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Pannenhilfe

Beim ADAC auch für Nicht-Mitglieder

03.06.2008
Von Sandra Petrowitz
Reifen geplatzt, Sicherung durchgebrannt, Kühlflüssigkeit alle: Wer mit seinem Auto eine Panne hat, ist gut dran, wenn er Mitglied in einem Automobilclub wie dem ADAC oder ACE ist – oder anderweitig für den Pannenfall versichert ist, etwa mit einem Schutzbrief. Was viele aber nicht wissen: Man muss nicht unbedingt Mitglied der Autoclubs sein, um im Pannenfall Hilfe zu bekommen. Auch Nichtmitglieder erhalten unter bestimmten Voraussetzungen Unterstützung.
Pannenhilfe ADAC Automobilclub ACE Geldsparen.de
Beispiel ADAC: Die rund 1.600 Pannenhelfer, die der Club selbst beschäftigt, kann jeder rufen, unabhängig von einer Mitgliedschaft. Wenn sie mit Bordmitteln Kleinigkeiten in Ordnung bringen können, tun sie das auch bei Nichtmitgliedern. Beispiel: ein geplatzter Reifen. Wenn der Autofahrer nicht in der Lage ist, das Rad zu wechseln, macht das der "Gelbe Engel" – kostenlos. Ist eine Sicherung durchgebrannt, ersetzt der Pannenhelfer das Bauteil – die Kosten für die Sicherung muss der Autofahrer allerdings selbst tragen.

Hat das Fahrzeug einen Motorschaden und muss abgeschleppt werden, sieht die Sache anders aus. Wo ADAC-Mitglieder kostenlos an den Haken genommen werden, kann der "Gelbe Engel" für das Nichtmitglied zwar einen Abschleppdienst organisieren. Bezahlen muss den dann allerdings der Autofahrer, denn der Vertrag kommt zwischen ihm und dem Abschleppunternehmen zustande.

Ähnliches gilt, wenn statt des ADAC ein so genannter Straßenhilfsdienst anrückt. Das kann zum Beispiel nachts der Fall sein, wenn die "Gelben Engel" nicht im Dienst sind. Die Straßenhilfsdienste arbeiten im Auftrag des ADAC (das steht meist auch auf den Fahrzeugen drauf) – wer kein ADAC-Mitglied ist, muss mit den Unternehmen selbst einen Vertrag schließen und dann auch dafür bezahlen, dass er Hilfe bekommt oder abgeschleppt wird.

Ebenfalls gut zu wissen

Mitglieder werden von den ADAC-Helfern vorrangig bedient. Wer also an einem der ersten kalten Wintertage mit leerer Batterie liegen bleibt und als Nicht-Mitglied den Autoclub kontaktiert, muss damit rechnen, dass er keine große Chance auf Unterstützung hat.

Ähnlich wie beim größten deutschen Autoclub läuft die Pannenhilfe auch beim ACE: Dessen Pannenhelfer springen ebenfalls ein, wenn Nichtmitglieder in Schwierigkeiten geraten sind. So kann beispielsweise jeder Autofahrer an Hilfe über den ACE-Notruf anfordern. Dann gewähren die Pannenhelfer kostenlos Unterstützung – die Selbstkosten müssen allerdings getragen werden. Beispiel: Der ACE-Pannenhelfer organisiert fürs Nichtmitglied das Abschleppen, die Kosten dafür trägt jedoch der Autofahrer.

 
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Leserkommentare

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03.08.2010 13:59 Uhr
Redaktion: Einzelfall entscheidet
In vielen Fällen dürften die genannten Summen ausreichen, aber es hängt natürlich immer vom Einzelfall ab, wie teuer Abschleppen genau wird – wie weit ist die nächste Werkstatt entfernt, muss das Auto möglicherweise geborgen werden, wie weit war die Anfahrt (Pannenort Autobahn). Aber selbst wenn die genannten Summen nicht ausreichen und man aufzahlen muss: Immer noch billiger als komplett zahlen. Man kann sich natürlich einen (teuren) Schutzbrief holen. Dann aber sollte man nachrechnen, wie viele Jahre man den schon vergeblich bezahlt hätte. Dann sind einmal angenommene 100 Euro Aufzahlung fürs Abschleppen doch noch relativ günstig.
03.08.2010 12:12 Uhr
Dirk20: Kosten für Pannenhilfe?
Ich habe einen Schutzbrief über meine Autoversicherung. Die Kosten werden für Pannenhilfe mit 100 Euro und für das Abschleppen zur nächsten Werkstatt mit 150 Euro übernommen. Sind diese Summen ausreichend oder ist das ein Zuzahlgeschäft?
07.07.2010 10:58 Uhr
Stefan: ADAC, AVD und ACE
Ich bin bereits seit Jahren ein zufriedenes ADAC Mitglied und habe schon oft den Service der gelben Engel genutzt. Mittlerweile gibt es ja auch noch ein paar Alternativen.
Foto: Michael Gottschalk/ddp ID:316
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