Preisbewusstes Gärtnern
Hegen, pflegen und sparen
27.04.2010
Von Helga Riedel
Pflanzen brauchen Nahrung, aber es muss nicht immer der teure Dünger aus dem Gartencenter sein, denn die beste gibt es ganz und gar umsonst: Kompost. Aber auch bei der Anlage oder Umgestaltung des Gartens sowie den Geräten lässt sich der eine oder andere Hunderter sparen.
Aus Garten- und Küchenabfällen entsteht durch die Arbeit von Milliarden Helfern – Pilzen, Mikroorganismen, kleinen Bodenlebewesen und vor allem den Regenwürmern – bester nährstoffreicher Humus. Behälter für den Kompost lassen sich leicht aus Holzlatten oder Holzpfosten und Maschendraht selbst bauen. In Baumärkten und Gartencentern werden neben einfachen Systemen auch Thermokomposter in diversen Größen angeboten, in denen der Verrottungsprozess sehr viel schneller abläuft.
Neben Nahrung brauchen Pflanzen für gesundes Wachstum ausreichend Wasser. In einem heißen, trockenen Sommer können für einen Garten mittlerer Größe einige tausend Liter Wasser durch Rasensprinkler und Gießkanne fließen. Und für jeden Liter aus der Leitung zahlt man selbstverständlich auch den Anteil für das Abwasser. Zudem ist hartes, kalkhaltiges Wasser für die meisten Pflanzen nicht besonders bekömmlich, für Moorbeetpflanzen wie Rhododendren, Azaleen und Heidekraut geradezu schädlich.
Brunnen fürs Wasser
Grund genug wertvolles Regenwasser aufzufangen. Kein Regenrohr am Haus sollte unangezapft bleiben. Dafür gibt es heute ausgefeilte Systeme, die Laub und Schmutzpartikel ausfiltern, sich – im Gegensatz zur früheren Klappe – automatisch öffnen und auch schließen, wenn das Regenfass voll ist.
Ebenfalls möglich ist der Bau eines Brunnens. Fließt das Grundwasser nur wenige Meter unter der Oberfläche genügt ein einfacher Rammfilterbrunnen oder man reaktiviert – so vorhanden – den alten Hausbrunnen. Mit einer elektrischen Pumpe oder – ganz ohne Energie – einer Handschwengelpumpe kann das Wasser dann nach oben befördert werden. Für tiefere Bohrungen für einen Schlagbrunnen muss man bei der Kreisverwaltungsbehörde eine Genehmigung einholen, die in der Regel – außer in Wasserschutzgebieten – schnell und unbürokratisch erteilt wird.
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