, kann sich kein Rootkit installieren. Folglich sollte lediglich dann wenn Installationen oder Updates des Betriebssystems nötig sind, das Administratoren-Nutzerkonto verwendet werden. Ein Konto ohne die genannten Berechtigungen erstellen Sie unter Windows XP und Vista über „Systemsteuerung, Benutzerkonten".

Spezielle Programme gegen Rootkits oder allgemeine Antiviren-Software
Tests haben immer wieder gezeigt, dass separate Programme, die Rootkits aufspüren können, allein keinen ausreichenden Schutz gegen die Kompromittierung eines PC bieten. Oftmals verfügen diese über gar keine echte Funktionalität zum Entfernen von Rootkits, sondern weisen nur darauf hin, dass eines vorhanden ist und wie dessen Bezeichnung lautet. Andererseits hat sich gezeigt, dass kostenlose Antiviren-Software in Kombination mit einem solchen Rootkit-Finder ganz hervorragenden Schutz bieten kann. Die Funktionssicherheit steht und fällt aber immer mit der Aktualität der Software, sie sollte möglichst täglich aktualisiert werden, was bei den kostenlosen Tools erfahrungsgemäß etwas Zeit in Anspruch nimmt und auch nicht immer ganz zuverlässig funktioniert, wie z.B. bei Überlastung des Internetanschlusses. Wer es also gerne komfortabel hat, der kann getrost auf ein gutes Antiviren-Tool zurückgreifen und schützt sich damit, auch gegen die schwer zu entdeckenden Rootkits.
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Selbstverständlich sollte man aber stets, auch wenn alle erdenklichen Maßnahmen zum Schutz vor einem Rootkit und den damit verbundenen Folgen ergriffen bzw. installiert sind, die wichtigste Maxime nicht aus dem Sinne verlieren: Nämlich keine E-Mails mit zweifelhaften Dateianhängen zu öffnen und keine Internetangebote fragwürdigen Ursprungs zu besuchen.
In dem Zusammenhang muss auch die Bedeutung der regelmäßigen Datensicherung betont werden. Hat man den Feind nämlich erstmal auf dem PC, kann niemand wirklich dafür garantieren, dass eine Reparaturaktion den PC schadlos zurücklässt. Tipps für gute Hilfsmittel bei der Datensicherung erhalten Sie in unserem Artikel. Bevor man sich daran macht, einen betroffenen PC zu "behandeln" sollte in jedem Fall nochmals eine Datensicherung durchgeführt werden.

Gute Programme gegen Rootkits, Viren, Würmer etc.

Produkt  Hersteller  Preis  Windows-Version  Bemerkung
Norton Antivirus Symantec ca. 30 bis 40 Euro XP, Vista  
Kaspersky Antivirus Kaspersky ca. 30 Euro 98 / ME, NT 42000, XP, Vista  
Avira AntiVir Personal - FREE Antivirus Avira 0 Euro 2000, XP, Vista Kombinieren mit speziellem Rootkit Finder
Rootkit Unhooker  --- 0 Euro 2000, XP, Vista Kombinieren mit Antiviren Software, z.B. von Avira
Windows Tool zum Entfernen bösartiger Software Microsoft Lieferumfang Windows

ab
Windows
2000

Mit Antiviren-Software kombinieren
Spybot Search & Destroy Safer Networking Ltd. 0 Euro  alle Versionen Mit Antiviren-Software kombinieren

In dieser Aufstellung nimmt das bekannte und preisgekrönte Programm Spybot Search & Destroy eine Sonderstellung ein. Seit einiger Zeit kann über ein Plugin, das über den Aktualisierungsdienst nachgeladen werden kann, die Fähigkeit der Software um das Aufstöbern von bereits eingenisteten Rootkits erweitert werden. Da Spybot keine Antiviren-Software im eigentlichen Sinne ist, sollte auch hier stets eine Antiviren-Software parallel vorhanden sein.

Alexander Sedlak   04.06.2010

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Foto: Kirsten Neumann/ddp ID:1934
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