Windows stellt zwei Funktionen zur Verfügung:
1. Durch Drücken der Taste „Druck“ bzw. „Print Screen“, sie liegt bei den meisten Tastaturen rechts neben der F12-Funktionstaste, wird der gesamte Bildschirminhalt in den Arbeitsspeicher des Rechners geladen.
2. Durch die Tastenkombination Alt+Druck (s.o.) wird der aufgenommene Bereich auf das aktive Fenster beschränkt.
Windows-Screenshots zu groß
Nachteil beider Methoden: Die Dateigröße der Bilder ist sehr hoch und meist müssen die Screenshots noch nachbearbeitet werden, weil das Format nicht günstig ist oder man nur einen kleinen Ausschnitt benötigt. Um ein Bild zu speichern, ist der Einsatz einer geeigneten Software wie z.B. Microsoft Paint oder IrfanView unerlässlich.
Kostenpflichtige Programme nur auf Englisch
Aus diesem Grund gibt es Programme, die diese Nachteile beheben und darüber hinaus viele zusätzliche Funktionen und Vorteile bieten. Dem PC-Nutzer bleibt wie immer die Qual der Wahl. Beispielsweise ist das Programm
Snagit für ca. 40 Euro erhältlich. Es bietet eine große Menge an Möglichkeiten, ob diese allerdings für den Privatanwender sinnvoll sind, kann bezweifelt werden. Deutlich einfacher ist
Screenshot-Utility für rund 20 Euro. Es ist leichter bedienbar und der Hersteller verspricht, dass jeder das Tool ohne nennenswerte Einarbeitungszeit von Anfang an sinnvoll einsetzen kann. Beide Programme stehen in einer Demoversion zur Verfügung und können vor dem Kauf kostenlos getestet werden. Leider sind sowohl die Internetauftritte als auch die Programme selbst nur in Englisch verfügbar. Ebenso die dazu gehörige Dokumentation und Programmhilfe.
Schlanke Freeware-Variante
Das Freeware-Programm
PrintScreen von Gadwin kommt in deutscher Sprache daher und kann kostenlos von der Englischsprachigen Internetseite des Herstellers geladen und installiert werden. Es bietet eine Menge sinnvoller Funktionen und ist einfach zu bedienen, da es schlank gehalten ist und der Nutzer sich nicht in einer Unzahl von Funktionen und kryptischen Bezeichnungen zurecht finden muss. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, einen aufgenommenen Screenshot auf einen bestimmten Bildschirmbereich zu beschränken, der mit der Maus markiert wird. Nach der Aufnahme kann die Datei einfach gespeichert, direkt gedruckt, gefaxt oder gleich per E-Mail versendet werden. Das Programm startet die jeweils benötigten Programme hierfür selbsttätig.
Gleich weiter bearbeiten
Screen Grab Pro von Traction Software ist ebenfalls kostenlos und beherrscht sogar noch ein paar wirklich sinnvolle Funktionen mehr. Beispielsweise kann ein Screenshot gleich zur Verarbeitung an ein Bildbearbeitungsprogramm weitergegeben werden. Und die Bilder können auch direkt als PDF gespeichert werden. Nachteil: Screen Grab Pro steht ebenfalls nur in englischer Sprache zur Verfügung.
Foto vom Video
Tipp: Wollen Sie einen Screenshot aus einem Video anfertigen, das im Windows-Media-Player läuft, werden Sie möglicherweise feststellen, dass dies nicht funktioniert. Im Normalfall wird man lediglich eine schwarze Seite aufnehmen, egal ob man eine spezielle Screenshot-Software nutzt oder nicht. Abhilfe ist einfach: Wählen Sie im Media-Player das Menü „Extras“ aus und klicken Sie dann auf „Leistung“. Verschieben Sie den Regler bei "Videobeschleunigung" auf "Keine". Anschließend können Screenshots wie gewohnt aufgezeichnet werden. Wichtig: Nicht vergessen, anschließend den Regler wieder auf den Maximalwert zu verschieben, sonst können Probleme mit Videos auftreten.