Der Weg ins Eigenheim ist für viele Familien ein finanzieller Kraftakt. Neben den Kommunen fördern auch die Kirchen die Bildung von Wohneigentum.
Die christlichen Kirchen haben ein Herz für Familien. Sie unterstützen die Vermögensbildung in Form von Wohneigentum auf zweierlei Weise: Sie vergeben Grundstücke im Erbbaurecht und gewähren Baudarlehen bzw. Baukostenzuschüsse. Von den 23 evangelischen Landeskirchen und den 27 Diözesen der katholischen Kirche unterstützt der größte Teil den Eigentumserwerb von Familien.
Wenig bekannt ist zum Beispiel, dass es eine Art Eigenheimzulage von kirchlichen Siedlungswerken gibt. Die Förderung entstand zur Zeit der Wohnungsnot in Deutschland nach 1945. Die Siedlungswerke von sechs katholischen Diözesen (Köln, Paderborn, Münster, Essen, Hildesheim und Dresden-Meißen) vergeben aktuell Darlehen oder Zuschüsse an bauwillige Familien. So zahlt die Erzdiözese Münster bis zu 6.000 Euro an Familien, die Erzdiözese Paderborn vergibt zinslose Darlehen bis zu 17.500 Euro.
Vergabe von Erbaurechten
Direkte Darlehen und Zuschüsse sind allerdings weniger verbreitet als die Vergabe von Erbbaurechten. Viele Kirchengemeinden und Stiftungen verfügen über Grundbesitz, der nicht verkauft werden darf. Hier bietet das Erbbaurecht eine Möglichkeit, die Grundstücke kostengünstig Bauwilligen zur Verfügung zu stellen. Beim Erbbaurecht kaufen Investoren nicht das Grundstück, sondern pachten es für eine lange Zeit, meist 99 Jahre. Die jährlichen Erbbauzinsen sind in der Regel deutlich niedriger als die Hypothekenzinsen für langlaufende Baudarlehen. Unterm Strich fahren Bauwillige meist über Jahrzehnte günstiger als Grundstückskäufer.
Tipp: Sämtliche Förderangebote der Kirchen mit allen Konditionen finden Interessenten im Internet unter
www.aktion-pro-eigenheim.de. Dort gibt es auch einen Überblick über die Baugeld-Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen.