Ein älterer PC kann bei so mancher Spielsoftware schnell an seine Leistungsgrenzen kommen. Wenn Programmstarts oder die Bearbeitung von Dateien sehr lange dauern, oder wenn die Wiedergabe auf dem Bildschirm nur noch ruckelt, kann der Tausch einzelner Komponenten eine kostengünstige und wirkungsvolle Alternative zum Neukauf des ganzen PC sein.
Wichtig ist, dass man dabei planvoll vorgeht um auch die richtige Komponente austauschen zu können. Dauert beispielsweise das Umwandeln von Videos oder Musik in ein anderes Format sehr lange und blockiert den ganzen PC, ist die Prozessorleistung zu gering. Das gleiche gilt, wenn neu installierte Multimedia-Software nicht flüssig laufen will. PC-Spiele, die nur ruckelnd ablaufen, fordern vom Grafiksystem Höchstleistungen. Dies lässt sich mit einer leistungsfähigeren Grafikkarte ändern. Lassen sich besonders große Dateien gar nicht mehr öffnen, kann das einerseits an einem zu kleinen RAM-Speicher liegen, aber auch an einer Festplatte, die aus den Nähten platzt. Beides kann ebenfalls problemlos getauscht bzw. nachgerüstet werden.
Die Vorgehensweise
- Ermitteln Sie als erstes den genauen Typ und die Schnittstellenbezeichnung der zu tauschenden Komponente. Schauen Sie dazu entweder in den Unterlagen des PC nach, oder benutzen Sie ein PC-Diagnoseprogramm wie z.B. Everest Home Edition. Das Programm kann hier kostenlos heruntergeladen und installiert werden.
- Entscheiden Sie sich dann für eine kompatible Komponente, die anstelle der bisherigen eingebaut werden kann, aber über eine deutlich höhere Leistung verfügt.
- Suchen Sie im Internet nach günstigen Anbietern der gewünschten Teile. Sollten Sie bei verschiedenen Anbietern Teile bestellen, beachten Sie, dass dadurch höhere Versandkosten entstehen können. Die können einen Preisvorteil schnell zunichte machen. Rechnen Sie vorher auch die Gesamtkosten durch; kommen Sie auf einen Betrag in der Nähe von 400 Euro, sollten Sie erwägen, doch gleich einen neuen PC zu erstehen.
- Sichern Sie alle wichtigen Daten, und zwar am besten auf eine externe Festplatte. Denn falls bei der Aufrüstaktion etwas schief gehen sollte, stehen Sie hinterher nicht ohne Daten da. Soll die Festplatte getauscht werden, ist eh eine komplette Neuinstallation erforderlich. Stellen Sie in dem Fall sicher, dass alle erforderlichen Datenträger für das Betriebssystem und die ganze Anwendersoftware zur Verfügung steht. Oder Sie fertigen ein komplettes Abbild des gegenwärtigen Inhalts der Festplatte an, ebenfalls am besten auf eine ausreichend große externe Festplatte. Dazu ist eine Imaging Software nötig, z. B. das kostenlose CloneZilla.
Sicherheitshinweis
Ganz wichtig bei Arbeiten am und im PC ist, dass das Netzkabel nicht angeschlossen ist. Man sollte sich auch immer im Klaren sein, dass etwas schief gehen kann, was dann zu Folgekosten führen kann. Vor dem Kauf neuer Komponenten sollte man sich möglichst sicher sein, dass das neue Teil auch wirklich passt und in dem PC betrieben werden kann. Ruhig auch einen Bekannten fragen, der sich mit derlei Dingen auskennt und, falls die Unsicherheit zu groß ist, vielleicht doch eher die Finger davon lassen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, in einer PC-Werkstatt die Aufrüstung in Auftrag zu geben, hier gilt es aber ganz besonders, die Kosten im Blick zu behalten. Aufgrund der niedrigen Preise für Neugeräte, kann der Neukauf hier noch schneller zur sinnvollen Ausweichstrategie werden.