Oliver Mest
Ein Beitrag von Oliver Mest, 10.02.2016

Staatliche Zulagen Riester-Rente für Familien: Eine gute Wahl?

Die Riester-Rente steht oft in der Kritik – aber auch zu Recht? Die wichtigsten Gründe für und gegen die Riester-Rente für Familien finden Sie hier.
Staatliche Zulagen Riester-Rente für Familien: Eine gute Wahl?

Wer Familiennachwuchs erwartet, profitiert zusätzlich von Kinder-Riesterzulagen, die sich sehen lassen können

Besonders wohlgelitten ist die Riester-Rente nicht mehr bei Deutschlands Familien: zu teuer, zu wenig attraktiv, zu hohe Steuerbelastung im Alter – das sind einige der Vorurteile. Wir zeigen hier einmal das Für und Wider der Riester-Modelle.
 

Lohnt sich die Riester-Rente?

Eines der Haupt-Argumente gegen die Riester-Rente ist der meist etwas diffuse Einwand, sie würde sich nicht lohnen. Stimmt das? Tatsache ist: Ein Anbieter für die klassische Riester-Rente geht bei einem 30-Jährigen Familienvater, der bis zum 67. Geburtstag 100 Euro monatlich einzahlt, mit 67 von einem möglichen Kapital von 77.694 Euro aus. Das entspräche einer Verzinsung des Vertrages von 2,82 Prozent. Bekommt der Sparer die Grundzulage sowie für seine beiden Kinder je 300 Euro Kinderzulage, reduziert das seine Rate auf 37,17 Euro monatlich – die Rendite steigt bei gleichem Kapital schon auf 7,19 Prozent.

Mein Fazit: Vor allem die Förderung führt zu überdurchschnittlich attraktiven Renditen bei sicheren Anlagemodellen!

Ist die Riester-Rente zu teuer?

Die Kostenbelastung der Riester-Renten sei viel zu hoch, monieren vor allem Verbraucherschützer. Fakt ist: Die Kostenquoten der Verträge lassen sich sehr gut ermitteln. Bei den klassischen Riester-Renten reduzieren die Kosten die Rendite je nach Anbieter um 0,3 bis knapp unter ein Prozent. Bei den fondsgebundenen sind es ein bis zu drei Prozent. Zum Vergleich: Bei anderen Riester-Modellen wie zum Beispiel Fondssparplänen liegen die Abschlusskosten auch im Bereich von bis zu vier Prozent – und da sind Verwaltungskosten und weitere Kosten noch gar nicht eingeflossen.

Mein Fazit: Entscheidend ist es also vor allem, einen günstigen Anbieter zu finden mit einer fairen Kostenquote – klassischerweise die Aufgabe einer guten Beratung.
 

Es gibt zu wenig Rente

Bei der Verrentung des Kapitals fließt zu wenig Rente an den Sparer – auch das eines der Argumente gegen die Riester-Rente. Um im Beispiel oben zu bleiben: Die 77.694 Euro Rente sorgen bei dem Familienvater im ersten Jahr des Rentenbezugs für 248 Euro Rente, die dann langsam auf 324 Euro bis zum 85. Lebensjahr ansteigt. Und so rechnen viele, dass sie ja erst nach über 20 Jahren ihr Geld wieder herausbekommen haben. Fakt ist aber: Die Riester-Rente dient vor allem der Absicherung der Langlebigkeit – ein Prinzip, das aus der gesetzlichen Rente übernommen ist. Wenn jeder aus diesem Solidar-Topf mehr herausbekommen würde, als er selbst eingezahlt hat, dann kann ein solches Solidarprinzip nicht funktionieren.

Mein Fazit: Eine Riester-Rente ist keine Geldanlage, über die man im Alter frei verfügt. Sie soll das Langlebigkeits-Risiko absichern. Wer das nicht möchte, der ist mit der Riester-Rente falsch beraten.
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