PC streikt
Vieles kann man selber beheben
12.07.2011
Von Alexander Sedlak
Ein Computer, der sich nicht starten lässt, ist immer ein Ärgernis. Nicht nur wegen der damit verbundenen Scherereien, sondern auch, weil es teuer werden kann, wenn man das Gerät in eine Werkstatt geben muss. Aber nicht immer ist es nötig, gleich den Fachmann zu bemühen. Manche Fehler lassen sich zumindest selbst diagnostizieren und einige von geschickter Hand auch selbst beheben.

Als Faustregel gilt: Immer zuerst die einfachsten Fehlerquellen prüfen und ausschließen. Nicht dass Sie ein streikendes Gerät zur Werkstatt bringen um dort feststellen zu lassen, dass lediglich der Hauptschalter an der Rückseite auf AUS stand.
Wenn der Computer nicht will, zunächst prüfen ob alles richtig angeschlossen ist und ob alle Stecker fest in den Buchsen sitzen. Dazu sollten Sie einfach ein wenig an den Steckern auf der Geräterückseite rütteln und diese möglichst fest in ihre Buchsen drücken. Das sollten Sie auch an den Geräten machen, die an den Rechner angeschlossen sind, zum Beispiel dem Drucker. Wenn hier kein Fehler zu finden ist, können die folgenden Hinweise weiterhelfen.
Genau hinhören sollten Sie, wenn nach dem Einschalten des Geräts nichts passiert. Unter Umständen ist es nötig, mit dem Ohr ganz nah ans Gerät zu gehen, wenn der Einschaltknopf gedrückt wird. Der normalerweise gut hörbare Lüfter des Netzteils muss anlaufen. Tut er das nicht, ist wahrscheinlich die Stromzufuhr unterbrochen oder das Netzteil ist defekt.
Ein Netzteil auszutauschen ist kein Hexenwerk, sollte aber einem in Elektrodingen erfahrenen Heimwerker vorbehalten bleiben. Werkstätten verlangen für den Tausch eines Netzteils meist eine Pauschale zwischen 25 und 50 Euro nur für die Arbeitszeit. Beim Kauf eines neuen Netzteils sollten Sie darauf achten, dass es die gleichen technischen Daten hat wie das bisherige.
Läuft der Lüfter aber an und sonst geschieht nichts, macht wahrscheinlich die Hauptplatine oder der Prozessor Probleme. Diese können entweder defekt sein oder ein Problem mit der Stromversorgung haben. Und so etwas tritt vor allem dann auf, wenn gegen das Gerät gestoßen wurde oder es sogar umgefallen ist.
Dann sollten Sie - nach Ziehen des Netzsteckers - das Gehäuse öffnen und alle Steckverbindungen auf festen Sitz überprüfen. Aber Vorsicht: Die dünnen Kabel im Computerinneren sind empfindlich. Startet danach das Gerät noch immer nicht, wird wohl doch ein Gang zum Fachmann nötig sein.
Wer die Software für seinen PC nur von den bekannten, großen Herstellern kauft, muss tief in die Tasche greifen. Wie es günstig oder sogar ganz kostenlos geht.
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