Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 26.01.2014

Sparbuch In f√ľnf Jahren f√ľnf Prozent Minus

Viele Familien halten das klassische Sparbuch f√ľr risiko- und verlustfrei. Doch weit gefehlt: Wegen der niedrigen Zinsen verlieren Sparer derzeit Geld.
Sparbuch In f√ľnf Jahren f√ľnf Prozent Minus

Mit einem Sparbuch wird der Geldbeutel nicht voller

Viele Familien m√∂chten kein Risiko eingehen. Deshalb setzen - trotz Niedrigzins – viele auf das bew√§hrte Sparbuch. Dabei wird h√§ufig √ľbersehen, dass der Wert des angelegten Kapitals bei dieser Anlageform schwindet. Schuld daran ist das niedrige Zinsniveau. Es sorgt daf√ľr, dass die Inflationsrate seit einigen Jahren h√∂her ist als der Zinssatz, den Anleger f√ľr ihr Sparbuch erhalten. Unterm Strich f√ľhren Guthabenzinsen von 0,5 Prozent und weniger tats√§chlich zu einem Kapitalschwund.
Die M√ľnchner DAB Bank hat jetzt die Probe aufs Exempel gemacht und nachgerechnet: Wer zu Beginn des Jahres 2008 einen Betrag von 10.000 Euro auf ein Sparbuch gelegt hat, der musste bis Ende 2013 einen Kaufkraftverlust von 575 Euro hinnehmen. Unter der Ber√ľcksichtigung der Inflation war die Geldanlage nach f√ľnf Jahren real nur noch 9.425 Euro Wert – ein Verlust von mehr als f√ľnf Prozent. Das Beispiel zeigt, dass das beliebte Sparbuch zum Geldvermehren ungeeignet ist. Gewinnbringender sind h√∂her verzinste Sparformen und Wertpapiere wie Aktien oder Fonds. „B√∂rsenpapiere beinhalten zwar h√∂here Risiken als das Sparbuch, erwirtschaften aber in der Regel eine Rendite, die den Verlust durch Inflation mehr als ausgleicht“, betont Ernst Huber, Vorstandssprecher der DAB Bank. Es komme darauf an, den richtigen Sparmix zu finden.

Festgeld bringt Realgewinn

Auch f√ľr Familien, denen das Auf und Ab an den B√∂rsen zu heikel ist, gibt es Wege, ihre Familienkasse aufzubessern. So bieten sich festverzinste Spareinlagen ebenso an wie Festgeld oder Sparbriefe. Bei Laufzeiten ab einem Jahr schwenkt die Sparampel auf Gr√ľn. Anbieter wie die √∂sterreichische Autobank, die schwedische Klarna Bank oder Denizbank zahlen f√ľr zw√∂lfmonatiges Festgeld 1,6 Prozent Zinsen und damit 0,2 Prozent mehr als die aktuelle Inflationsrate in Deutschland. Wer h√∂heren Gewinn erzielen will, der muss in zweij√§hriges Festgeld investieren. Hier bieten Denizbank und Akf Bank immerhin 1,9 Prozent Zinsen, die Creditplus Bank 1,85 Prozent sowie Deutsche Pfandbriefbank (pbb direkt) und Ziraat Bank je 1,75 Prozent. Eine Zwei vor dem Komma erreichen Sparer mit dreij√§hrigem Festgeld: So zahlen Denizbank und NIBC direkt je 2,15 Prozent Zinsen, die VTB Bank 2,1 Prozent und die Renault Bank direkt 2,0 Prozent. Aus 10.000 Euro werden so binnen drei Jahren bis zu 10.660 Euro.

Aktienfonds auf Dauer sehr erfolgreich

Bei l√§ngerer Geldanlage bleibt die Rendite von Festgeld jedoch hinter Anlageformen wie Aktien oder Fonds zur√ľck. „Wertpapiere bieten weitaus bessere Chancen, das Kapital gegen√ľber der Inflation zu vermehren. Zudem sch√ľtten viele Aktiengesellschaften eine j√§hrliche Dividende aus – dies erh√∂ht die Rendite zus√§tzlich“, erkl√§rt Bankchef Huber. Auf lange Sicht gleichen die Wertzuw√§chse der Fonds zwischenzeitliche Kursschw√§chen mehr als aus. So erzielten deutsche Aktienfonds in den vergangenen zehn Jahren laut Fondsverband BVI im Schnitt 8,3 Prozent Rendite, Schwellenl√§nderfonds schafften 7,4 Prozent. Diese Zuwachsraten enthalten bereits alle Fondskosten. Hervorragende Langstreckenl√§ufer mit vergleichsweise konstanten Zuwachsraten sind zum Beispiel der DWS Deutschland mit einer Zehnjahresrendite von 12,5 Prozent oder der Concentra von Allianz Investment mit gut neun Prozent Wertzuwachs pro Jahr.
Tipp: Eine ausf√ľhrliche Beratung zu den f√ľr Sie am besten geeigneten Fonds und eine √úbersicht der g√ľnstigsten Depots erhalten Sie bei den Fondsexperten von Hoesch & Partner.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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