Der nächste Winter kommt bestimmt. Gut, wer sein Auto rechtzeitig darauf vorbereitet hat. Jetzt im Herbst ist der richtige Zeitpunkt dafür. Worauf Sie achten müssen, damit Ihr Auto Sie auch bei Eis und Schnee nicht im Stich lässt.
Batterien, die beim morgendlichen Starten den Geist aufgeben, Türschlösser, die sich bei Minusgraden nicht öffnen lassen, eingefrorenes Wischwasser. Die Liste der Winterpannen ist lang. Kein Wunder, denn frostige Temperaturen sind für den fahrbaren Untersatz eine echte Herausforderung. Wer bei plötzlichem Frosteinbruch, keine unangenehmen Überraschungen erleben möchte, sollte deshalb rechtzeitig einen Wintercheck machen.
Winterreifen
Wenn die ersten Flocken fallen, ist es schon zu spät. Jetzt wollen nämlich buchstäblich alle zum Reifenwechsel. Die Werkstätten sind schlagartig voll und kurzfristige Termine kaum mehr zu bekommen. Mindestens 1,6 Millimeter muss laut Gesetzgeber die Profiltiefe betragen. Experten empfehlen allerdings, nicht unter vier Millimeter zu gehen. Beim Skiurlaub in Österreich gelten Winterreifen nur dann als solche, wenn sie diese vier Millimeter Profil noch haben – sonst ist an der Straßensperre Schluss mit Weiterfahren. Autofahrer, die zu lange mit dem Kauf neuer Reifen warten, zahlen für ihre Wunschpneus mehr, oder sie erhalten sie nicht oder nur mit Verspätung, weil erfahrungsgemäß gerade die bei Test erfolgreichen Reifen schnell ausverkauft sind.
Wer sich trotzdem mit unpassenden Pneus auf winterliche Straßen wagt, riskiert viel: Zwischen 40 und 80 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg, im schlimmsten Fall einen Unfall. Denn Winterreifen sind seit letztem Jahr Pflicht. Besser ist es deshalb der alten Regel zu folgen, nach der von „O“ wie Oktober bis „O“ wie Ostern Winterreifen montiert werden sollten . Bereits im September sollte man gemütlich seinen Wunschtermin für den Reifenwechsel fix machen und, wenn nötig, auch gleich die neuen Winterreifen mit dazu bestellen. Selbstverständlich gilt beim Neukauf: Preise vergleichen. Denn für ein und dasselbe Reifenmodell sind Preisunterschiede von 30 bis 40 Prozent an der Tagesordnung.
Autobatterie
Ältere Autobatterien, die schon vier und mehr Jahre „auf dem Buckel“ haben, versagen bei starkem Frost leider schnell ihren Dienst. Denn bei Minustemperaturen nimmt die Kapazität der Batterie stark ab, so dass die Leistung nicht mehr ausreicht, um den Anlasser in Schwung zu bringen. Wie gut die Batterie noch „in Schuss“ ist, kann man in der Werkstatt prüfen lassen. Wer bei leichtem Frost schon Probleme hat, sollte möglichst nicht mehr lange warten, sondern schon vor Beginn der Wintersaison die Batterie wechseln.
Wischwasser
In den Nachfüllbehälter der Scheiben- und Scheinwerferwaschanlage gehört ab Oktober nicht nur Wasser, sondern auch ausreichend Frostschutz. Bei Minusgraden kann es sonst passieren, dass das Wasser in der Anlage einfriert und im Extremfall die feinen Leitungen und Düsen zum Bersten bringt. Vor allem aber lässt sich die durch Matsch und Streusalz verdreckte Scheibe nicht sauber halten – mit gefährlichem Blindflug als Folge.
Türdichtungen
Ebenso wichtig ist es, die Türdichtungen frostsicher zu machen. Gegen das Festfrieren der Gummilippen am Blech hilft Einfetten. Der Handel hält dazu eine Reihe an Spezialpräparaten, wie Hirschtalgstifte oder Silikone, bereit. Zur Not tuts allerdings auch ein alter Libello.
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