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Internetbrowser

Mit welchen sich gut surfen lässt

Wer im Internet unterwegs ist, benötigt einen Webbrowser. Die verbreiteten Programme unterscheiden sich aber in punkto Bedienung, Design und Sicherheit teilweise erheblich. Ihre Vor- und Nachteile sowie ihr Verbreitungsgrad.
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Mit einem Webbrowser werden Inhalte im Internet geladen, betrachtet und gelesen. Übersetzt bedeutet das Wort "Browsen" so viel wie "Blättern" oder "Durchsuchen". Ein oder auch mehrere installierte Browser gehören heute zur zentralen Anwendersoftware auf einem gewöhnlichen PC. Verlässliche Zahlen zur Verbreitung eines Webbrowsers über die gesamte Nutzerschaft gibt es nicht.
Microsoft Internet Explorer (IE)

Wie in so vielen Bereichen im PC-Umfeld, hat das US-Softwarehaus Microsoft auch in punkto Webbrowser noch immer die Nase weit vorn. Zwar nimmt der Marktanteil seit geraumer Zeit kontinuierlich ab, Schätzungen zufolge nutzen weltweit aber immer noch rund 70 Prozent der PC-Besitzer den Internet-Explorer von Microsoft. Der Hauptgrund für diese hohe Verbreitung des Programms ist, dass der Internet-Explorer zusammen mit dem Windows Betriebssystem installiert wird. Der Nutzer braucht sich also quasi um nichts weiter zu kümmern und kann den integrierten Webbrowser gleich nutzen. In der Bedienung des Internet Explorers hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass eine einfache Benutzeroberfläche mit einer selbst erklärenden Symbolik und einem Design, das an den Standard-Dateimanager Windows-Explorer angelehnt ist, auch den weniger technikbegeisterten PC-Nutzern vertraut ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Internet-Explorer sehr schnell startet, was sich vor allem bei älteren PCs, die nicht über aktuelle Leistungsmerkmale verfügen, angenehm bemerkbar macht.
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Größer Kritikpunkt am Internet Explorer ist nach wie vor, dass immer wieder erhebliche Sicherheitsmängel entdeckt werden, die theoretisch zu erheblichen Schädigungen führen können. Microsoft ist zwar stets überaus bemüht, die Gefährdungen möglichst schnell zu beheben, die Realität zeigt aber, dass gerade der Internet Explorer immer wieder als Einfallstor für Schadsoftware bzw. für Eindringlinge missbraucht wird. Das Programm ist wohl aufgrund seiner hohen Verbreitung für Internetkriminalität besonders attraktiv. Die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen von Microsoft erschweren in bestimmten Situationen die bequeme Nutzung, beispielsweise, wenn immer wieder die gleichen Warnmeldungen angezeigt werden. Darüber hinaus zeigt sich, dass der Internet Explorer im täglichen Gebrauch für die Darstellung der aufgerufenen Inhalte recht lange braucht – der Effekt scheint sich im Laufe der Zeit noch zu verstärken.
Der Internet Explorer steht in der aktuellen Version 8 für Windows XP, Windows Server 2003, VISTA und Windows 7 zur Verfügung.
Mozilla Firefox

Nach dem Internet Explorer ist der Mozilla Firefox der am zweithäufigsten genutzte Webbrowser. Das Programm entstammt dem Open-Source-Umfeld. Statistischen Erhebungen zufolge steigt die Beliebtheit mit der Affinität des Nutzers zur Informationstechnologie. Hinsichtlich der Verbreitung gibt es höchst unterschiedliche Angaben, gemittelte Werte lassen aber davon ausgehen, dass knapp 22 Prozent aller PC Nutzer weltweit den Mozilla Firefox nutzen, mit steigender Tendenz. Ob die geringen Sicherheitsmängel tatsächlich auf eine bessere Sicherheitstechnologie zurückzuführen sind, oder ob die geringere Anzahl von Nutzern dafür sorgt, dass über Sicherheitsmängel seltener berichtet wird, lässt sich schwer beurteilen. Unbestritten ist aber, dass der Firefox-Nutzer aktuell geringeren Gefahren ausgesetzt ist, allerdings mit steigender Tendenz. Durch die integrierten Sicherheitsvorkehrungen wird der Nutzer seltener mit Fragen und Meldungen behelligt wird als beim Internet Explorer. Ihm stehen eine Menge an Zusatzfunktionen zur Verfügung, so kann der Browser auf einfache Weise durch nützliche Add-Ons in seiner Funktionalität erweitert werden, auch stehen schon standardmäßig eine Vielzahl sinnvoller Features zur Verfügung, die man bei dem großen Konkurrenten vergeblich sucht, wie z.B. die Schlagwortfunktion für die Verwaltung gespeicherter Lesezeichen oder die Eingabe von Schlüsselwörtern direkt in die Adresszeile, um bestimmte Internetseiten direkt aufrufen zu können.

Größter Nachteil des Firefox ist sicherlich, dass der Browser explizit heruntergeladen und installiert werden muss, zumindest wenn ein Windows PC genutzt wird. Das schreckt den einen oder anderen Nutzer sicherlich ab. Außerdem benötigt der Mozilla Firefox beim Programmstart etwas mehr Zeit, was sich vor allem bei älteren Rechnern bemerkbar macht.
Der Mozilla Firefox ist für die wichtigsten Betriebssysteme Windows, Linux und Mac OS X erhältlich. Windows wird ab Version Windows 2000 unterstützt.
Opera
Der Opera Webbrowser entstammt dem norwegischen Softwareunternehmen Opera Software ASA. Das Programm rühmte sich in früheren Zeiten damit, der schnellste Browser der Welt zu sein. Ob das noch immer so ist, ist nicht klar, sehr schnell ist Opera aber noch immer. Obwohl die Verbreitung des Programms zwischen einem und zehn Prozent liegen dürfte, erfreut es sich relativ großer Bekanntheit. Der Opera Browser ist das einzige Programm, das standardmäßig ein E-Mailprogramm im Gepäck hat, genannt Opera Mail. Opera lässt sich sehr flexibel an die Wünsche und Bedürfnisse des Nutzers anpassen, alle Symbolleisten lassen sich beispielsweise verändern, verschieben oder ausblenden. Aktuell geöffnete Seiten können auf Wunsch automatisch in individuellen Intervallen neu geladen werden. So können z.B. Nachrichtenseiten aktuell gehalten werden. Ebenfalls praktisch ist, dass Suchbegriffe gleich direkt in die Adresszeile eingegeben werden können, mithin ist kein extra Feld für die Eingabe von Suchbegriffen vorhanden.
Angeblich kann der Opera Webbrowser bestimmte komplexe Seiteninhalte nicht korrekt anzeigen. Zudem sind manche Internetseiten absichtlich so programmiert, dass sie mit einem Opera Browser nicht angesehen werden können, weshalb auch immer. Doch dieser Fall tritt sehr selten auf.
 
Der Opera Webbrowser ist ebenfalls für die wichtigsten Betriebssysteme Windows, Linux und Mac OS X erhältlich.
Google Chrome

Ein recht neues Mitglied im Club der wichtigen Browser ist Chrome von Google. Er geht auf ein Open-Source-Projekt zurück, das von Google Inc. initiiert wurde. Aufgrund der neuartigen Systemarchitektur des Browsers soll Chrome ein hohes Maß an Sicherheit bieten, möglicherweise gibt es aber derzeit einfach noch keine nennenswerten Bemühungen, die Sicherheit dieses Programms zu umgehen. Dabei dürfte die derzeit noch geringe Verbreitung seinen Teil beitragen. Wie bei Opera können sowohl Suchbegriffe als auch Internetadressen direkt in die Adresszeile eingegeben werden. Chrome ist sehr einfach gehalten und ansprechend gestaltet. Es bleibt abzuwarten, wie das Programm angenommen wird und sich entwickelt.
Bei der Installation des Programmes wird man aufgefordert, den Datenschutzbestimmung zuzustimmen, die allerdings einige bemerkenswerte Passagen enthalten, was die Übermittlung von Informationen z.B. direkt an Google anbelangt. Ob man dem zustimmen mag oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Es ist aber empfehlenswert, sich damit zu befassen, bevor man eine Entscheidung trifft.

 

Chrome ist derzeit lediglich auf Windows PC installierbar, allerdings sollen Versionen für andere Plattformen (Linux, Mac) folgen.

 

Alexander Sedlak   12.03.2009

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Leserkommentare

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14.06.2009 18:24 Uhr
marabu1234: Einer fehlt ...
Kann vielem hier gesagtem zustimmen!

Nervig beim IE: die vielen Meldungen
BESONDERS NERVIG: einige Websites, darunter leider auch "offizielle" von Behörden bzw. Online-Viren-Scanner funktionieren nur mit diesem Browser!!
Deshalb hab ich ihn downgeloaded - und die Firewall kam beim installieren nicht mehr zur Ruhe!!!
Was da noch ohne mein Wissen auf meinem PC downgeloaded/installiert werden sollte, was an informationen "abgezogen" werden sollte und was alles ohne mein Wissen verändert werden sollte ... deshalb Note 5!
- nur im Notfall zu gebrauchen!
- Installation nicht von Laien und nur mit guter Firewall ;)

Mozilla Firefox: war früher besser, "ufert" langsam aus: inzwischen zu viele Zusatzfunktionen, nicht mehr so schnell, auch nicht mehr so sicher - Note 3

Google Chrome - hab ich nur kurz getestet, meine Firewall und AntiSpy-Programme meldeten sich ständig, weil jeder Tastendruck von google verfolgt wird! Wer ihn installiert sollte sich mal die AGB durchlesen, was er da allem zustimmt ;)
-> für mich keine Alternative!

- der beste für mich: Opera!
Klein, einfach, schnell, alles nötige vorhanden - eigentlich ne Note 1
einziges Manko: wie erwähnt laufen einige Seiten nicht ! z.B. Fehler bei Banken, Steuerprogramm-Seite Elster, communities ...
Liebe OPERA-USER: Beschwert euch bei den entsprechenden Seiten, einer allein richtet nix aus, aber viele können was bewegen!

Ach ja: einer fehlt: der SAFARI-browser! Apple-Nutzern längst bekannt, aber es gibt auch ne windows-Variante!
Note 2 - Sollte als Ergänzung zu Opera nicht fehlen ;)

LG marabu
Foto: Colourbox.com ID:2073
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