Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 26.11.2015

Rente 2040 Weniger in der Tasche, trotz höherer Renten

Eine Studie gibt Anlass zur Sorge: Im Verh√§ltnis zum Einkommen wird die Rente immer weniger. Wie schlie√üt man die wachsende Versorgungsl√ľcke?
Rente 2040 Weniger in der Tasche, trotz höherer Renten

Der Staat m√ľssen attraktive Rahmenbedingungen f√ľr die betriebliche wie private Altersvorsorge schaffen

Die Studie "Rentenperspektiven 2040" hat die individuelle Rentenversorgung im Alter berechnet. Die Ergebnisse der von der Prognos AG im Auftrag des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. durchgef√ľhrten Arbeit, sind alarmierend. Zwar sollen die Rentenanpassungen in den kommenden Jahren hoch genug sein, um den Kaufkraftverlust durch Inflation mehr als auszugleichen. Aber weil L√∂hne und Geh√§lter schneller wachsen als die Renten, wird das Bruttorentenniveau von heute 46 Prozent auf 39 Prozent im Jahr 2040 absinken. Rentner in spe m√ľssen also mit einer wachsenden Versorgungsl√ľcke im Alter rechnen.
Eckrentner hat ausgedient
Eine allgemeing√ľltige Versorgungsformel f√ľr k√ľnftige Rentner gibt es nicht. "Jede Rentenperspektive muss individuell betrachtet werden", erkl√§rt Prognos-Chefvolkswirt Michael B√∂hmer. Der klassische Eckrentner sei f√ľr die Finanzsituation k√ľnftiger Senioren nicht mehr entscheidend, vielmehr komme es auf den Wohnort und den einstmals ausge√ľbten Beruf an.

Die wichtigsten Punkte:

• Regionalunterschied: Die Rentenh√∂he ist regional sehr unterschiedlich. Derzeit haben es Ostrentner am besten. Sie erhalten im Schnitt 1.020 Euro Rente, im Westen gibt’s hingegen nur 833 Euro. Ursache hierf√ľr ist vor allem die hohe Besch√§ftigungsquote fr√ľherer DDR-Frauen. K√ľnftig werde das Rentnerparadies aber eher in Bayern, nahe der tschechischen Grenze liegen.

• Kaufkraft: Eine hohe Rente ist zwar sch√∂n, aber entscheidend ist, was man sich daf√ľr leisten kann. Im teuren M√ľnchen ist ein Renteneuro beispielsweise 23 Prozent weniger Wert als im Bundesdurchschnitt, so die Studie. In Holzminden bekommen Sie hingegen 16 Prozent mehr f√ľr ihr Geld. Die Berechnung zeigt, dass beispielsweise ein Elektroinstallateur aus dem Landkreis Hof eine um √ľber 50 Prozent h√∂here Rentenkaufkraft hat als sein Kollege in M√ľnchen.

• Beruf: Die Rentenh√∂he orientiert sich vor allem am Einkommen und der L√§nge der Erwerbst√§tigkeit. Ein Beruf mit wenig Lohn f√ľhrt zwar zu einer niedrigen Rente. Trotzdem schneidet eine Verk√§uferin mit zwei Kindern und 1.095 Euro Rente laut Studie in 25 Jahren besser ab als eine Teamleiterin mit zwei Kindern und einer Rente von 2.366 Euro. Grund: Die Verk√§uferin erh√§lt lebenslang 51 Prozent ihres letzten Lohns als Rente, die Teamleiterin nur 34 Prozent.
 

Ohne Privatvorsorge geht es nicht

GDV-Pr√§sident Alexander Erdland fordert die Politik auf, "den Leuten endlich reinen Wein einzuschenken, was sie aus dem staatlichen System erwarten k√∂nnen". Der Staat m√ľssen attraktive Rahmenbedingungen f√ľr die betriebliche wie private Altersvorsorge schaffen. Aktuell bietet die Riester-Rente und die R√ľrup-Rente die M√∂glichkeit, mit staatlicher Hilfe vorzusorgen. Als Sparer erhalten Sie Grund- und Kinderzulagen und profitieren von Steuervorteilen. Im Alter sind beide Rentenarten jedoch voll steuerpflichtig, was das die Nettoeink√ľnfte schm√§lert.

So steigern Sie Ihre Rente

  • Private Rentenversicherung: Ist Ihnen die wachsende Besteuerung von gesetzlicher und privater Rente im Alter ein Dorn im Auge, empfiehlt sich eine private Rentenversicherung auf Fondsbasis. Aktienfonds sorgen hier f√ľr √ľberdurchschnittliche Renditechancen. Zwar fallen nicht unerhebliche Abschlussgeb√ľhren an, daf√ľr zahlen Sie w√§hrend der Sparphase weder Steuern noch Ausgabeaufschl√§ge. W√§hlen Sie Beitragsdynamik, dann verliert Ihre Zusatzrente nicht an Kaufkraftverlust. Ihr Vorteil im Alter: Die Rentenleistungen sind nur sehr begrenzt steuerpflichtig. Zahlen Sie 30 Jahre lang monatlich 200 Euro in eine Rentenversicherung mit Fonds ein, k√∂nnen Sie mit 67 laut unseres Versicherungsvergleichs mit einer Monatsrente von rund 600 Euro rechnen, etwa bei ARAG, Europa Versicherung, AXA, HDI und Alte Leipziger.
  • Fondssparplan: Flexibler und auch kosteng√ľnstiger sind Sparpl√§ne mit Fonds. Hier k√∂nnen Sie Ihre Sparrate jederzeit √§ndern, aussetzen oder den Sparplan beenden. Mit deutschen Aktienfonds erzielten Sie laut Fondsverband BVI in den letzten 30 Jahren eine Durchschnittsrendite von 6,6 Prozent, globale Aktienfonds erreichten 5,7 Prozent. Da Sparpl√§ne keine Verrentung beinhalten, m√ľssen Sie das Kapital zu Rentenbeginn entweder in eine Sofortrente umwandeln oder einen eigenen Auszahlplan kreieren. Die Sofortrente hat den Vorteil einer lebenslangen Zahlgarantie, der Fondsauszahlplan bietet das nicht. Daf√ľr ist die Zusatzrente beim Auszahlplan oft h√∂her, weil Sie ihre eigene Lebenserwartung realistischer einsch√§tzen k√∂nnen als die gro√üz√ľgigen Sterbetafeln der Versicherer es tun und weil die Kosten geringer sind. Der Fiskus zeigt sich im Alter moderat und besteuert nur kleine Teile der monatlichen Zahlungen.
Aktiendepot Vergleich
Vergleich Riester-Rentenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
Jetzt zum Geldsparen Newsletter anmelden!

Liebe Leserinnen und Leser,

Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

Suchen Sie ein bestimmtes Thema?

Artikel Suchen

Oder schreiben Sie mir einfach, wenn Sie eine Frage haben.

Mail

Ich freue mich auf eine Mail von Ihnen

» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

 

05.01.2016 18:44 Uhr
Erwin Rohleder: Mogelpackung ? Oder Nicht ?
Das was sie bei Riester und Rürop eingespart haben muß dann im Rentenalter versteuert werden. Bitte gebt doch mal Tabellen an, was an KK und Pflegeversicherung abgezogen wird, bzw was übrig bleibt ! MfG E .Rohleder


Kommentar schreiben

Name*

Email*

√úberschrift*

Kommentar

Ziffernfolge
hier eingeben:
neu laden


*Pflichtfelder

 

Foto: Colourbox.de ID:6331

Der Geldsparen-Newsletter

Schon abonniert?

Unser Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit aktuellen Themen zu:

Geld
Geld
  Gesundheit
Vorsorge
Wohnen
Wohnen
  Beruf
Beruf/Ausbildung
Internet & Telefon
Internet & Telefon
  Unterwegs
Unterwegs

Anrede

Vorname

Nachname

eMail*

Newsletter (wöchentlich)

Spartipp des Tages (täglich)

Ich erkläre mich mit der Nutzung meiner Daten
    laut Nutzungsbedingungen einverstanden.

 

*Pflichtfelder

 
Bereich: Vorsorge Pagename: rente_2040(6331)