E-Books
E-Reader schlägt iPad
14.10.2011
Von Sandra Petrowitz
Das gedruckte, zwischen zwei Buchdeckel gepackte Buch hat mächtige Konkurrenz bekommen. Geht es nach den Anbietern der sogenannten E-Reader, besteht die Zukunft des Lesens nicht mehr aus Papier und Druckerschwärze, sondern Bits und Bytes in einem Kunststoffgehäuse mit matt schimmerndem Display. Doch wie gut sind die E-Reader? Was können sie, was nicht? Wie viel kostet der digitale Lesespaß – und vor allem: Ist das iPad nicht der bessere E-Reader?

Der E-Reader, das Lesegerät für elektronische Bücher (E-Books), ist leichtgewichtig und bequem, transportabel und universell. Und spätestens seit Amazons Kindle auch auf dem deutschen Markt angekommen. Allerdings stellt sich vor allem bekennenden Apple-Fans seit kurzem die Frage: Ist das iPad nicht der bessere E-Reader? Nein, sagt die Stiftung Warentest: Die E-Reader können vieles, was das iPad nicht kann. Das liegt vor allem an der verwendeten Technik.
Amazon-Kindle plus Buch
Aber der Reihe nach: Größter Vorreiter der E-Book- und E-Reader-Welle ist der Online-Allesverkäufer Amazon, im Herzen offenbar immer noch Buchhändler. Amazon vertreibt mit dem "Kindle" ein eigenes elektronisches Lesegerät und bietet dazu auch gleich die passenden Buchtitel an – zumeist kostenpflichtig, aber es gibt auch kostenlose E-Bücher. Der "Kindle" liegt inzwischen in einer verbesserten Version vor – kleiner, leichter und schneller als der Vorgänger, und noch dazu billiger: 99 Euro kostet das Gerät mit 15-cm-Bildschirm (6 Zoll) im deutschen Amazon-Shop.
Lange Zeit war der relativ hohe Preis der elektronischen Textspeicher einer Massennutzung hinderlich. Doch seit die Absatzzahlen steigen und Konkurrenten ins Spiel gekommen sind, bröckeln die Preise in rasantem Tempo. Das aktuell günstigste "Kindle"-Modell kostet in den USA nur noch 79 statt der 249 Dollar, die man noch vor gar nicht allzu langer Zeit für eines der Vorgängermodelle hinlegen musste. Weitere Versionen sind ab 99 Dollar erhältlich – das dürfte für viele Bücherfreunde erschwinglich sein, sind doch die gedruckten Werke in der Regel auch alles andere als preisgünstig.
Auch auf dem deutschen Markt ist Amazon mit verschiedenen "Kindle"-Modellen am Start. Flankierend zur günstigsten Version gibt es zwei Modelle mit eingebauter Tastatur, die 119 (nur W-Lan) bzw. 159 Euro (Variante mit eingebautem Mobilfunknetz-Zugang zusätzlich zum W-Lan).
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