Das kann dem erfahrensten PC-Nutzer passieren: Man arbeitet an einem Dokument, irgendwann drückt man versehentlich auf das falsche Knöpfchen und alle Inhalte sind versehentlich gelöscht - zumindest scheinbar. Denn wird der Fehler gleich bemerkt, ist im Normalfall alles halb so schlimm: Eine Datei wird zunächst nicht tatsächlich gelöscht, sondern erst in den Papierkorb verschoben. Erst von da aus ist der eigentliche Löschvorgang möglich.
Die Wiederherstellung von versehentlich gelöschten Dateien kann in drei Kategorien aufgeteilt werden:
1. Eine echte Wiederherstellung ist gar nicht nötig, die Datei ist nur zum Löschen vorgesehen (Papierkorb), aber noch auf der Festplatte gespeichert.
2. Die Wiederherstellung ist möglich, dafür sind aber spezielle Hilfsmittel erforderlich, die im Grunde jeder nutzen kann.
3. Eine Wiederherstellung ist nur mit hohem finanziellen und zeitlichen Aufwand möglich und nur von Spezialisten durchführbar.
Zuallererst: Ausschließlich bei der Variante 1 können die Daten mit Sicherheit wieder hergestellt werden. Daher ist die beste und sicherste Methode, um echtem Datenverlusten vorzubeugen, die regelmäßige und in sinnvollen Abständen durchgeführte sorgfältige Anfertigung von Datensicherungen.
Datenrettung aus dem Papierkorb
Diese geht einfach und ist schnell erklärt: Papierkorb per Doppelklick öffnen, der Inhalt wird in einem Explorerfenster angezeigt. Gewünschte Datei durch Anklicken auswählen und dann im linken Bereich auf Wiederherstellen klicken. Das war es schon, die Datei ist anschließend wieder an dem Ort zu finden, wo sie ursprünglich gespeichert war. Einzige Ausnahme: Die Funktion "Datei löschen" ist so eingestellt, dass tatsächlich sofort und wirklich gelöscht wird. Hier wird dann der Punkt 2 wichtig. Tipp: Die Einstellung kann leicht wieder geändert werden. Rechtsklick auf den Papierkorb, im erscheinenden Kontextmenü die "Eigenschaften" auswählen. Häkchen bei "Dateien sofort löschen" entfernen und per OK bestätigen.
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Wiederherstellung mit Hilfsprogrammen
Etwas schwieriger wird es, wenn der Papierkorb bereits geleert oder der Datenträger sogar mittlerweile formatiert wurde. Das wäre dann der Punkt 2. In dem Fall ist der Einsatz eines Programms zur Datenrettung unumgänglich. Entsprechende Programme leisten gute Dienste, eine Garantie für die erfolgreiche Wiederherstellung gibt es aber nicht. Dies hängt letztlich auch vom Dateityp ab und vom Datenträger, auf dem die gelöschte Datei liegt. Leider gibt es zum jetzigen Zeitpunkt kein kostenloses Tool, mit dem die Datenrettung einigermaßen zufrieden stellend bewerkstelligt werden kann. Allerdings: Schon ab ca. 40,- Euro gibt es File Scavenger 3.0, das in den meisten Fällen gute Dienste leistet (Test in Computerbild 16/05). Viele andere auf dem Markt erhältliche Programme sind deutlich teurer, funktionieren aber nicht besser. Immerhin: Das 180 Euro teure R-Studio Network Edition 2.0 schlägt File Scavenger in einigen Details. Leider ist es nur auf Englisch erhältlich.
Datenrettung durch den Spezialisten
Und zu Punkt 3: Am schwierigsten und aufwändigsten wird die Datenrettung, wenn das Speichermedium bewusst und absichtlich gegen die Wiederherstellung von Daten behandelt wurde, beispielsweise mit einem speziellen Programm. Oder wenn der betreffende Speicher beschädigt oder defekt ist. Gerade für diese Fälle gibt es spezialisierte Betriebe, die meist auch recht teuer sind. So können für die Wiederherstellung einer verschmorten Festplatte Kosten von 1.000 Euro und mehr anfallen. Eine Gewähr für Vollständigkeit der Daten gibt es dabei aber nicht.
Sollte eine Software für die Wiederherstellung von Daten interessant sein, achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, ob das Programm auch zu Ihrem PC passt. Ein wichtiges Kriterium hierfür ist das Dateisystem des betreffenden Datenträgers. Üblich sind die Dateisystem NTFS, FAT16 und FAT32. Das kostenlose Systemanalyseprogramm Lavalys Everest Home Edition (Download z.B. von Chip.de möglich) gibt die entsprechende Auskunft. Einfach eine Analyse durchführen lassen und anschließend den Ergebnisbericht anschauen. Unter der Überschrift "Logische Laufwerke" sind die benötigten Informationen zu finden. Leider wird die kostenlose Variante vom Softwarehersteller nicht mehr weiterentwickelt, dementsprechend kann das Programm neuere Geräte bzw. Komponenten nicht mehr fehlerlos erkennen, hier bleibt immerhin die Möglichkeit, die Ultimate Edition für 35,- US$ zu erwerben, die auch mit den neuesten Hardwarekomponenten klarkommt.
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ich habe bisher gute Erfahrung gemacht
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Beendigung der Fahrt eine Isomatte
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