Dank Linux und anderer Programme aus dem Open-Source-Umfeld, kann man einen vollwertigen und umfassend ausgestatteten PC betreiben, ohne auch nur einen Euro für Software ausgeben zu müssen. Wer neugierig genug ist, ein Linux-System ohne Risiko auf dem eigenen PC zu installieren, um es mal gründlich zu testen, der sollte den Weg über eine so genannte Virtual Machine wählen.
Der Gedanke dahinter ist der folgende: Eine Virtual Machine ist ein spezielles Programm, mit dem ein separates Betriebssystem auf dem vorhandenen PC betrieben werden kann. Dieses Betriebssystem läuft dann in einem eigenen Programmfenster, "über" der eigentlichen Windows-Oberfläche. Alles verhält sich dann so, als ob man einen PC mit einem anderen Betriebssystem vor sich hat - ein virtueller Rechner eben, oder auf Englisch eine Virtual Machine
Noch vor wenigen Jahren standen die Linux-Betriebssysteme in dem Ruf, nur für echte Spezialisten geeignet zu sein, da sie schwer bedienbar und noch schwerer zu installieren waren. Mittlerweile hat sich dieses Bild stark gewandelt. Spätestens mit der Veröffentlichung von Ubuntu, einer etwas vereinfachten, aber sehr gelungenen Linux-Variante, hat das alternative Betriebssystem seine „Schrecken“ weitgehend verloren und kann auch von weniger erfahrenen Nutzern problemlos verwendet werden.
Doch wie geht man vor, wenn man Linux ausprobieren möchte, ohne gleich das vorhandene Windows-System komplett zu überspielen und damit zu löschen? Man benötigt drei Dinge:
Bevor es losgeht, sollte man sich alle Installationsdateien, die benötigt werden, aus dem Internet herunterladen.
VM-Ware Player herunterladen und installieren
Zunächst benötigt man die Basissoftware, mit der ein virtueller PC betrieben werden kann. Die gibt es von VMware. Das benötigte Produkt ist der VMware-Player, der von
dieser Seite heruntergeladen werden kann. Es wird vorausgesetzt, sich kostenlos und mit einer gültigen E-Mailadresse zu registrieren, da der Download sonst nicht gestartet werden kann. Leider steht der Player nicht in deutscher Sprache zur Verfügung. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn im Grunde benötigt man dieses Programm nur zur Installation.
Einen PC-Neustart nach der Installation des Player, wird sehr empfohlen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der weitere Vorgang der Linux-Installation dann stabiler abläuft.
Ubuntu-Linux herunterladen und installieren
Ubuntu ist eine besonders einfach gestaltete und sehr gelungene Variante eines Linux-Systems, die sehr gut für Privatpesonen geeignet ist, da sie auch von weniger computeraffinen Nutzern einfach nutzbar ist und dennoch alle Vorzüge des vollwertigen Linux bietet. Nach der Installation steht in Ubuntu schon eine Vielzahl von Programmen zur Verfügung. Darunter findet sich beispielsweise das Officepaket OpenOffice.org, aber auch Bildbearbeitungsprogramme, E-Mailsoftware und noch vieles mehr.