Diesel-Partikelfilter
Zweite Chance auf Fördergeld
Jetzt ist es amtlich. Auch in diesem Jahr gibt es einen staatlichen Zuschuss für Autofahrer, die ihren Diesel mit einem Partikelfilter nachrüsten lassen. Nachdem das erste Förderprogramm Ende 2009 ausgelaufen ist – mit eher mäßigen Nachrüstzahlen –, wurde die Förderung nun bis Ende 2010 verlängert und auch ausgedehnt.

Jetzt gibt es den Bargeldzuschuss in Höhe von 330 Euro auch für leichte Nutzfahrzeuge, in erster Linie sind das Kleintransporter bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, die von vielen Handwerkern und Lieferanten eingesetzt werden. Auch Wohnmobile mit maximal 3,5 Tonnen Gewicht fallen unter die Förderung. Allerdings heißt es, sich zu beeilen: Denn der Fördertopf ist auf maximal 200.000 Fahrzeuge beschränkt. Die gute Nachricht dabei für alle Autofahrer, die in den ersten Monaten 2010 einen Partikelfilter einbauen ließen: Sie können den Förderantrag auch rückwirkend stellen. Dies gilt aber nur für Pkw und Wohnmobile, nicht für Nutzfahrzeuge.
Der Diesel-Boom der vergangenen Jahre zeigt sich auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt: Das große Angebot drückt auf die Preise. Speziell in der Kompakt- und Kleinwagenklasse leiden Diesel inzwischen unter einem höheren Wertverlust als Benziner des gleichen Modells. Allerdings heißt es, besonders aufzupassen und vor Unterschrift des Kaufvertrags zu prüfen, welche Umweltplakette das Wunschauto hat.
Eine möglichst grüne Umweltplakette für sein Auto zu erhalten wird immer wichtiger, da zum Jahresbeginn 2010 Berlin und Hannover als erste Städte ihre Umweltzonen für Autos mit roter und gelber Plakette gesperrt haben. Autos mit roter Plakette müssen ab dem Neujahrstag in Köln, Frankfurt oder Bremen draußen bleiben, Stuttgart verbannt sie ab 1. Juli 2010 aus den Umweltzonen.
Ob ein Auto die rote, gelbe oder grüne Plakette erhält, entscheidet sich anhand der Schlüsselnummer in den Fahrzeugpapieren. Für Diesel gilt dabei eine grobe Faustregel: Euro 2 ist rot, Euro 3 gelb und Euro 4 grün. Keine Regel aber ohne Ausnahme – deshalb sollte man bei einem Gebrauchtwagen prüfen, wie das Fahrzeug eingestuft ist und ob es einen Nachrüstfilter gibt, denn so ergibt sich die Chance auf eine bessere Farbe. Das geht sehr flott über die
Internetseite der Sachverständigenorganisation GTÜ. Auskunft geben aber auch Werkstätten.
Das neue Förderprogramm ist limitiert auf 200.000 Fahrzeuge
Die staatliche Förderung gibt es für die Nachrüstung von Diesel-Pkw, die vor dem 1. Januar 2007 erstmals zugelassen wurden, bei Nutzfahrzeugen muss die Erstzulassung vor dem 17. Dezember 2009 liegen. Aber Achtung: Der Fördertopf ist begrenzt und reicht für maximal 200.000 Fahrzeuge. Es gilt, wie bei der Abwrackprämie, das so genannte Windhund-Verfahren. Sprich: Wer zu spät kommt, schaut in die Röhre und geht leer aus.
Eingebaut werden kann ein Partikelfilter von jeder Werkstatt, die auch die Abgasuntersuchung vornimmt. Die Preise schwanken dabei meist zwischen rund 500 und 800 Euro. Nach der Umrüstung erhält der Autobesitzer eine amtliche Abnahmebescheinigung, anhand der auf der Zulassungsstelle die neue Partikelminderungs-Stufe (PM-Stufe) in die Fahrzeugpapiere eingetragen wird. Dadurch sinkt auch die Kraftfahrzeugsteuer, denn für Autos ohne Filter wird bis zum 31. März 2011 eine Strafsteuer von 1,20 Euro pro angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum fällig. Das sind bei einem Zweilitermotor 24 Euro im Jahr.
Finanzielle Vorteile sichern
Beantragt werden kann die Förderung ab 1. Juni 2010 beim
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das auch für die Abwrackprämie zuständig war. Für Fragen gibt es unter der Telefonnummer 030/346 465 480 eine Hotline (Festnetztarif), auf der Homepage der Behörde sind ebenfalls alle Informationen abrufbar; auch der
Förderantrag wird via Web gestellt.
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