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Audio-Aufnahmen

Ganz leicht mit dem PC anfertigen

12.01.2009
Von Alexander Sedlak
Schallplatten, Musikkassetten oder Tonbänder nutzen sich im Laufe der Zeit ab. Nicht jeder möchte aber eine komplette Musiksammlung nochmals in CD-Form oder gleich in elektronischer Form neu anschaffen. Egal aus welcher Tonquelle die Musik stammt, mit recht geringem Aufwand lassen sich Tonquellen auf dem PC speichern und anschließend als Klangdatei oder als Audio-CD sichern.
Audioaufnahmen PC Computer Geldsparen.de

Zunächst benötigt man natürlich das ursprüngliche Abspielgerät. Obwohl die Geräte nur noch in geringen Stückzahlen verkauft werden, gibt es noch immer Schallplattenspieler und Kassetten-Abspielgeräte zu vernünftigen Preisen im Fachhandel zu kaufen.

Schallplatte

Wer noch einen Plattenspieler hat, sollte, vor allem wenn dieser längere Zeit nicht genutzt wurde, prüfen, ob der Tonabnehmer noch in Ordnung ist und ob nicht mittlerweile vielleicht ein neuer Verstärker angeschafft wurde, der keinen echten Phono-Eingang mehr hat. Die wenigsten Verstärker, die heute angeboten werden, verfügen darüber noch. Sollte dies der Fall sein, kann es nötig sein, einen zusätzlichen Vorverstärker anzuschaffen.

Solche Geräte, die zwischen Plattenspielerausgang und Verstärkereingang geschaltet werden, sind für 50-100 Euro erhältlich. Bevor man aber diese Kosten auf sich nimmt, sollte man irgendwie versuchen, den alten Plattenspieler zu testen, beispielsweise bei einem Bekannten, der noch über einen kompatiblen Verstärker verfügt.

Gewöhnlich kann man auch beim Hifi-Händler den eigenen Plattenspieler mal ausprobieren. Ist nämlich der Tonabnehmer verschlissen, können zusätzliche Kosten im dreistelligen Bereich fällig werden. Wenn das der Fall ist, kann auch über einen neuen Plattenspieler nachgedacht werden, vielleicht mit integriertem USB-Anschluss, wie sie von einigen Herstellern angeboten werden. Das wäre dann die komfortabelste Variante, die Töne von der schwarzen Scheibe auf den PC zu transferieren.

Musikkassette

Wer Kassetten auf PC speichern will, benötigt einen geeigneten Kassettenspieler. Die sind oftmals noch heute in kompakten und tragbaren Kombinationsgeräten, gemeinsam mit CD-Spieler und Radio vorhanden. Wenn ein solches Gerät über einen Ausgangsanschluss verfügt, ist es wahrscheinlich für den beschriebenen Zweck geeignet. Natürlich kann auch das hochwertige Tape-Deck der Hifi-Anlage für das Aufzeichnen von MC verwendet werden.

Tonband

Spulen-Tonbandgeräte sind heute wirklich rar geworden, galten aber früher als die Tonträger, mit der besten Klangqualität. Wer Musik auf Tonband hat, sollte versuchen, von irgendwoher ein Abspielgerät leihweise zu bekommen, das an die Hifi-Anlage angeschlossen werden kann. Sollte das nicht gelingen, kann der Kauf eines gebrauchten Gerätes erwogen werden, ab 50 bis 100 Euro sollte ein Qualitätsgerät zu haben sein, beispielsweise von Philips, Akai oder am besten von Revox.

Weiteres Zubehör, das nötig ist

Für die Übertragung der Tonsignale von der Hifi-Anlage auf den PC ist ein geeignetes Kabel erforderlich. Am meisten verbreitet sind Cinch-Buchsen auf der Seite der Hifi-Anlage, die Soundkarte am PC ist gewöhnlich mit 3,5mm Klinkensteckerbuchsen ausgestattet. Wer keinen gesonderten Eingangsstecker am PC findet, kann es auch mit der Mikrofon-Eingangsbuchse versuchen, die möglicherweise auch als Line-In-Eingang verwendet werden kann.

Wichtig ist, dass die Intensität des Signals, das über diese Buchse empfangen wird, nicht automatisch angepasst wird. Sonst kann keine vernünftige Aufzeichnung erfolgen. Wer nicht sicher ist, wie der PC ausgestattet ist, sollte es einfach ausprobieren; besonders bei leisen Musikpassagen kann man hinterher schnell hören, ob die Musik ganz abgeregelt wird und erst bei einem bestimmten Schwellenwert wieder aufgezeichnet wird.

Dieses Problem trägt den Namen „Automatic Gain Control (AGC)“, also die automatische Lautstärkeanpassung; sie lässt sich bei manchen PCs über die Systemsteuerung der Soundkarte (im Bereich „Erweitert“) abschalten, oftmals aber auch nicht. Sollte dies der Fall sein, empfiehlt sich die Verwendung einer guten und frequenztreuen externen Soundkarte, die über den USB-Anschluss an den PC angeschlossen wird. Beim Kauf darauf achten, dass für jeden Kanal eine separate Buchse vorhanden ist, und natürlich darauf, dass das Anschlusskabel auch mit den richtigen Steckern ausgestattet ist.

Erforderliche Software

Zu guter letzt ist ein Programm für die Tonbearbeitung und -aufzeichnung erforderlich. Das beste Programm, das kostenlos erhältlich ist, heißt Audacity und bietet eine Vielzahl professioneller Funktionen. Mit Audacity werden digitale Aufnahmen erstellt, und das in verlustfreier Qualität. Aus unerfindlichen Gründen ist die deutsche Audacity-Webseite gemischt in deutscher und englischer Sprache gehalten. Das Programm kann unter Windows, Mac und Linux verwendet werden und steht vollständig in deutscher Sprache zur Verfügung. Die aktuelle Version für Windows trägt die Bezeichnung 1.2.6, diese funktioniert stabil und wird deshalb auch empfohlen. Bevor man sich ans Werk macht, und mit der beschriebenen Ausstattung und Audacity Aufnahmen erstellt, sei die Lektüre des Nutzerhandbuchs in deutscher Sprache dringend empfohlen, ebenso wie die eigentliche Hilfefunktion und das Audacity-Forum des Programms, die gute Unterstützung bieten und wirksam helfen können, keine misslungenen Aufnahmen zu fabrizieren. Tatsächlich bietet das Programm so viele Möglichkeiten, dass auch schnell mal was schiefgehen kann. Zum Schluss steht dann die Umwandlung der Aufnahme in ein Datenformat, das direkt auf CD gebrannt wird oder in das MP3 Format.

Übrigens: Hinsichtlich der Quellen, von denen aufgezeichnet wird, gibt es keine Einschränkungen. Mithin kann auch aus dem Radio oder von CD aufgezeichnet werden. Und wer über ein Mikrofon verfügt, das an den PC angeschlossen werden kann, der kann auch die eigene Musik digital aufzeichnen und anschließend mit Audacity optimieren.

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