Eine flotte Internetverbindung mit mehreren Megabit gehört heute in praktisch jedes Heim. Der Ausbau des Datenhighways in den eigenen vier Wänden ist aber nicht immer leicht und verursacht Elektrosmog. Der beste Weg ins Web kann über Kabel, Funk oder sogar Stromleitungen führen. Geldsparen verrät, welcher für Ihre Bedürfnisse der günstigste ist.
Es gibt einen Königskurs ins Internet – und der führt über vorhandene Leerrohre, in die Kabel (Ethernet) gezogen werden. Da dank der Platzhalter keine größeren Umbauarbeiten dafür nötig sind, ist diese Variante unschlagbar günstig und der Meter Kabel kostet etwa einen Euro. Ethernet-Kabel sind die beste Lösung für ein privates Netzwerk und gleich dreifach rentabel: Über sie werden Daten blitzschnell, sehr sicher und mit relativ wenig Stromverbrauch übermittelt.
Außerdem hält sich der Elektrosmog von abgeschirmten Kabeln dabei in Grenzen. Aber auch für die, die keine Leerrohre haben, gibt es gute Möglichkeiten, ohne gleich die Wände aufzuklopfen. Zwei Alternativen haben sich am Markt durchgesetzt: Kabellos per Funk (WLAN) oder via Steckdose aus dem Stromnetz (Powerline). Aber für wen lohnt sich was?
Die Nachteile: Sind Stahlbeton- oder Gipswände im Weg, ist die Verbindung oft recht schlecht.
Gerade bei mehrstöckigen Häusern reicht ein Sender meist nicht aus. Funknetzwerke haben zusätzlich einen Unsicherheitsfaktor: In Reichweite des Senders können unbemerkt Unbefugte die über Funk gesendeten Daten abfangen oder die Internetverbindung für illegale Geschäfte nutzen. Nur die jeweils neuesten Verschlüsselungstechnologien schützen wirksam vor Datendieben und Trittbretfahrern. Bei älteren Geräten lassen sich die aber oft überhaupt nicht oder nur nach komplizierter Installation aktivieren.
Powerline
Die Vorteile: Bringt das Internet von einer Steckdose zu einer anderen über die bereits vorhandene Stromleitungen. Gerade in mehrstöckigen Häusern gute Ergebnisse im Vergleich zu WLAN. Relativ sicher, denn selbst ohne die empfohlene Verschlüsselung haben Datendiebe nur geringe Chancen, da sie Zugriff auf das Hausinterne Netz („hinter“ dem Stromzähler) haben müssten. Neuere Geräte sind zudem sehr einfach zu installieren.
Die Nachteile: Ein Starterset für die Verbindung von einem Rechner ins Internet über das Stromnetz kostet runde 50 Euro. Auch der Stromverbrauch ist im Durchschnitt höher als bei WLAN-Netzwerken (bei einer Verbindung etwa doppelt soviel). Für jeden zusätzlichen Computer wird in der Regel auch ein zusätzlicher Adapter benötigt (Kostenpunkt circa 25 Euro), der wieder zusätzlich Strom frisst. Dabei ist die Produktauswahl beschränkt, denn oft sind die Geräte verschiedener Hersteller nicht kompatibel.