Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind Winterreifen Pflicht. Wer bei Schnee und Eis mit Sommerreifen erwischt wird, muss mit Bußgeld rechnen. Doch nicht jeder Winterreifen hält, was er verspricht. Dabei müssen gute Winterreifen nicht teuer sein – und ein Preisvergleich spart zusätzlich Geld.
Die Stiftung Warentest und der ADAC haben bei ihrem Test fünf Pneus aussortiert, weil sie den Anforderungen nicht genügten. Insgesamt 34 Winterreifen nahmen die Tester unter die Lupe – vom Billig- bis zum Premium-Reifen. Fazit: Es muss nicht immer der teuerste Reifen sein, aber die Billigprodukte sind manchmal auch keine gute Wahl. So fielen fünf Reifenmodelle, darunter vier Billigreifen, durch den Test und bekamen das Urteil „mangelhaft“, weil sie einen bei Regen deutlich zu langen Bremsweg hatten. Und mancher Reifen hielt das Auto noch nicht einmal bei trockenem Wetter sicher in der Spur. Preis für die „Mangelhaften“: 38 bis 65 Euro pro Reifen.
Gute und sichere Reifen sind nicht teurer
Wer bei der Auswahl auf den Preis achtet und nicht nur beim Händler vor Ort nachfragt, vergleicht die Angebote auch im Internet. Ein Beispiel: Den „Conti WinterContact TS 800“, Testsieger in der Größe 185/60 R14 T (passend für Kleinwagen wie VW Polo oder Renault Clio), bekamen die Tester beim günstigsten Händler für 54 Euro, während sie beim teuersten 85 Euro zahlen mussten. Preisunterschied: 31 Euro pro Reifen – das macht bei einem Satz (vier Stück) schon mehr als 120 Euro aus. Und: Je breiter (und damit teurer) die Reifen, desto größer die Unterschiede. Deshalb lohnt sich ein Preisvergleich – am besten bei mehreren Händlern vor Ort nachfragen und zusätzlich das Internet nutzen. Dort bieten Händler wie
Reifen-Direkt oder
Reifen.com eine breite Auswahl und häufig noch günstigere Preise.
Wichtig: Die Preise gelten in der Regel nur für einen Reifen pur, das heißt ohne Felge und ohne Montage. Wer wissen möchte, wie teuer der Reifenwechsel am Ende tatsächlich wird, fragt nach Komplettangeboten mit Montage, Auswuchten, Ventil und Entsorgung der Altreifen. Auch hier besteht erhebliches Sparpotenzial.
Reifen nicht zu spät gegen neue austauschen
Zwar ist eine Mindest-Profiltiefe von nur 1,6 Millimeter vorgeschrieben. So lange sollte der Autofahrer allerdings nicht bis zum Kauf neuer Reifen warten, denn mit abnehmender Profiltiefe lässt die Leistungsfähigkeit von Reifen nach. Empfehlung des ADAC: Winterreifen mit weniger als drei Millimeter Profiltiefe (schmale Reifen wie z. B. 175 Millimeter Breite) bzw. vier Millimeter (breite Reifen ab 205 Millimeter Breite) sollten nicht mehr oder nur mit äußerster Vorsicht auf Schnee, Eis und Matsch gefahren werden.