Renovierung
Neues Bad für die Hälfte
10.08.2010
Von Florian Junker
Ob Sie nur die vorhandene Nasszelle teilweise modernisieren oder eine komplett neu gestaltete Wellnessoase planen: Bäder gehören scheinbar zu den Luxuszimmern im Haus. Was viele nicht wissen: Es geht auch deutlich günstiger! Wie Sie mit wenig Aufwand 50 bis 70 Prozent der Kosten sparen, ohne auf schicke Designs oder klasse Komfort zu verzichten.
Von der freistehenden XXL-Wanne bis zu den Edelarmaturen: Beim Thema Bad fällt fast jedem etwas ein, das er sich gerne leisten würde – wenn einmal der große Geldsegen kommt. Aber wie viel muss man wirklich für ein neues Bad einplanen? Profis antworten auf die Frage, wie viel ein Durchschnittsbadezimmer kostet, oft mit der Faustregel „So viel wie ein Auto“ – also die kleinste Klasse rund 10.000, gehobener Standard 15.000-25.000 und Topliga 25.000 Euro nach oben offen. Doch es geht deutlich günstiger! Hier die besten Tipps, um bei der Badrenovierung Geld zu sparen:
Schritt 1: Zum Gucken ins Studio
Große Sanitärfachgeschäfte locken mit Sanitärobjekten zum Anfassen und im besten Fall einer fachkundigen Beratung. Hier ist deswegen der beste Ort, um sich über das aktuelle Angebot und die schönsten Ideen (z.B. für kleine Bäder, besonders luxuriöse Gestaltungsvarianten) zu informieren. Denken Sie daran, sich von Herstellern von Sanitärobjekten, Armaturen und Co. Hochglanzkataloge mitgeben zu lassen. Sie werden in den kommenden Wochen und Monaten des Öfteren darin schmökern! Oft lohnt sich auch die Frage nach lokalen Fachgeschäften für Fliesen und ähnliches.
So nett und kompetent die Beratung sein mag – von einer Sofortbadplanung sollten Sie allerdings erstmal absehen. Denn hätten Sie gedacht, dass Sie im seriösen Sanitärfachgeschäft wahrscheinlich für jedes Stück vom Spiegelschränkchen bis zur Badewanne rund doppelt so viel bezahlen, wie zum Beispiel im Internet? Und das liegt im Geschäft vor Ort nicht etwa nur an den höheren Kosten rund um Abwicklung, Lagerung und Verkauf, sondern auch an einem nicht gerade kundenfreundlichen System.
In vielen Badeinrichtungshäusern bekommen Sie z.B. noch nicht einmal Preise genannt! Statt dessen müssen Sie über einen Installateur gehen, der dann mit dem Sanitärgeschäft seine persönliche Provision und mögliche Rabatte aushandelt. Im schlimmsten Fall bekommen Sie vom Handwerker nur einen Festpreis präsentiert, wie sich dieser zusammen setzt, bleibt wohl behütetes Geheimnis unter den „Badprofis“. Schon allein für eine bessere Verhandlungsposition lohnt es sich deswegen, sich vorab im Internet schlau zu machen.