Fotobücher
Zum Blättern schön
20.12.2011
Von Sandra Petrowitz
Fotoalbum war gestern: Heute entwirft man das Layout fürs eigene Fotobuch am heimischen Rechner, schickt die Daten per Internet zu einem Anbieter, der das Ganze druckt, und bekommt das Ergebnis fix und fertig per Post zugestellt. Doch wer liefert gute Fotobuch-Qualität zu einem guten Preis? Die Unterschiede sind enorm.
Grundsätzlich gilt: Je größer das Format, je mehr Seiten und je aufwändiger die Bindung, desto teurer ist ein Fotobuch. Dann wird es aber schnell unübersichtlich, denn die meisten Anbieter haben viele verschiedene Fotobuch-Varianten im Angebot. Welche die richtige ist, hängt von den eigenen Ansprüchen und auch vom Zweck ab, den das Buch erfüllen soll: Wer es als Geburtstagsgeschenk vorgesehen hat, wird sicher eine hochwertigere Version wählen als derjenige, der ein Heftchen mit den schönsten Bildern zum Immerdabeihaben und Herumzeigen sucht.
Die Auswahl ist je nach Anbieter durchschnittlich bis riesig: Beim Fotobuch-Spezialisten fotobuch.de etwa gibt es allein das günstige „Fotobuch Economy“ in vier verschiedenen Varianten; noch mehr Möglichkeiten bietet das „Fotobuch Premium“ mit insgesamt zehn Ausführungen (quadratisch, Hochformat oder Querformat in mehreren Größen plus Notizbuch).
Unterschiedliche Seitenpreise
Hat man ein Fotobuch-Format gefunden, ist wichtig, wie viele Seiten der Grundpreis beinhaltet – deshalb stehen in der Tabelle überall "Ab-Preise". Hier zeigen sich manche Hersteller in letzter Zeit knausrig: Bei den A4-Hardcover-Büchern von myphotobook.de und photographerbook.de sind zum Beispiel 24 Seiten im Grundpreis enthalten, bei fotobuch.de hingegen nur 16. Saturn spendiert zum Einstieg 26 Seiten. Die Seitenzahl ist wichtig, weil Extra-Seiten natürlich auch extra kosten. Beispiel: Bei Saturn gibt es acht zusätzliche Seiten für 4 Euro, bei fotobuch.de kosten vier Seiten 2,50 Euro. Bei Saal Digital kostet jede zusätzliche Doppelseite auf echtem Fotopapier je nach Format 1 bis 3 Euro.
Ein hochformatiges A4-Fotobuch mit Hardcover-Einband und 48 Seiten kostet bei photographerbook.de laut Preisliste 30,90 Euro. Bei Saturn schlagen 50 Seiten mit insgesamt 38,95 Euro zu Buche, bei fotobuch.de kosten 48 Seiten 39,90 Euro. Die Preisunterschiede sind vielleicht nicht riesig, aber durchaus vorhanden – und darüber hinaus ist wichtig, dass die Grundausstattung der Fotobücher in Sachen Seitenzahl für Viel-Fotografen nicht ausreichend sein wird und man sich über die Extrakosten im Klaren sein sollte. Ein Fotobuch auf echtem Fotopapier (ausbelichtet, nicht gedruckt) ist etwas teurer als die gedruckte Standard-Variante: Für 50 Seiten zahlt man bei Saal Digital 50,35 Euro.
Apropos Extrakosten
Hier und da verstecken die Anbieter noch zusätzliche Gebühren. So kassiert Rossmann pro Fotobuch-Auftrag eine Bearbeitungsgebühr von 1,99 Euro pro Auftrag. Außerdem kommen zum eigentlichen Buchpreis bei allen Anbietern stets noch die Versandkosten hinzu. Und: Auch die Lieferzeit verdient Beachtung – wer in letzter Minute bestellt, zum Beispiel vor einem anstehenden Geburtstag, kann nicht damit rechnen, dass sein Geschenk noch pünktlich geliefert wird. Auch da gibt es Unterschiede: Bei fotobuch.de dauert es im Schnitt 5 bis 7 Werktage, bis das Fotobuch versandfertig ist, bei photographerbook.de 3 bis 7 Werktage. Im Zweifelsfall sollte man sich mit dem Anbieter direkt in Verbindung setzen, um zu klären, ob das eigene Werk pünktlich fertig wird.
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