Netbooks
Was die Mini-Notebooks taugen
15.02.2011
Von Alexander Sedlak
Netbooks erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die kleinen Rechner schließen die Lücke zwischen Tablet-PC und Notebook, dabei erlauben Sie eine ganz flexible Nutzung, zu Hause oder unterwegs. In der aktuellen Gerätegeneration sind einige Mängel behoben, die bisweilen den Spaß mit den Geräten trübten. Worauf man achten sollte, wenn man sich eines zulegt.

Wichtigstes und augenscheinlichstes Unterscheidungsmerkmal zu den Notebooks ist natürlich die Größe. Netbooks sind in der Regel nicht größer als ein DIN-A4-Blatt, somit sind auch Bildschirm und Tastatur diesen Abmessungen unterworfen.
Display und Tastatur
Netbooks sind nach wie vor häufig mit stark glänzenden Displays ausgestattet; das sieht zwar schick aus und liefert gute Kontraste, leider spiegeln diese Anzeige oft so stark, dass man bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen kaum damit arbeiten kann. Empfehlenswerter sind die Geräte, mit mattem Bildschirm. Achten Sie beim Kauf also auf das Display, es sollte möglicht entspiegelt sein. Auch gibt es gewisse Unterschiede in der Displaygröße der verschiedenen Geräte, das betrifft allerdings eher die schon etwas älteren Geräte. Auf die Qualität der Anzeige selbst gehen wir noch bei den Eigenschaften der einzelnen Geräte ein.
Achten Sie auch auf eine gute Tastatur, denn hier ist die Umgewöhnung vom "normalen" Noteboook am stärksten. Menschen mit großen Händen und kräftigen Fingern werden sich noch etwas schwerer tun, als jene mit zarteren Gliedern. Wichtig ist, dass die Tasten möglichst groß sind und ähnlich wie bei der gewohnten Tastatur angeordnet sind. Ebenfalls von Bedeutung: Die Tastatur soll stabil sein, darf nicht stark nachgeben, denn sonst kann sich kein Gefühl für den Druckpunkt der Tasten entwickeln. Das Asus Eee PC 1015PEM hat eine brauchbare Tastatur, mit der die Umgewöhnung recht schnell gehen müsste. Noch besser, weil stabiler, ist die im Samsung N220-Marvel Plus.
Geschwindigkeit und Ausstattung
Bei den bisherigen Netbooks (bis 2010) kommt meist der Prozessortyp Atom N270, N280 oder N330 und später auch der N450 von Intel zum Einsatz. Unterschiede in der Geschwindigkeit ließen sich hauptsächlich auf unterschiedliche Speicher- und Festplattenausstattungen zurückführen, sie waren aber marginal. Mit den aktuellen Geräten lässt sich vieles machen, was auch auf einem gewöhnlichen PC möglich ist, mit einer großen Ausnahme, und das betrifft nach wie vor auch die allerneuesten Geräte, mit der neusten Prozessortechnlogie: Aktuelle und grafisch anspruchsvolle PC-Spiele. Hier gerät das Grafiksystem an seine technischen Grenzen. Ein Netbook verfügt auch über kein eingebautes CD- oder DVD-Laufwerk, allerdings kann über den USB-Anschluss ein externes Laufwerk angeschlossen werden.
Andere Ausstattungsmerkmale sind aber sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Modelle verteilt. Die neueren Asus Geräte beispielsweise, und die von Lenovo, verfügen über Multitouchpads, was einen hohen Gewinn an Funktionalität mit sich bringt. Ein Multitouchpad kann Bewegungen von zwei Fingern gleichzeitig erfassen, dadurch kann einfach gescrollt oder gezoomt oder beispielsweise Bilder gedreht werden. W-LAN-Ausstattung hingegen ist Standard und bei allen Geräten vorhanden, eine UMTS-Ausrüstung hingegen ist da schon rarer. Das X110 von LG oder das Aspire one 150X 3G weisen diese Technik auf.
Hinsichtlich Arbeitsspeicher sind die meisten Geräte mit einem GB für die häufigsten Anwendungen wie Internetsurfen, Office-Anwendungen und E-Mails hinreichend ausgestattet.
Design und Preis
Bei den Netbooks sind, wie so oft, die schicksten Geräte meist die teuersten, aber nicht unbedingt die besten. Hier sollte man sich nicht zu sehr blenden lassen. Also besser genau auf die Ausstattung achten, und vor allem Preise vergleichen. Die Unterschiede können beträchtlich sein. Wer z.B. ein großes Display braucht oder auf das Spielen nicht verzichten mag, sollte nochmals überlegen, ob ein „normales“ Notebook nicht doch die bessere Wahl ist.
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