Wohnen
Topfpflanzen in Topform
25.11.2010
Von Florian Junker
Zimmerpflanzen sehen im Winter oft etwas mickrig aus. Die besten Tipps, wie Fensterbankgesellen jetzt aufatmen – und das ohne chemische Keulen oder unnötig viel Kapitaleinsatz.
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Die häufigsten Pflanzen-Plagen schleichen sich in der kalten Jahreszeit unbemerkt ins Haus oder in die Wohnung. In der Heizperiode wird die Zimmerluft trocken, bei Stoßlüftungen weht dafür ein eisiger Wind, in Urlaubszeiten wird nicht, nach der Rückkehr oft zu kräftig gegossen und durch die Fenster kommt weniger UV-Licht als im restlichen Jahr.
Hinzu kommt, dass der Topf oft nach der Wuchsphase in Sommer und Herbst ein wenig knapp wird und in der ausgelaugten Erde die Nährstoffe fehlen. Kein Wunder also, wenn Ihre grünen Mitbewohner jetzt manchmal etwas blass um Blatt und Blüte wirken – aber bitte keine Sorge! Das ist normal und oft sogar mit wenigen Handgriffen und wenigen Euro zu beheben.
Bedrängte befreien
Der Topf ist nicht nur eine hübsche Hülle, er gibt der Pflanze auch Stabilität und Raum zum Wachsen. In der Winterzeit treiben die meisten grünen Mitbewohner zwar nicht, aber schon bald nach dem Jahreswechsel stellen sich viele Pflänzchen bereits auf den Frühling ein. Ist der Platz dann zu eng, wird die Pflanze beim Wachsen behindert, die wenige, übrig gebliebene Erde liefert nicht genug Nährstoffe und die Topfpflanze macht schlapp. Überprüfen Sie deswegen am besten schon jetzt, ob der Wurzelballen der Pflanze schon bis ganz an die Topfränder reicht.
Dafür mit dem Finger oder einem Messer sanft am Rand hineinstechen und Erde und Wurzeln etwas vom Topfrand wegdrücken. Entdecken Sie hier ein dichtes Wurzelnetz, sollte die Pflanze umgetopft werden. Dafür ein Gefäß wählen, das lieber gleich zwei Nummern größer ist, als das alte. Haben Sie noch einen alten Topf in der passenden Größe im Fundus, vor dem Verwenden gut auswaschen. Bei Plastik ist Spüliwasser ideal, Algen oder Kalkrückstände an Tontöpfen lassen sich mit einem Bad in Essigwasser lösen. Gut mit klarem Wasser nachspülen, den Topf trocknen lassen. Danach das Gefäß etwa zwei Drittel mit Erde füllen. Ideal ist eine Zimmerpflanzenerde, sie enthält alle wichtigen Nährstoffe und macht Düngen erst einmal überflüssig. Mit der Hand etwas Pflanzenerde an die Topfränder schieben, so dass in der Mitte eine Mulde entsteht.
Die Pflanze einsetzen und testen, ob sie in der richtigen Höhe sitzt. Für den Kontrollblick: Das obere Ende des Wurzelballens sollte gut zwei Finger breit unter dem Topfrand sein. Die Höhe passt? Dann die Pflanze drei Sekunden in einen Eimer mit lauwarmen Wasser tauchen und nass in den neuen, mit Erde gefüllten Topf setzen. Die Lücken auffüllen, leicht andrücken und den Wurzelballen ein bis zwei Zentimeter mit Erde bedecken.
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