Caroline Benzel
Ein Beitrag von Caroline Benzel, 14.06.2017

Erziehung So wird das Smartphone kindersicher

Smartphones sind viel mehr als nur Telefone. Sie sind Mini-Computer, mit denen Kinder Zugriff auf alle Inhalte des Internets haben. Wie Sie ein Smartphone kindersicher machen.
Erziehung So wird das Smartphone kindersicher

Kindersicheres Smartphone - der beste Schutz ist immer noch das gute Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern.

Ab wann Kinder und Jugendliche ein einfaches Handy oder Smartphone bekommen sollten, ist eine Frage, an der sich die Geister scheiden. Während manche Eltern ihren Kindern möglichst früh ein Handy geben, um sie immer anrufen und notfalls orten zu können, schwören andere Eltern auf digitale Enthaltsamkeit.

Der Elternratgeber zur Mediennutzung von Kindern „Schau hin“ empfiehlt als pädagogische Leitlinie das Alter von neun Jahren für das erste einfache Handy. Für jüngere Kinder könne aber gegebenenfalls ein Notfallhandy für den Schulweg angeschafft werden. Ein Smartphone empfehle sich erst dann, wenn das Kind die Gefahren des Internets kenne und sich entsprechend schützen könne. Dieser Punkt sei mit etwa zwölf Jahren erreicht.

Smartphone kindersicher: Eltern müssen auf dem Laufenden sein

Die Wichtigste Empfehlung für Eltern ergibt sich aus dem Namen der Initiative: Schau hin. Eltern sollten sich mit den Geräten ihrer Kinder genauso gut auskennen wie die Kinder selbst. Wer seinem Kind ein Handy oder Smartphone überlässt, sollte den passenden Tarif auswählen und sich über Themen wie Abofallen und Cyber-Mobbing informieren.

Wichtig ist, stets mit dem Nachwuchs im Gespräch zu bleiben, und über Vor- und Nachteile der Geräte und mögliche Gefahren zu sprechen. Bezüglich des Tarifs gibt es die Möglichkeit, einen speziellen Kinder- und Jugendtarif abzuschließen. Diese sind oft nicht ganz billig, erlauben aber meistens unbegrenzte Anrufe bei den Eltern-Telefonen. Alternativ sind Prepaid-Tarife eine gute Lösung. So sind sie sicher, dass der Nachwuchs keine astronomisch hohen Rechnungen verursacht. Auch empfiehlt es sich, Mehrwertdienste sperren zu lassen, so dass die Kinder nicht bei teuren Hotlines anrufen können.

Kindersicherung beim iPhone

Wenn die Kinder ein iPhone bekommen, dann können Sie einfach die von Apple vorgesehene Kindersicherung aktivieren. Diese finden Sie unter dem Menüpunkt "Allgemein" und dann unter "Einschränkungen". Wenn diese aktiviert werden, ist die Kindersicherung aktiv. Sobald die Kindersicherung aktiviert ist, haben Sie die Möglichkeit einzelne Anwendungen wie beispielsweise den Browser Safari, die Kamerafunktion oder den Chat-Dienst Face Time zu deaktivieren.

Ebenfalls wichtig ist die Funktion „Zulässige Inhalte“. Hier können sie Altersfreigaben für die verschiedenen Inhalte und Anwendungen festlegen. Hier empfiehlt es sich, die Altersfreigaben, die für Deutschland voreingestellt sind, zu verwenden. Zudem sollten Sie die Funktion „Explicit“ aktiviert lassen. Dann können Filme und Musik mit anstößigen Inhalten nicht abgespielt werden. Für Filme und Apps können Sie zusätzlich das Freigabealter festlegen, oder das Abspielen von Filmen grundsätzlich unterbinden.

Ebenfalls wichtig: Verbieten Sie „in-App-Käufe“. Denn gerade in Apps für Kinder sind oft Kaufinhalte versteckt.

Beim Thema Datenschutz haben Sie ebenfalls die Wahl. So können Sie Ortungsdienste komplett verbieten, oder für einzelne Apps zulassen. Das gilt auch für den Zugriff des Kalenders, oder die Kontaktdaten.

Kindersicherung bei Android-Geräten

Auch bei Android-Smartphones können Eltern einige Sicherheitsstufen einbauen. So haben Sie die Möglichkeit, für App-Käufe eine Pin festzulegen. So können die Kinder keine App ohne Ihre Zustimmung installieren. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie eine Pin auswählen, die für das Kind nicht zu knacken ist. Zahlenkombinationen aus Geburtsdaten sollten also ebenso Tabu sein, wie Zahlenreihen à la 1234.

Grundsätzlich sind die vorinstallierten Jugendschutzoptionen bei Android nicht ganz so umfassend wie bei Apple, weshalb Sie am besten eine Jugendschutz-App installieren sollten. Samsung bietet mit dem Kids Mode eine eigene Jugendschutz-App an. Damit können Sie dafür sorgen, dass nur kindgerechte Inhalte angezeigt werden, In-App-Käufe und GPS-Ortung unterbunden werden.

Ansonsten werden diverse Kindersicherungs-Apps im Google Play Store angeboten. Relativ gut bewertet sind beispielsweise die Apps Kids Zone Kindersicherung, App Sperre und Kids Place. Wie gut die Apps tatsächlich funktionieren, hängt wohl von den Ansprüchen der Eltern und auch dem eingesetzten Gerät an, weshalb es unmöglich ist, eine allgemeingültige Empfehlung abzugeben.

Tipp: Grundsätzlich sollten wie bei den Elterngeräten auch, Betriebssystem und Virenschutz immer auf aktuellem Stand sein. Und: Sprechen Sie mit Ihren Kindern über Apps, Spiele, Videos und soziale Netzwerke. Der beste Schutz ist immer noch das gute Verhältnis von Eltern zu ihren Kindern.
Smartphone Tarife Vergleich
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Caroline Benzel mein Name ist Caroline Benzel. Nach meinem Studium der Publizistik habe ich mich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Auf Ihrem Family-Portal geldsparen.de informiere ich Sie zum Thema Mobilfunk. Ob LTE, NFC oder UMTS – ich weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für Sie wichtig sind.

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