Erneuerbare Energien liegen im Trend, denn Erdöl ist endlich. Mobil sein kann man auch mit Sprit aus nachwachsenden Rohstoffen. Wie gut man mit Pflanzen-Sprit fährt und was man sparen kann.
Biodiesel entsteht durch eine gezielte chemische Reaktion von
pflanzlichen Ölen, meist Raps, mit Methanol. In den 90er Jahren erlebte dieser Kraftstoff einen wahren Boom. Denn Biodiesel ist weitgehend CO2-neutral und kostete in der Vergangenheit – dank steuerlicher Begünstigung - weniger als herkömmlicher Diesel. Biodiesel kann grundsätzlich mit einem normalen Dieselmotor gefahren werden. Allerdings sollte unbedingt eine Freigabe des Herstellers vorliegen, denn Biodiesel kann Motor und Leitungen schädigen. Ohne Herstellerfreigabe gehen Ansprüche aus Gewährleistung und Garantie flöten. Außerdem kann es zu Schäden kommen.
Eine Liste von Fahrzeug-Marken, bei denen eine Hersteller-Freigabe vorliegt, gibt es beim ADAC.
Seit die Steuersätze für Biodiesel kontinuierlich ansteigen, ist der Preisvorteil gegenüber normalem Diesel quasi dahin. „Biodiesel kostet inzwischen fast genauso viel wie normaler Diesel, streckenweise ist er sogar teuerer,“ weiß Arnulf Thiemel, Autoexperte vom ADAC. Von ehemals 1.900 Tankstellen für Biodiesel in Deutschland ist das Netz auf inzwischen nur noch etwa 100 bis 200 geschrumpft.
Auch die neue Beimischungsverordnung trägt zur Verknappung des Kraftstoffes bei. Seit Anfang des Jahres muss herkömmlichem Diesel nun sieben Prozent statt bisher fünf Prozent Biodiesel beigemischt werden.