Der Prüfungsbogen aus Papier für die Führerschein-Theorieprüfung hat schon länger ausgedient. Ab 2012 sollen jetzt bundesweit auch Videos dazukommen.
Seit Anfang 2010 brauchen Fahrschüler bei der Führerschein-Theorieprüfung keinen Stift zum Ankreuzen mehr. Die richtigen Antworten werden jetzt per Maus oder Touch-Pad direkt am Rechner eingegeben. An Art und Umfang der Fragen hat sich dadurch nichts geändert, wohl aber an der Prüfung selbst und auch an den Kosten:
Die amtliche Gebühr für die theoretische Prüfung ist mit der Umstellung von ehemals 11,07 Euro auf stolze 20,83 Euro. Begründet wurde die Erhöhung mit den Kosten für die Entwicklung des Prüfprogramms und den Mehrkosten für die Ausstattung der Prüfstellen mit Computern.
Verstehen statt stures auswendig lernen
Anders als auf den alten Prüfungsbögen können am PC die Fragen nach dem Zufallsprinzip zusammengestellt werden. „Das hat den Vorteil, dass stures Auswendiglernen einen jetzt nicht mehr weiterbringt,“ erklärt Holger Plank, Pressesprecher im Bayerischen Innenministerium. Dadurch werden die Fahrschüler angehalten, sich mit der Materie wirklich auseinander zu setzen. Verstehen ist gefragt und nicht kurzfristig eingepauktes Wissen, das meist schnell wieder verloren geht. Ab 2012 sollen zusätzlich jetzt auch Videofilme bundesweit und flächendeckend Bestandteil des Wissenstest werden. Sie werden aber den praktischen Teil nicht verändern oder gar ersetzen
Schummeln kaum mehr möglich
Auch Spicken und Abgucken beim Nachbarn gehören der Vergangenheit an. Denn jeder Fahrschüler erhält die Fragen am PC in einer anderen Reihenfolge. Mal schnell über die Schulter gucken, hilft also ab jetzt nicht mehr weiter.
Zeit sparen und keine Frage auslassen
Jede Frage am Bildschirm erscheint einzeln. So kann sich der Prüfling besser darauf konzentrieren. Die Abfolge der Fragen darf übrigens selbst bestimmt werden. Fällt die Antwort auf eine Frage gerade schwer, besteht die Möglichkeit diese erstmal zu überspringen und gleich mit der nächsten weiter zu machen. Vor der Abgabe weist das System dann darauf hin, welche Fragen noch offen sind. Das hat außerdem den Vorteil, dass keine Fragen mehr vor Aufregung vergessen werden können.