Statt sich mit Geschenken zu beglücken, die eigentlich keiner wirklich braucht, gehen immer mehr Paare dazu über, sich gemeinsam einen lang gehegten Traum zu erfüllen: die Fernreise, ein Wellness-Wochenende oder das exklusive italienische Sofa. Designermöbel sind teuer - doch es gibt Mittel und Wege die edlen Stücke günstiger zu bekommen.
Wer möchte, dass das ausgewählte Möbelstück rechtzeitig zum geplanten Termin eintrifft, muss langfristig planen. Sechs bis acht Wochen Wartezeit ist beim Kauf hochwertiger Möbel das Minimum. Anders sieht es dagegen bei Outlet-Möbelhändlern aus. Hier kann man je nach Geschäft teils zwischen Hunderten sofort lieferbaren Modellen wählen.
Zwar sind in Deutschland ansässige Hersteller mit Fabrikverkauf wie etwa Rolf Benz eine rare Spezies und Sonderverkäufe in diesem Sektor ein eher seltenes Ereignis. Exklusive Möbel werden fast ausschließlich in Wohnstudios und Einrichtungshäusern angeboten. Dafür haben sich Hersteller und Händler zum gegenseitigen Nutzen miteinander verbündet. Der eine garantiert die Exklusivrechte in einem gewissen Umkreis, der andere den Preis. Die Konsumenten haben das Nachsehen. Doch seit einigen Jahren kommt Bewegung in den Markt.
Designermöbel zu Schleuderpreisen
Die Preisbrecher-Pioniere auf dem exklusiven Designer-Möbelmarkt waren zwei Unternehmen, die sich auf den Verkauf von Ausstellungsstücken, Messemodellen, Prototypen, Kleinserien und Möbeln mit kleinen Macken – wer ist schon perfekt? - spezialisiert haben:
„mam-limited“ mit inzwischen 15 Filialen und der Edel-Discounter
„Who`s perfect?“ mit sechs Läden in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Beide haben mit ihrem Konzept offensichtlich ins Schwarze getroffen. Während der traditionelle Handel über Absatzeinbrüche klagt und kleinere Einrichtungshäuser mehr und mehr den Möbel-Giganten weichen, haben die beiden Außenseiter ungeheuren Erfolg – und damit auch eine wachsende Marktmacht. Die beschert Who´s perfect? mittlerweile auch fabrikneue Ware bekannter Nobelmarken wie etwa des italienischen Leuchten-Herstellers Artemide.
Nachahmer des Erfolgskonzepts tauchen inzwischen überall auf und verschwinden teilweise genauso schnell wieder. Da gilt es die Augen offen zu halten und Gelegenheiten beim Schopf zu packen. Die Münchner
Markenhaus AG beispielsweise, die outlet-Möbel von Edelmarken wie Rolf Benz, de Sede, Marktex, brühl oder ligne roset anbietet, hat gerade vier von fünf Filialen wieder geschlossen.