Rolf Winkel
Ein Beitrag von Rolf Winkel, 06.02.2017

Künstlersozialkasse Klotzen lohnt sich

Künstler und Autoren können Mitglied in der Künstlersozialkasse werden. Sie müssen dann nur die Hälfte der Rentenbeiträge selbst aufbringen. Wer dabei pfuscht, schneidet sich ins eigene Fleisch.
Künstlersozialkasse Klotzen lohnt sich

Hauptberufliche Künstler können sich über die Künstlersozialkasse in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung absichern.

Wer von freiberuflicher künstlerischer oder journalistischer Tätigkeit lebt, kann sich über die Künstlersozialkasse in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung absichern. Dies gilt etwa für Maler, Grafiker, Schauspieler, Musiker und Autoren. Weil vielen von ihnen schon früher Altersarmut drohte, wurde vor mehr als 30 Jahren die Versicherungspflicht für Künstler und Publizisten eingeführt. Die Versicherung beginnt allerdings erst mit der Anmeldung bei der Künstlersozialkasse. Wer sich nicht meldet, ist auch nicht versichert.

Beitragspflicht in der Künstlersozialkasse

Die Versicherten müssen monatlich Sozialbeiträge an die Künstlersozialkasse abführen. Grundlage sind dabei ihre Einkünfte (Einnahmen minus Ausgaben) aus selbstständiger künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit. Die Betroffenen müssen jährlich zum 1. Dezember ihre voraussichtlichen Einkünfte für das kommende Jahr schätzen. Detaillierte Angaben werden dabei nicht erfragt. Eine einfache Zahl reicht. Beispiel: 30.000 Euro – das bedeutet 2.500 Euro im Monat. Auf dieser Basis werden dann die Beiträge erhoben. Eine nachträgliche Korrektur der Beitragshöhe gibt es nicht – weder nach oben noch nach unten.

So hoch sind die Beiträge

Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung beträgt derzeit 18,7 Prozent. Die Künstlersozialkasse überweist diesen Satz an die Rentenkasse. Die Versicherten tragen hiervon selbst allerdings nur die Hälfte – also 9,35 Prozent. Den Rest zahlen der Staat und per Künstlersozialabgabe die Unternehmen, die die Werke selbstständiger Künstler und Publizisten verwerten. Genauso wird mit dem Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung verfahren. Auch hier zahlen Künstler selbst nur den Satz, den auch Arbeitnehmer aufbringen müssen.

Beispiel: Bei geschätzten monatlichen Einkünften in Höhe von 2.500 Euro zahlt ein KSK-Versicherter 233,75 Euro für die Rentenversicherung. Hinzu kommen noch 210 Euro für die Krankenversicherung und 29 Euro für die Pflegeversicherung.

Aus 234 Euro Beitrag werden 285 Euro Rente

Zahlt der Versicherte zwölf Jahre einen entsprechenden Betrag in die gesetzliche Rentenkasse ein, so erwirbt er damit Rentenansprüche von etwa 285 Euro. Unterstellt wurde dabei eine Senkung des Rentenniveaus um 5,7 Prozent, die die Bundesregierung bis 2028 voraussagt. Gegenüber einer privaten Rente können sich diese gesetzlichen Ansprüche sehen lassen.

Zum Vergleich: Zahlt der Versicherte stattdessen zwölf Jahre lang monatlich 250 Euro in eine klassische Rürup-Rentenversicherung ein, fällt die spätere Monatsrente deutlich niedriger aus. Die Top-Anbieter im Geldsparen Vergleich Rüruprente bieten hierfür eine garantierte monatliche Rente von 120 Euro.

Besser mehr in die Künstlersozialkasse einzahlen

Viele Versicherte zahlen allerdings nur Mini-Beiträge in die Künstlersozialkasse ein. Die gemeldeten Einkünfte liegen im Schnitt bei 1.285 Euro im Monat. Dies mag auch an der Geldnot vieler Künstler liegen. Zahlreiche Versicherte rechnen sich jedoch auch arm, um so geringere Beiträge an die Sozialversicherung zahlen zu müssen. Künstler und Publizisten sollten jedoch bei der Künstlersozialkasse nicht kleckern, sondern klotzen. Sonst schneiden sie sich später bei der Rente ins eigene Fleisch.

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Rolf Winkel mein Name ist Rolf Winkel. Ich bin Ihr Spezialist für alles, was mit Sozialversicherungen, insbesondere mit der Rente zu tun hat. Ich bin gelernter Sozialwissenschaftler und schreibe seit mehr als 30 Jahren Sozialratgeber.

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