Fritz Himmel
Ein Beitrag von Fritz Himmel, 16.02.2017

Riester-Rente 2017 Riester-Kinderzulage richtig nutzen

Familien mit Kindern profitieren durch die Kinderzulage besonders von der Riester-Förderung. Was Sie dabei beachten müssen, um kein Geld zu verschenken.
Riester-Rente, Riester Kinderzulage

Für kleine Hexen, Katzen und Piraten gibt es 300 Euro Riester-Kinderzulage vom Staat.

Bei der staatlich geförderten Riester-Rente sind vor allem die Kinderzulagen der Rendite-Turbo. Erhalten Sie als "Riesterberechtige" für Ihre Kinder Kindergeld, dann haben Sie auch Anspruch auf die Riester-Kinderzulage. Die jeweilige Höhe der Kinderzulage hängt vom Alter Ihres Kindes ab: Für jedes ab dem 1. Januar 2008 geborene Kind gibt es jährlich 300 Euro Kinderzulage zum Vertrag dazu, für davor geborene Kinder sind es jeweils 180 Euro.

Wann Sie Anspruch auf Riester-Kinderzulage haben

Dabei müssen Sie beachten: Der Anspruch auf die Kinderzulage ist immer an das Kindergeld geknüpft. Haben Sie keinen Anspruch auf Kindergeld oder fällt dieser weg, erlischt auch die Berechtigung auf die Kinderzulage bei Ihrem Riester-Vertrag.

Riester-Rente: So erhalten Sie die Riester-Kinderzulage

Als Riester-Sparer müssen Sie mindestens vier Prozent Ihres Bruttovorjahreseinkommens jährlich in Ihren Riester-Vertrag einzahlen (maximal 2.100 Euro), um die vollen Zulagen zu erhalten. Wird weniger eingezahlt, so gibt es die Riester-Zulagen auch nur entsprechend anteilig. Ihr Vorteil dabei: Diese vier Prozent brauchen Sie jedoch nicht alleine aufbringen. Die staatlichen Zulagen fließen nämlich immer in die Gesamtberechnung mit ein. Je mehr Kinder Sie haben, umso höhere Riester-Kinderzulagen erhalten Sie jährlich vom Staat geschenkt. Gleichzeitig profitieren Sie so davon, dass dadurch der von Ihnen selbst zu leistende Eigenbeitrag sinkt.

Ein Beispiel
für 2017: Eine Alleinerziehende mit einem fünfjährigen Kind hat ein relevantes Bruttoeinkommen von jährlich 17.000 Euro. Für die vollen Zulagen müssen somit 680 Euro im Jahr auf das Riester-Konto fließen. Davon braucht die Frau selbst jedoch lediglich einen Anteil von 226 Euro einzahlen, den Rest in Höhe von 454 Euro (154 Euro Grundförderung plus 300 Euro fürs Kind) spendiert der Staat dazu. Das heißt, der Staat schenkt mehr als das Doppelte jährlich dazu!
Achtung - wenn die Riester Kinderzulage irgendwann wegfällt: Dann müssen Sie als Sparer das Geld bis zu den notwendigen vier Prozent selbst aufbringen und einzahlen, um auch weiterhin die volle eigene jährliche Grundförderung von 154 Euro zu erhalten.
Wichtig ist übrigens auch, an die Anpassung Ihres Riester-Beitrags zu denken, wenn Sie eine Lohnerhöhung erhalten haben.
 

Wer erhält die Riester Kinderzulage bei Scheidung?

Beispiel – eine Familie mit zwei Kindern. Bei einer Scheidung kann folgendes passieren:
  • Vor der Scheidung erhielten beide Ehepartner jeweils das Kindergeld und eine Riester Kinderzulage für eines der beiden Kinder.
     
  • Nach der Scheidung wandert das Kindergeld für beide Kinder und die Riester Kinderzulage zur Frau. Damit müssen nun beide Elternteile ihre Zulagen-Anträge ändern. Die Frau kann sich nun bei der Kalkulation ihres Eigenanteils beide Kinderzulagen mit anrechnen lassen. Der Mann muss hingegen seine Einzahlungen erhöhen, um wieder auf den Vier-Prozent-Anteil seines Bruttojahreseinkommens zu kommen. "Bei jeder Änderung am Kindergeld müssen das die Riester-Zulagenstelle und auch der Riester-Vertragspartner erfahren", erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Es gibt dann neue Formulare.
Mein Tipp: Unterschreiben Sie beim Abschluss des Riester-Vertrages einen sogenannten Dauerzulagen-Antrag. Diesen Antrag müssen Sie nur einmal einreichen, um die weitere Beantragung der Zulagen kümmert sich dann automatisch Ihr Riester-Anbieter.

Wichtig für die Riester-Kinderzulage: Änderungen, wie etwa beim Familienstand oder bei der Anzahl der Kinder, müssen Sie unbedingt an Ihren Riester-Anbieter nachmelden, damit die neue Situation entsprechend berücksichtigt werden kann.
Vergleich Riester-Rentenversicherung
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