Firewall
Weg versperren
20.12.2011
Von Alexander Sedlak
Firewalls haben mehrere Aufgaben: Sie sollen den Rechner so schützen, dass Eindringlinge gar nicht erst in das Allerheiligste vordringen. Hat sich dennoch ein elektronischer Bösewicht Zugang verschafft, ist die Aufgabe der Firewall dafür zu sorgen, dass ihm der Weg nach außen verschlossen bleibt.

Das heute noch weit verbreitete Betriebssystem Windows-XP hat eine eigene Firewall bereits im Gepäck. Die hält zwar Eindringlinge, die direkt versuchen z.B. über das Internet in den PC einzudringen (Außenschutz), ganz brauchbar ab. Allerdings sieht es ganz anders aus, was den Schutz vom PC nach außen angeht (Innenschutz). Hier versagt die Windows-XP-Firewall. Bei Windows Vista und vor allem bei Windows7 wurde auch der Innenschutz verbessert, aber wirklich verlässliche Informationen dazu sind schwer zu finden. Aus dem Grunde empfiehlt es sich, eine separate Firewall-Software auf dem PC zu installieren.
Kostenlose Firewalls bieten dabei völlig ausreichenden Schutz. Viele Anbieter, die kostenlose Tools im Programm haben, bieten auch eine kostenpflichtige Version an, mit verbessertem Bedienkomfort, einigen zusätzlichen Funktionen und weiteren Konfigurationsmöglichkeiten. Die sind aber in den allermeisten Fällen für den Privatanwender nicht interessant.
Online-Verbindung verbieten oder erlauben
Wer eine Firewall-Software installiert hat, wird zunächst häufige Meldungen am PC bekommen, dass das eine oder andere Programm versucht, eine Online-Verbindung aufzubauen. Diese Meldungen sind wichtig, bitte immer gut durchlesen und nach bestem Wissen und Gewissen die Online-Verbindung erlauben oder verbieten. Viele Programme stellen nämlich Online-Verbindungen her, ohne dass der PC-Nutzer weiß weshalb, oder überhaupt einen Nutzen davon hat. Und die Firewall muss auf irgendeine Weise erfahren, welche dieser Verbindungen erlaubt sein sollen, und welche nicht.
Doch wo liegen die Stärken und Schwächen der Programme? Überraschenderweise scheinen die Qualität der Schutzfunktionen und die Benutzerfreundlichkeit einander entgegengesetzt zu sein.