Privatsphäre
Anonym im Internet
14.09.2011
Von Alexander Sedlak
Auch wer nichts zu verbergen hat, schätzt seine Privatsphäre. Die gibt es beim Surfen im Internet aber nicht, es sei denn, man beachtet einige wichtige Regeln. Das Schöne daran ist: Die wichtigsten und wirkungsvollsten Maßnahmen sind schnell und einfach und kostenlos zu realisieren.

Wer im Internet surft, hinterlässt unsichtbare Spuren. Zum Einen besteht die Möglichkeit, hinterher im Browser nachzusehen, welche Seiten im Netz besucht wurden. Weiterhin können Webseitenbetreiber feststellen, von welcher Seite ein Besucher auf eine Seite kommt, oder welche Angebote er sich z.B. in einem Online-Shop angesehen hat. Das geht niemanden etwas an, und deshalb sollte man einige Maßnahmen ergreifen. Immerhin kann es auch um die Sicherheit gehen.
Der richtige Browser und die richtige Einstellung
Verwenden Sie zum Surfen im Internet möglichst nicht den Internet Explorer von Microsoft, weichen Sie stattdessen z.B. auf den Mozilla Firefox oder eine andere Alternative wie z.B. Apples Safari oder den Opera aus. Der Vorteil zeigt sich in mehrfacher Hinsicht: Sie sind sicherer als der Internet Explorer können auf einfache Weise in einen Modus zum anonymen Surfen umgeschaltet werden und zudem können individuelle Einstellungen für den Schutz der Privatsphäre auf recht einfache Weise vorgenommen werden.
Um den anonymen Modus zu aktivieren, klicken Sie in der aktuellen Version des Firefox auf „Extras“ und dann auf „Privaten Modus starten“. Anschließend erscheint ein Hinweis mit allen wichtigen Informationen, über den privaten Modus. Bei älteren Programmversionen suchen Sie unter „Extras – Einstellungen – Datenschutz – Private Daten“ und ändern die Einstellungen so, dass Chronik, Cache und Suchdaten beim Beenden des Programms gelöscht werden. Allerdings sei hier wärmstens empfohlen, den Browser immer auf dem neuesten Stand zu halten, weil ältere Versionen Sicherheitslecks beinhalten können.
Der private Modus muss übrigens bei jedem Programmstart des Firefox neuerlich aktiviert werden. Um die Sache abzurunden, kann eine weitere Einstellung vorgenommen werden, die etwas tiefer verborgen ist. Geben Sie in die Adresszeile des Firefox „about:config“ ein, dabei genau auf die Schreibweise achten. Es erscheint eine lange Liste mit Begriffen, die allesamt Konfigurationsparameter darstellen. Suchen Sie hier die Zeile „network.http.sendRefererHeader“, doppelklicken Sie darauf und ändern in dem sich öffnenden Fenster den Wert auf „0“. Nun verrät der Browser nicht mehr, auf welchen Seiten Sie vorher gesurft haben.
Internet Explorer
Auch die Fans des Internet Explorers können den Schutz privater Informationen verbessern, leider nicht so wirkungsvoll und umfassend wie im Firefox oder in anderen Browsern. Im Internet Explorer kann über das Menü "Extras" die Funktion "InPrivate Browsen" aktiviert werden. Diese Funktion ist vergleichbar mit dem "privaten Modus" des Firefox. Um den Browserverlauf zu löschen, wählt man im Menü "Extras" die Funktion "Internetoptionen", in dem Reiter "Allgemein" kann unter "Browserverlauf" die Historie der besuchten Seiten gelöscht werden.
Safari
Der Safari Browser von Apple Inc. bietet ebenfalls Möglichkeit für den Schutz der Privatsphäre im Internet. Im Menü "Bearbeiten" steht die Funktion "Privates Surfen" zur Verfügung, das den bereits beschriebenen Funktionen bei den anderen Browsern ähnelt. Zudem werden im selben Menü mit den Funktionen "Safari zurücksetzen" und "Cache leeren" Internetspuren gelöscht. Damit bietet auch dieser Browser wirksame Hilfsmittel an, um private Daten beim Surfen im Internet zu schützen.
Opera
Der Opera-Browser steht in diesen Punkten in nichts nach. Im Menü "Extras" steht die Funktion "Internetspuren löschen" zur Verfügung. Über den Menüpunkt "Schnelleinstellungen", ebenfalls im Menü "Extras" kann zudem die Funktion "Herkunft (Referrer) übertragen" deaktiviert werden. Damit verrät der Opera-Browser nicht mehr, auf welchen Seiten man vor dem Besuch einer bestimmten Seite war.
Privatsphäre
Seite 1: Anonym im Internet