Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 04.01.2015

Senioren sparen falsch Kosten f√ľr Pflege geringer als gedacht

Aus Angst vor hohen Kosten im Fall der Pflege legen viele Deutsche Geld zur√ľck. Die meisten sparen aber viel zu viel und das auch noch falsch.
Senioren sparen falsch Kosten f√ľr Pflege geringer als gedacht

G√§rtnern ist eine M√∂glichkeit, im Alter fit zu bleiben. F√ľr die finanzielle Absicherung eignen sich Sofortrenten

Problem 1: Zu wenig Rendite

Damit im Fall der F√§lle das Sparguthaben vollst√§ndig zur Verf√ľgung steht, setzen Anleger vorrangig auf sichere Geldanlagen wie Sparb√ľcher, Festgeld oder Bundesanleihen. Doch die haben ein Problem: Aufgrund der Niedrigzinsen geschieht der Kapitalaufbau – wenn √ľberhaupt – nur sehr z√∂gerlich. Ausnahmen sind vor allem bei ausl√§ndischen Anbietern zu finden. So verzinst sich beispielsweise f√ľnfj√§hriges Festgeld bei der franz√∂sischen Credit Agricole, der √∂sterreichischen Denizbank und der S√ľdtiroler Sparkasse mit mehr als zwei Prozent Zinsen.

Problem 2: Zu geringe Lebenserwartung

Neben Minirenditen untersch√§tzen Senioren vor allem die aktuelle Lebenserwartung. Laut Statistischem Bundesamt betrug die sie f√ľr m√§nnliche 60-j√§hrige im Jahr 2011 gut 21 Jahre. „Der m√∂gliche Anlagehorizont liegt damit deutlich √ľber der K√ľndigungsfrist der bevorzugten Spareinlagen“, bem√§ngelt Udo Schindler, Vorstand der KSW Verm√∂gensverwaltung in N√ľrnberg.
 

Problem 3: Zu hohe Kosten f√ľr Pflege

Zudem √ľbersch√§tzen √Ąltere die H√∂he der anfallenden Kosten f√ľr die Pflege im Heim. Richtig sei zwar, so Schindler, „dass die durchschnittlichen Unterbringungskosten von √ľber 3.000 Euro monatlich in der Pflegeeinrichtung (Pflegestufe III) von der Pflegeversicherung nicht vollst√§ndig √ľbernommen werden.“ Der offene Fehlbetrag sei aber viel geringer als die meisten annehmen. Laut dem GEK Pflegereport 2012 der Barmer Krankenkasse betr√§gt der Eigenanteil an den durchschnittlichen Ausgaben f√ľr Pflege √ľber die gesamte Lebenszeit gesehen bei M√§nnern rund 21.000 Euro. Anspruchsvollere Privatleistungen nicht eingerechnet, die kosten mehr. Der Grund f√ľr die √ľberschaubare Summe: Senioren verweilen im Schnitt nur etwa ein halbes Jahr in der Pflegeeinrichtung.
 

Sparbetrag f√ľr Pflege realistisch einsch√§tzen

M√∂chten Sie Geld f√ľr die Absicherung der Pflege zur√ľcklegen, sollten Sie den Anlagehorizont und die H√∂he des anzusparenden Kapitalbetrags sorgf√§ltig absch√§tzen. Nach Berechnungen der KSW Verm√∂gensverwaltung gen√ľgt es, wenn ein durchschnittlicher Senior Sparguthaben oder zehnj√§hrige Bundesanleihen im Wert von rund 38.000 Euro vorh√§lt. „Damit ist der durchschnittliche Pflege-Eigenanteil von 21.000 Euro gedeckt, wenn man annimmt, dass die Pflegekosten j√§hrlich um drei Prozent steigen“, so Schindler.
 

Altersvorsorge rentabel ansparen

Sind die Kosten f√ľr die Pflege abgedeckt, sollte man nach Ansicht des Verm√∂gensprofis das √ľbersteigende Verm√∂gen bzw. die dar√ľber hinaus gehenden Sparleistungen renditetr√§chtig anlegen. Bei Anlagezeitr√§umen von 20 Jahren und mehr, sollten Aktien und Aktienfonds kein Tabu sein. 50-j√§hrige k√∂nnen Kursschwankungen m√ľhelos verkraften. In Frage kommen zum Beispiel kosteng√ľnstige ETF auf marktbreite Indizes oder Dividendentitel. „Die zu erwartende Mehrrendite einer aussch√ľttungsorientierten Aktienanlage wird der Lebenswirklichkeit unserer alternden Gesellschaft eher gerecht und kann f√ľr einen regelm√§√üig noch sehr aktiven Lebensabschnitt frei genutzt werden“, unterstreicht Schindler.
Anlagetipp Sofortrente: Anders sollten Senioren vorgehen, die ihr Erspartes lieber sicher anlegen möchten. Stabile, lebenslange Zahlungen (auch im Fall der Pflege) bietet zum Beispiel eine Sofortrente. Zahlt ein 65-jähriger beispielsweise 100.000 Euro in eine Sofortrente bei der Europa Versicherung ein, erhält er garantierte anfängliche Monatsrente von gut 350 Euro, Canada Life zahlt 346 Euro, die Allianz 329 Euro und Swiss Life 326 Euro.
Vergleich Sofort-Rentenversicherung
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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