Rolf Winkel
Ein Beitrag von Rolf Winkel, 03.06.2012 (Aktualisiert 29.02.2016)

Jobben ab 65 Was für Arbeitnehmer im Rentenalter gilt

Immer mehr Über-65-Jährige arbeiten. Wenn Sie das auch tun möchten, gibt es zwei Varianten:
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Sie sind über 65 Jahre und wollen arbeiten? Ihr Know-How ist in vielen Jobs gefragt

Mit 65 endet das Arbeitsleben keineswegs automatisch. Sie können auch nach dem Erreichen des regulären Rentenalters, das derzeit in Deutschland bei 65 Jahren und fünf Monaten liegt, beim alten Arbeitgeber weiterarbeiten. Alter ist in Deutschland kein Kündigungsgrund. Und Rente gibt es nur, wenn Sie einen Rentenantrag stellen. Diesen können Sie auch aufschieben und sich beispielsweise erst mit 67 oder 70 vom Arbeitsleben verabschieden. "Wer erst nach dem Erreichen des regulären Rentenalters mit dem Arbeiten aufhört, bekommt später mehr Rente. Es rechnet sich also, später in Rente zu gehen", sagt Stefan Braatz von der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Mehr Rente, wenn Sie später gehen

Das Altersruhegeld erhöht sich pro Monat des späteren Einstiegs um 0,5 Prozent. Wer erst zwei Jahre nach dem regulären Ruhestandsalter in Rente geht, erhält also eine um zwölf Prozent höhere Rente – und zwar lebenslang. Hinzu kommt für Sie: Wer über das Rentenalter hinaus arbeitet, ist in der Regel auch weiterhin rentenversicherungspflichtig. Die gezahlten Beiträge bringen dann nochmals eine Rentenerhöhung. Unterm Strich können so zwei Jahre Mehrarbeit 15 oder gar 20 Prozent mehr Rente bringen.

Ihre Rente wird nicht gekürzt


"Wenn Rentenbezieher das reguläre Rentenalter erreicht haben, interessiert uns gar nicht, ob sie noch arbeiten", sagt Braatz. "Denn neben der regulären Altersrente darf man dann zusätzlich beliebig viel verdienen – ohne dass die Rente gekürzt wird." Anders ist dies vor der regulären Rentenaltersgrenze. Wer jünger ist und Altersrente bezieht, darf maximal 450 Euro im Monat hinzuverdienen. In zwei Monaten pro Jahr sind 900 Euro erlaubt. Wer mehr verdient, dessen Altersrente wird gekürzt – und zwar mindestens um ein Drittel.

Geldsparen.de-Tipp: Wenn Sie Rente beziehen, sollten Sie Ihre Ausgaben überprüfen. Zahlen Sie zum Beispiel noch Kontoführungsgebühr? Wie Sie sich davon befreien können, lesen Sie hier. Und in der Tabelle "Girokonto" finden Sie auf einen Blick drei Anbieter, die schon sehr lange keine Kontoführungsgebühr mehr verlangen. 

Das Arbeitsrecht gilt auch für Sie, wenn Sie als Rentner jobben


Das Arbeitsrecht gilt auch für Rentner, die nebenher jobben. Sie müssen also so bezahlt werden wie es im Tarifvertrag steht oder betriebsüblich ist. Rentnern steht auch Urlaub zu. Sie können wenigstens den Mindesturlaub verlangen, den das Bundesurlaubsgesetz vorschreibt – also 24 Werktage oder vier Wochen pro Jahr. Weiterhin gilt auch für jobbende Rentner das Kündigungsschutzgesetz. Nur bei längerer Krankheit stehen Rentner zurück: Zwar muss auch ihnen bei Erkrankungen das Arbeitsentgelt für bis zu sechs Wochen fortgezahlt werden. Ab dem 43. Krankheitstag gehen sie jedoch leer aus. "Der Krankengeldanspruch für Vollrentner ist nämlich gesetzlich ausgeschlossen", so Michael Bernatek vom AOK-Bundesverband. Dafür zahlen arbeitende Rentner und ihre Arbeitgeber allerdings auch nur einen ermäßigten Beitrag zur Krankenversicherung. Falls alle Stricke reißen und Sie vor das Arbeitsgericht ziehen müssen, lohnt sich eine Berufsrechtsschutzversicherung.

So finden Sie einen Job, in denen Rentner durchaus gefragt sind


Die Arbeitsagentur vermittelt keine Jobs für Rentner und auch bei den Internet-Jobbörsen finden Ruheständler nur wenige Angebote. Fündig werden sie gelegentlich in den "Arbeitsangeboten" der Tageszeitungen, vor allem aber in den kostenlosen Wochenblättern. Hier werden etwa in einer Kölner Juli-Ausgabe "rüstige Rentner für Gartenarbeit" oder "Rentner für Reparaturen an Reinigungsmaschinen und für Lagerarbeiten" gesucht oder ein Hotel möchte eine "Rentnerin als Haus- und Küchenhilfe zur Urlaubsvertretung", eine Tankstelle einen "Nachtschichtkassierer von Sonntag auf Montag auf 400-Euro Basis (gerne auch rüstiger Rentner)" oder ein Partyservice einen "Auslieferungsfahrer (gerne Rentner) mit eigenem PKW".
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Rolf Winkel mein Name ist Rolf Winkel. Ich bin Ihr Spezialist für alles, was mit Sozialversicherungen, insbesondere mit der Rente zu tun hat. Ich bin gelernter Sozialwissenschaftler und schreibe seit mehr als 30 Jahren Sozialratgeber.

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» Autoren von geldsparen.de

Leserkommentare

 

01.03.2016 14:10 Uhr
Rolf Winkel: Lieber Heinz,
Die zwei Varianten sind: 1) Rente beantragen und arbeiten. 2) Rente zunächst nicht beantragen, sondern weiter arbeiten und zusätzliche Rentenansprüche aufbauen und später erst die dann höhere Rente beantragen. Mit freundlichem Gruß, Rolf Winkel

01.03.2016 01:22 Uhr
Heinz: Zweite Variante vergessen??
Sehr geehrter Herr Winkel,trotz eines Hochschulstudiums habe ich es nicht geschafft, die groß angekündigten zwei Varianten zu finden. Welche ist die zweite ??


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