
Live-Shopping
Ein Schnäppchen pro Tag
Drogerieartikel
Gutes muss nicht teuer sein
Bei den Versandkosten sind die Angaben ebenfalls alles andere als überzeugend. Ein Beispiel: Wer zum Testzeitpunkt bei guenstiger.de ein gutes Angebot für die Kaffeemaschine Jura ENA 5 suchte, bekam für den Online-Shop elektro-plus.de als Preis 548,99 Euro ausgewiesen – und 16 Euro Versandkosten. Klickte sich der Nutzer zum Shop selbst durch, waren es 549 Euro, aber nur neun Euro tatsächliche Versandkosten. Abweichung: immerhin sieben Euro. Mögliche Erklärung: Wer per Nachnahme bei elektro-plus.de bestellt, zahlt sieben Euro Aufschlag.
Auch die Verbraucherschützer bekrittelten in ihrer Untersuchung, dass die Preis-Schnüffler bei den Versandkosten häufig danebenliegen. In vielen Fällen wurden die Versandkosten gar nicht erst genannt oder wichen zum Teil deutlich – um 20 bis 35 Euro – von der Angabe der Onlineshops selbst ab. Bei mancher Suchmaschine ist es noch nicht einmal möglich, das Suchergebnis nach dem Gesamtpreis (Produkt- plus Versandkosten) zu sortieren. Der Nutzer muss sich den Endpreis in diesem Fall selbst mühsam ausrechnen.
Ein Drittel Kostenersparnis
Immerhin helfen die Preissuchmaschinen tatsächlich sparen: Ihnen gelang es im Test der Verbraucherzentrale, die Herstellerpreise im Schnitt um knapp 30, in Einzelfällen sogar um maximal 45 Prozent zu unterbieten, und auch die Sonderangebote stationärer Elektromärkte stellten in 18 von 30 Fällen kein Problem für die Suchmaschinen dar: Hier betrug die Ersparnis im Schnitt noch 15 Prozent. Allerdings erwiesen sich die Preisfinder je nach Produkt als unterschiedlich erfolgreich.
Fazit: Schnäppchenjäger sollten sich zum einen nicht allein auf eine Suchmaschine verlassen, sondern mehrere nutzen. Und sie sollten zum anderen die angegebenen Versandkosten (und auch die Preise selbst!) nicht für bare Münze nehmen, sondern sich auf den Internetseiten der Onlineshops die tatsächlichen Kosten anzeigen lassen – denn am Ende zählen nur die.