Der Verkauf von CDs ist rückläufig, der Musikdownload übers Internet aber boomt. Häufig finden Surfer aktuelle Songs in Tauschbörsen. Doch Verbraucherschützer warnen: Wenn Hits aus den aktuellen Charts kostenlos angeboten werden, ist das selten legal. Sie haben Tipps zum legalen Umgang mit Musik zusammengefasst.
Grundsätzlich gilt: Wer Musik im Internet zum Download anbietet oder herunterlädt, muss Urheberrechte beachten. Ansonsten drohen Schadensersatzforderungen durch die Musikindustrie. Zwar sind Tauschbörsen an sich nicht rechtswidrig, aber urheberrechtlich geschützte Musik darf man dort weder anbieten noch selbst herunterladen. Macht man es trotzdem, hat das womöglich teure Konsequenzen: Anwälte erstatten im Auftrag der Musikindustrie Strafanzeige und versenden Abmahnungen mit hohen Schadensersatzforderungen. Sobald die Staatsanwaltschaft ermittelt, müssen Provider Postanschriften der Inhaber von IP-Adressen offenlegen, ebenso die Nutzungsdaten von Online-Zugängen.
Deshalb raten die Verbraucherschützer dazu, Tauschbörsen im Zweifelsfall lieber nicht zu nutzen und auf das Herunterladen von Songs zu verzichten. Eine Alternative, mit der man legal und gratis an Musik kommt: Über Portale wie www.tonspion.de findet man Songs, die von den Bands zu Werbezwecken kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Vor allem Newcomer-Bands nutzen das Internet, um bekannt zu werden. Wichtig: Wer derartige Angebote nutzt, sollte immer auch das Kleingedruckte genau lesen, um nicht versehentlich ein kostenpflichtiges Abonnement abzuschließen! Eine andere erlaubte Möglichkeit ist, Musik zu privaten Zwecken von Internetradios mitzuschneiden. Eine entsprechende Software gibt's zum Beispiel beim Verein Tauschnix.
Ein Faltblatt mit Informationen zum legalen Musikdownload und dazu, wie man sich im Falle einer Abmahnung verhalten sollte, gibt es hier.