Flexibilität ist das Stichwort dieser Tage, wenn es um den Arbeitsplatz geht. Das bedeutet für viele, oft den Wohnort zu wechseln. Ein Umzug ist aber nicht nur ein aufwändiges, sondern auch teures Unterfangen.
Flexibilität ist das Stichwort dieser Tage, wenn es um den Arbeitsplatz geht. Das bedeutet für viele, oft den Wohnort zu wechseln. Jedes Jahr ziehen zwischen zwei und drei Millionen Haushalte um, schätzt der Deutsche Mieterbund. Jeder, der schon einmal mit einem größeren Hausstand umgezogen ist, weiß, dass dabei allerhand schief gehen kann.
Nicht nur die berühmte "teure Porzellanvase", die in Bruchstücken in der neuen Wohnung ankommt, oder billige Möbel, die sich nicht mehr zusammenschrauben lassen, verursachen viel Ärger. Auch viele Mietprozesse haben ihren Ursprung im Wohnungswechsel. Wer hat nicht schon einmal den Spruch gehört: "Dreimal umziehen ist wie einmal abgebrannt"?Geld kostet ein Umzug auf jeden Fall. Oft lassen sich Ärger und unnötige Kosten durch frühzeitige Planung vermeiden. Ob mit Hilfe von Freunden und einem Leih-Lkw oder mit einer professionellen Speditionsfirma, Sparmöglichkeiten gibt es in Hülle und Fülle.
Die richtige Vorbereitung
Beim ersten Umzug reichen meist noch ein paar Bananenkisten aus dem Supermarkt und der Kombi eines Freundes. Beim zweiten Mal benötigen Sie dann die tatkräftige Mithilfe von Freunden - und ein gemieteter Kleintransporter muss auch schon her.
Steht man im Berufsleben und hat eine Familie, lässt sich der Wohnungswechsel kaum noch in Eigenregie an einem Wochenende bewältigen. Deshalb sollten Sie für den Umzug genügend Urlaub nehmen, den man einige Wochen vor dem Umzugstermin beim Arbeitgeber beantragt. Eine Woche ist in den meisten Fällen nicht zu gering veranschlagt.
In manchen Betrieben stehen dem Arbeitnehmer ein bis zwei Tage Sonderurlaub für den Umzug zu. Sie sollten sich darüber beim Betriebsrat erkundigen und gegebenenfalls den Sonderurlaub rechtzeitig beantragen. Angestellte des öffentlichen Dienstes erhalten einen Tag Sonderurlaub, wenn der Umzug dienstlich bedingt ist.
Vor dem Umzug sollten Sie Keller, Speicher und sonstige "Rumpelkammern" ausmisten. Alles Unnötige muss nicht mit in den Möbelwagen. Das gilt auch für alle Möbelstücke, die nicht mehr in die neue Wohnung sollen. Dabei ist auf den nächsten Termin für den Sperrmüll zu achten. In vielen Städten und Gemeinden müssen die Bürger die Abholung extra beantragen.Warum nicht einfach ein bisschen Geld verdienen? Gut erhaltene Stücke lassen sich mit einer Kleinanzeige in Ihrer Tageszeitung verkaufen. Oder man spendet diese Dinge karitativen Verbänden.
Was alles zu erledigen ist:
- Adress-Änderung mitteilen: Versicherungen, Kindergeldstelle, Finanzamt,
- Zeitungsabonnements, Radio und Fernsehen ummelden,
- neues Bankkonto eröffnen, eine günstige Bank finden Sie mit unserem Girokontenrechner,
- Versorgungsbetrieben (Strom, Wasser und Gas) den Termin mitteilen.
Kurz vor dem Umzug:
- Genehmigung zum Reservieren von Parkplätzen am neuen und alten Wohnort besorgen,
- beim Einwohnermeldeamt abmelden,
- Post-Nachsendeantrag stellen,
- "Notfallkoffer" packen, mit wichtigen Dingen die schnell benötigt werden.
Nach dem Umzug:
- Innerhalb einer Woche beim Einwohnermeldeamt anmelden,
- Auto ummelden,
- einen neuen preiswerten Stromabieter suchen; am besten mit unserer Stromtarif-Übersicht.