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Navigationsgeräte

Gute Pfadfinder gibt's auch günstig

25.02.2010
Von Sandra Petrowitz
Das Navigationsgerät hat Straßenkarten den Rang abgelaufen. Dabei muss viel Technik nicht unbedingt mehrere hundert Euro kosten: Selbst günstige Navis haben oft schon alles an Bord, was zur sicheren Routenfindung beim Autofahren nötig ist.
Navigationsgerät Auto Verkehr Verbraucher geldsparen.de
Vier Millionen Navigationsgeräte fürs Auto verkauft die Industrie allein in Deutschland – jedes Jahr. Die Preise rutschen kontinuierlich: Musste man 2006 nach Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) rund 400 Euro für ein Gerät ausgeben, kostete ein Durchschnitts-Gerät Mitte 2009 nur noch 175 Euro. Einsteigermodelle gibt es momentan bereits für unter 100 Euro.

Genau diese eher einfachen Navis hat der ADAC in einem Test unter die Lupe genommen. Sein Fazit: Autofahrer, für die nur die Navigationsfunktion zählt, sind gut beraten, auf die preiswerten Geräte zu setzen, die bis zu 50 Prozent billiger sind als die Premium-Navis. Keines der getesteten Einsteigermodelle leistete sich eine gravierende Schwäche. Auch die Stiftung Warentest kam zu dem Schluss, dass man für ein "gutes" Navi gerade mal 100 Euro ausgeben muss.
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Die Zeiten ändern sich: Eine so umfangreiche Ausstattung, wie sie ein aktuelles Einsteiger-Navi für etwa 150 Euro bietet, hatten früher nur Geräte der Oberklasse. Großer Monitor, Spracheingabe, Bluetooth-Verbindung, Staumeldung via TMC – das alles findet sich in aller Regel in Navis, wie sie beispielsweise Medion anbietet. Bei Aktionen von Discountern wie Aldi oder Lidl gibt es solche Geräte immer wieder zu Sonderpreisen. Aber auch ganz regulär sind Navis inzwischen für einen Hunderter zu haben – und nicht einmal schlechte: Beim ADAC-Test schlug sich das Mio Moov 305 für knapp 100 Euro ebenso wacker wie bei der Stiftung Warentest. Einmal bekam es die Note "gut", einmal die Note "befriedigend". Zum Vergleich: Drei teurere Navigationsgeräte mussten sich beim ADAC mit einer schlechteren Note begnügen, und auch bei der Stiftung Warentest ließ das Günstig-Navi ein deutlich teureres Gerät weit hinter sich.

Allerdings darf man von den günstigen Pfadfindern auch nicht zu viel erwarten: Mitunter fehlt ihnen das moderne Stauwarn-System TMC Pro, außerdem sind oft nur Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz enthalten – alle anderen Länder muss man zukaufen. Die Günstig-Navis lohnen sich also nur, wenn man nicht außerhalb dieser Regionen Hilfe bei der Wegfindung braucht. Und: Die Updates des Kartenmaterials kosten Geld, während sie bei manch teurerem Gerät zumindest für einen begrenzten Zeitraum kostenlos erhältlich sind.
Kleines Navi-ABC
 Begriff  Beschreibung
GPS (Global Positioning System) in Navigationsgeräten zur Standortbestimmung verwendetes Satelliten-Ortungssystem
POI (Point of Interest) Sonderziele wie Tankstellen, Hotels oder Sehenswürdigkeiten, die in der Navigations-Software hinterlegt sind
Sprachsteuerung Angaben wie Zielort und Befehle müssen nicht mehr per Tastatur eingetippt werden, sondern werden ausgesprochen
Tempolimit-Warner Hinweis auf Tempolimits, die idealerweise im Kartenmaterial verankert sein sollten; optisches und akustisches Signal bei Überschreiten
TMC, TMC Pro (Traffic Message Channel) Spezielle Dienste, die Zusatzinformationen wie Staumeldungen, Baustellen oder gesperrte Streckenabschnitte auf das Navi übertragen
 
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