
Genauigkeit spart Ärger
Die Onlinebörsen funktionieren ganz einfach: Die Auftraggeber brauchen zum Beispiel bei blauarbeit.de nur den Auftrag zu beschreiben und sich mit einer E-Mail-Adresse zu registrieren. Dann startet die Auktion und interessierte Handwerker geben dafür Angebote ab. Ganz wichtig ist hierbei: Je detaillierter die Beschreibung, was zu tun ist, desto zuverlässiger die Angebote. Denn genaue Absprachen was, wann, wie zu machen ist, ersparen unnötigen Ärger im Nachhinein. Deshalb können die Auftraggeber auch Grundrisse oder Fotos hochladen. So kann sich der Handwerker vorab ein möglichst genaues Bild des Auftrages machen und einen Festpreis anbieten. Dabei sollten die Angebote aber genau verglichen werden. Kunden müssen nicht auf jeden Fall den günstigsten Handwerker nehmen. Eher gilt: Der Preis ist nicht alles. Denn Prüf- und Kundenbewertungssysteme der Börsen geben wertvolle Hinweise, wann es sich um einen Profi oder einen Laien handelt.
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Bei Branchenprimus my-hammer.de etwa tummeln sich rund 200.000 Dienstleister, die im besten Fall sogar Meisterbriefe oder andere Qualifikationen vorlegen können. Auch bei blauarbeit.de und undertool.de überprüfen die Anbieter teilweise ihre Handwerker und lassen sich etwa Gewerbeschein und Personalausweis vorlegen. Das gibt einen gewissen Schutz vor unseriösen Pfuschern. Wer neben ordentlichen Papieren auch Wert auf gute Leistung legt, kann auf die Bewertungen vorheriger Auftraggeber hören. Alle Börsen bieten Bewertungssysteme an und gerade enttäuschte Kunden halten mit ihrer Meinung wohl kaum hinter dem Berg. Ein Handwerker der bisher einen besonders guten Ruf hat, wird sich in der Regel auch bei neuen Aufträgen bemühen, eine möglichst weiße Bewertungsweste zu behalten. So könnte Frau „sandra1978“ auch einen von my-hammer.de überprüften Altgesellenmaler nehmen, der bereits 152 Aufträge ausgeführt hat und zu 99 Prozent positiv bewertet wurde. Allerdings verlangt Maler „horst42“ dafür auch 620 Euro. Immer noch ein gutes Geschäft für „sandra1978“, denn dieses Gebot liegt trotzdem noch fast 40 Prozent unter der ursprünglichen Preisvorstellung.
Zuschuss vom Fiskus
Und der Staat gibt auch noch etwas dazu. Denn wer seine Wohnung renovieren lässt, wird steuerlich unterstützt und das gilt nicht nur für Eigentümer, sondern auch für Mieter. Mit dem jüngst verabschiedeten Konjunkturpaket wurde auch die Absetzbarkeit von Handwerkerkosten verdoppelt. Seit 1.1.2009 können 20 Prozent der Arbeitskosten von maximal 6.000 Euro im Jahr abgesetzt werden. Das heißt über die Einkommenssteuerklärung gibt es jetzt bis zu 1.200 Euro zurück. Bisher gab es maximal 600 Euro vom Fiskus. Tipp zum Nachweis beim Finanzamt: Bei Handwerkerrechnungen Arbeits- und Materialkosten immer getrennt aufstellen lassen. Außerdem nie direkt in bar bezahlen, sondern immer auf das Konto des Malers überweisen.
| Internetadresse | Größe | Besonderheit | Kosten |
| my-hammer.de | ca. 200.000 Handwerker, Auswahl nach Bewertung und Qualifikation möglich, teilweise überprüft durch Anbieter | Auftrag wird automatisch an den billigsten Anbieter vergeben, eine andere Wahl muss aktiv getroffen werden, auch keine Vergabe möglich | Keine für den Auftraggeber, der Handwerker zahlt die Gebühren |
| blauarbeit.de | ca. 65.000 Dienstleister und Handwerker, teilweise durch Anbieter auf Qualifikation überprüft | Unverbindlich, da kein Vergabezwang | Keine für Auftraggeber, registrierte (zahlende) Handwerker sehen aber die Gebote der Konkurrenten |
| undertool.de | über. 50.000 Mitglieder, teilweise Gewerbeschein durch Anbieter überprüft | Wahl zwischen Auktion oder Kostenvoranschlag. Bei Auktion muss der Auftrag entweder nach drei Tagen an einen der Bieter vergeben oder die Auktion neu gestartet werden. Geschieht das nicht, erhält der günstigste Anbieter den Auftrag | Keine für den Auftraggeber, aber Hervorhebungen im Auftrag (z.B. Fettschrift) müssen bezahlt werden, Dienstleister zahlt Gebühr |