Autogas ist an den Tankstellen aktuell für ca. 80 Cent pro Liter zu haben. Aufgrund der geringeren Dichte erhöht sich jedoch der Verbrauch gegenüber Benzin um ca. 25 Prozent. Verbraucht der bisherige Wagen also sieben Liter Superbenzin pro 100 Kilometer, sind es bei Autogas 8,75 Liter. Beim aktuellen Benzinpreis von rund 1,65 Cent, ergibt sich somit eine Ersparnis von 455 Euro pro 10.000 Kilometern und damit rund 55 Prozent weniger Kraftstoffkosten. Da aber die Umrüstung wesentlich günstiger ist, amortisiert sich die Investition im günstigsten Fall (2.000 Euro) bereits nach etwa 40.000 bis 50.000 Kilometern Fahrleistung.
Für wen sich was lohnt
Ein Umbau lohnt sich also vor allem für Vielfahrer und Autos mit hohem Benzinverbrauch. Aber Achtung: Nach einer Nachrüstung durch Dritte erlischt die Werksgarantie. Darauf weist der Autoexperte Arnulf Thiemel vom ADAC hin. Deshalb sollte möglichst eine Garantieversicherung auf die Werkstattleistung abgeschlossen werden. Überhaupt sollte man sich insgesamt vorher gut überlegen, ob sich die Umrüstung tatsächlich lohnt. „Das Auto sollte noch relativ jung und in einem guten Zustand sein,“ rät Thiemel, „wir haben immer wieder Anfragen von Haltern mit Fahrzeugen, die bereits an die 100.000 Kilometer auf dem Buckel haben. Hier bleibt fraglich, ob die Investitionskosten jemals eingefahren werden können.“
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft sich ein Fahrzeug, das werkseitig mit Gasantrieb ausgerüstet wurde. Hier dominieren eindeutig die Ergasfahrzeuge. Fast jeder Autohersteller in Deutschland hat inzwischen ein Fahrzeug mit Erdgasantrieb am Start.
Alles in allem sind Gasfahrzeuge also eine echte Alternative zu Dieseln und Benzinern. Neuwagenkäufer haben bei Erdgas-Fahrzeugen die größere Modellauswahl. Der etwas höhere Anschaffungspreis ist niedriger als eine Umrüstung und es besteht volle Werksgarantie. Zudem ist Erdgas umweltfreundlicher als Autogas. Allerdings ist das Tankstellennetz noch etwas dünn. Wer daran denkt, seinen Benziner nachträglich umrüsten zu lassen, für den lohnt sich eher Autogas. Die Kosten für den Umbau sind wesentlich günstiger. Positiv auch: Das Tankstellennetz für Autogas ist relativ dicht. Engpässe in der Kraftstoffversorgung dürfte es selten geben. Nachteil: Autogas verhält sich bei der Verbrennung nicht ganz so umweltfreundlich wie Erdgas. Zudem liegt das Einsparpotential bei den Kraftstoffkosten etwas niedriger als bei Autogas.