Der Prüfungsbogen aus Papier für die Führerschein-Theorieprüfung hat seit Anfang des Jahres ausgedient. Ab sofort gibt’s die theoretische Fahrprüfung für alle nur noch am PC. Damit steigen aber auch die Gebühren.
Seit 01.01.2010 brauchen Fahrschüler bei der Führerschein-Theorieprüfung keinen Stift zum Ankreuzen mehr. Die richtigen Antworten werden jetzt per Maus oder Touch-Pad direkt am Rechner eingegeben. Denn zum Jahreswechsel wurden die alten Prüfungsbögen aus Papier endgültig ausgemistet und auf computerunterstützte Programme umgestellt. An Art und Umfang der Fragen hat sich dadurch nichts geändert, wohl aber an der Prüfung selbst.
Einziger Wermutstropfen der Neuerung: Die amtliche Gebühr für die theoretische Prüfung steigt mit der Umstellung von ehemals 11,07 Euro auf stolze 20,83 Euro. Begründet wird die Erhöhung mit den Kosten für die Entwicklung des Prüfprogramms und den Mehrkosten für die Ausstattung der Prüfstellen mit Computern.
Verstehen statt stures auswendig lernen
Anders als auf den alten Prüfungsbögen können am PC die Fragen nach dem Zufallsprinzip zusammengestellt werden. „Das hat den Vorteil, dass stures Auswendiglernen einen jetzt nicht mehr weiterbringt,“ erklärt Holger Plank, Pressesprecher im Bayerischen Innenministerium. Dadurch werden die Fahrschüler angehalten, sich mit der Materie wirklich auseinander zu setzen. Verstehen ist gefragt und nicht kurzfristig eingepauktes Wissen, das meist schnell wieder verloren geht.
Schummeln kaum mehr möglich
Auch Spicken und Abgucken beim Nachbarn gehören der Vergangenheit an. Denn jeder Fahrschüler erhält die Fragen am PC in einer anderen Reihenfolge. Mal schnell über die Schulter gucken, hilft also ab jetzt nicht mehr weiter.
Zeit sparen und keine Frage auslassen
Jede Frage am Bildschirm erscheint einzeln. So kann sich der Prüfling besser darauf konzentrieren. Die Abfolge der Fragen darf übrigens selbst bestimmt werden. Fällt die Antwort auf eine Frage gerade schwer, besteht die Möglichkeit diese erstmal zu überspringen und gleich mit der nächsten weiter zu machen. Vor der Abgabe weist das System dann darauf hin, welche Fragen noch offen sind. Das hat außerdem den Vorteil, dass keine Fragen mehr vor Aufregung vergessen werden können.