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Datensicherung

Hilfsprogramme gegen Datenverlust

04.10.2011
Von Alexander Sedlak
Auf dem heimischen PC finden sich immer mehr Daten, deren Verlust sehr ärgerlich wäre. Nicht wenige Anwender speichern große Mengen von Digitalfotos und Videos – oftmals einmalige Erinnerungsstücke mit hohem ideellem Wert. Wirklich kritisch kann es werden, wenn auf der Festplatte auch offizielle Dokumente, amtliche Korrespondenz oder gar Geschäftsunterlagen gespeichert sind. Ein Datenverlust kann hier nicht nur ideelle sondern auch herbe finanzielle Verluste mit sich bringen.
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Nun sind heutige PCs und Festplatten bei weitem nicht mehr so gefährdet wie früher, dennoch kann man nicht sicher sein. Blitzschlag, ein umgestürztes Gerät oder ein einfacher Stromausfall zum ungünstigen Zeitpunkt können Dateien oder eine ganze Festplatte so beschädigen, dass die Daten nicht mehr wiederhergestellt werden können. Ein weiterer Gefahrenfaktor, der nicht zu vernachlässigen ist, ist der Mensch. Es geschieht immer wieder, dass ein Computernutzer seine wertvollsten Daten selbst löscht, weil er aufgrund einer Verwechslung glaubt, diese Daten nicht mehr zu brauchen.


Spezielle Dienstleister, die sich auf die Wiederherstellung von gelöschten Daten oder von beschädigten Festplatten spezialisiert haben, können in vielen Fällen helfen, aber diese Dienste sind nicht eben günstig und eine Garantie für die Wiederherstellung gibt es auch nicht.

Regelmäßige Datensicherung nötig

Deshalb ist Vorsorge für den Fall der Fälle wichtig - und Vorsorge heißt in diesem Fall: regelmäßige Datensicherung. Am einfachsten geht es mit der Unterstützung eines guten Programms. Wichtig ist auch ein gutes und geeignetes Medium für die Datensicherung. Experten empfehlen die Verwendung von externen Festplatten und raten weniger zur Verwendung von beschreibbaren CDs oder DVDs. Der Brennvorgang ist nach wie vor heikel und es gibt keine verlässlichen Angaben darüber, wie lange und wie verlässlich eine selbst gebrannte CD oder DVD verwendet werden kann.

Windows Vista und Windows 7: Funktion „Sichern und Wiederherstellen“

Nutzer von Microsoft Windows Vista und Windows 7 haben es besonders gut, sie bekommen ohne zusätzliche Kosten ein praktisches Hilfsmittel für die Datensicherung gleich mit dem Betriebssystem geliefert. Es findet sich in der Systemsteuerung und ist zu finden über: Start > Systemsteuerung > Sichern und Wiederherstellen. Abhängig von der Betriebssystemvariante kann auch noch die Zwischenstufe „System und Wartung“ zwischen Systemsteuerung und Sichern und Wiederherstellen nötig sein. Dieses Bordmittel von Microsoft bzw. Windows Vista / Windows 7 leistet für die wichtigsten Aufgaben bei der Datensicherung schon ganz gute Dienste.


DirSync

Das kostenlose Tool DirSync ist ein einfaches, aber für viele Zwecke ausreichendes Hilfsmittel für die Sicherung und Synchronisierung von Dateien. Die Installationsdatei ist nur knapp 250kB groß und die Installation geht in Blitzesschnelle vonstatten. Nach dem Programmstart ist zunächst ein Sicherungsjob zu definieren, das heißt nichts anderes, als dass man auswählt, welche Dateien wohin gesichert werden sollen. Es können mehrere dieser Jobs definiert werden, die auch gleichzeitig ausgeführt werden können. Das Programm speichert die ausgewählten Dateien sodann auf das gewählte Medium und versieht alle Dateien mit einer eindeutigen Kennung, um beim nächsten Sicherungsvorgang zweifelsfrei feststellen zu können, ob das Original verändert wurde. Nur in dem Fall ist es nämlich sinnvoll, erneut eine Sicherung der betreffenden Datei vorzunehmen. Das spart viel Zeit. Um im Falle des Falles dann nicht am Ende doch ohne die benötigten Daten dazustehen, muss das Häkchen in dem Feld „Unterverzeichnisse mit verarbeiten“ gesetzt werden. Am besten ein bisschen probieren, DirSync ist ziemlich selbst erklärend gehalten.

Acronis True Image Home 2012

Das umfassende Programm von Acronis ist mit einem Preis von 49,95 Euro pro Lizenz zwar nicht ganz billig, dafür bietet es aber wirklich eine Menge an Hilfsmitteln und Funktionen. Die reichen von solchen Standardfunktionen wie der Komplettsicherung des gesamten Festplatteninhalts, samt Widerherstellung im laufenden Betrieb, bis hin zur Sicherung von Einstellungsdaten für viele Anwendungsprogramme, wie z.B. Microsoft Office, Mozilla Firefox und so weiter. Sollte es einmal zu einem Problem kommen und eine Neuinstallation wird nötig, können alle Programmeinstellungen mit dieser Sicherung per Mausklick wieder hergestellt werden. Eine wirklich sinnvolle Funktion ist auch die „Try & Decide“-Funktionalität. Sie dient dazu, Programme, die bei der Installation Änderungen am System vornehmen, auf korrekte Funktion zu prüfen. Falls es dann ein Problem geben sollte, können diese Änderungen fast ohne Aufwand rückgängig gemacht werden. Acronis True Image Home 2012 bietet aber noch eine Menge mehr, am besten auf der ausführlichen Homepage genau nachlesen, welche Funktionen enthalten sind. Ob einem dies fast 50,- Euro wert ist, ist Ermessenssache des Anwenders. Und wer mehrere PCs besitzt, kann für knapp 70,- Euro eine Lizenz für 3 Installationen des Programms erwerben.

Adrive

Einen ganz anderen Ansatz, als die vorgenannten Programme, verfolgt ADRIVE. Es handelt sich um eine Internetapplikation, alle Daten die zu sichern sind, werden über das Internet auf einer virtuellen Sicherungsfestplatte gespeichert. Das Angebot ist (bisher) für Privatanwender kostenlos, leider stehen alle Informationen und Funktionen (bisher) nur in englischer Sprache zur Verfügung. Die maximale Speicherkapazität beträgt immerhin 50GB, was in vielen Fällen ausreichend sein dürfte, dabei darf die maximale Größe einer Datei 2GB nicht überschreiten. Somit ist ADRIVE z.B. für die Sicherung großer Videodaten nicht geeignet. Klar ist ebenfalls, dass ADRIVE nur im Zusammenhang mit einer schnellen Internetverbindung interessant ist. Beim Sichern umfangreicher Dateibestände sollte man sich im Klaren darüber sein, dass der Dateiupload, also das Hochladen von Daten vom Rechner ins Internet, meist deutlich langsamer vonstatten geht, als auf dem umgekehrten Weg. ADRIVE setzt keinerlei Beschränkungen in punkto Dateitypen, jeglicher Typ kann gesichert werden. Allerdings gibt es bislang noch keine Möglichkeit, automatische Sicherungen bzw. Synchronisationen vornehmen zu können. Fraglich ist natürlich, ob man in Zeiten der Diskussion um Online-Durchsuchungen und dergleichen, ganze Datenbestände durch’s Internet schicken und auf webbasierten Speichersystemen ablegen mag.

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