Max Geißler
Ein Beitrag von Max Geißler, 08.10.2017

Altersvorsorge Ruhestand: Eigenheim allein reicht nicht

Bei der Altersvorsorge denken viele an ihre eigenen vier Wände. Doch das Eigenheim zahlt keine Rente. Was gehört noch dazu?
Altersvorsorge Ruhestand: Eigenheim allein reicht nicht

Das eigene Haus ist eine gute Altersvorsorge - doch möglichst nicht die einzige, um im Alter auskömmlich leben zu können.

Die gesetzliche Rente sinkt, das zwingt zu verst√§rkten Anstrengungen bei der privaten Altersvorsorge. Wohneigentum steht dabei aufgrund der niedrigen Kreditzinsen hoch im Kurs. Der gro√üe Vorteil: Eigent√ľmer bleiben von teuren Mietzahlungen verschont. Der Run auf Immobilien treibt allerdings die Preise in schwindelerregende H√∂hen, weshalb die eigenen vier W√§nde keine Schn√§ppchen sind. Wer trotzdem Wohneigentum favorisiert, der muss teils jahrzehntelang hohe finanzielle Belastungen schultern. F√ľr zus√§tzliche Sparma√ünahmen zur Altersvorsorge bleibt da kaum noch Spielraum.

Wohneigentum allein ist aber keine optimale Altersvorsorge. Grund: Die Kreditverpflichtungen sind unflexibel, die monatlichen Raten kann man nicht einfach ausfallen lassen. Au√üerdem sch√ľtzt Wohneigentum nicht vor hohen Nebenkosten: Heizung, Strom, M√ľll, Wasser, Grundsteuern und Versicherungspr√§mien fallen regelm√§√üig an. Solche laufenden Kosten sollten Immobilienk√§ufer nicht untersch√§tzen. Au√üerdem sollten Eigent√ľmer Geld f√ľr Reparaturen und Modernisierungen zur√ľcklegen. "Die Wohnkosten allein aus der gesetzlichen Rente zu finanzieren, d√ľrfte angesichts sinkender staatlicher Altersbez√ľge schwer werden", gibt Frank Bock vom Fondsverband BVI zu bedenken.

Altersvorsorge mit chancenreichen Fonds

Eine ausgewogene Altersvorsorge beruht auf mehreren S√§ulen. Neben den eigenen vier W√§nden empfiehlt es sich, einen Teil des Sparbeitrags f√ľr die Altersvorsorge in chancenreiche Fondssparpl√§ne zu stecken. Hier winken langfristig hohe Renditen und sie bieten vor allem Flexibilit√§t. Nach Angaben des Fondsverbandes BVI eignen sich vor allem Sparpl√§ne mit deutschen und internationalen Aktienfonds f√ľr die Altersvorsorge. Langfristig liegen deren Durchschnittsrenditen bei 7,0 bzw. 6,5 Prozent. Topfonds performen sogar noch besser: So kommt der DWS Aktien Strategie Deutschland auf eine Gesamtrendite von rund zw√∂lf Prozent, der Siemens Global Growth auf elf Prozent. Weitere Vorteile: Aktienfonds verteilen das Anlagerisiko auf viele Papiere und gleichen so Kursschwankungen einzelner Papiere aus. Zudem sind Fonds sehr flexibel, Anleger k√∂nnen jederzeit Anteile verkaufen oder ihren Sparbeitrag zur√ľckfahren, auch bis auf null.
 
Geldsparen.de-Tipp: Investieren Sie nur einen Teil Ihres Sparbetrags in B√∂rsenpapiere und achten Sie auf niedrige Geb√ľhren. Viele Direktbanken gew√§hren 100 Prozent Rabatt auf Sparpl√§ne, etwa Comdirect (Juniordepot der Comdirect), Consorsbank und ING-Diba. Indexfonds (ETFs) kosten nur wenige Zehntel an Geb√ľhren.

Private Rentenversicherung zahlt lebenslang

Sparpl√§ne mit Fonds leisten zwar attraktiven Verm√∂gensaufbau, beinhalten aber keine Rentenzahlungen. Organisieren Sie aus dem angesparten Fondsverm√∂gen einen Auszahlplan, dann erhalten Sie weder eine lebenslange Rentengarantie noch eine Zusicherung auf die H√∂he der Rente. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann empfehlen sich private Rentenversicherungen. Hier flie√üen die monatlichen Zahlungen unabh√§ngig vom angesparten Kapital lebenslang und stets in zugesagter H√∂he. Zwei Modelle stehen zur Wahl: ungef√∂rderte Privatrenten und gef√∂rderte Riester-Renten. Die ungef√∂rderte Rentenversicherung punktet mit geringen Steuern und Abgaben im Alter, die Riester-Rente mit staatlicher F√∂rderung in der Ansparphase. Wer einen gr√∂√üeren Geldbetrag auf einmal in eine lebenslange Rente verwandeln m√∂chte, f√ľr den empfiehlt sich eine Sofortrente.
 
Soviel Beitrag kostet 400 Euro Rente:
• Eine 30-j√§hrige Frau, die zum Beispiel 400 Euro Zusatzrente haben m√∂chte, muss bei einer privaten Rentenversicherung auf Fondsbasis 35 Jahre lang monatlich 100 Euro einzahlen. Wie der Geldsparen.de-Rentenvergleich zeigt, prognostiziert Condor in diesem Fall eine Anfangsrente von 500 Euro, Hanse Merkur von 483 Euro und Basler von 476 Euro.
• Um mit einer fondsgebundenen Riester-Rente ann√§hernd auf das gleiche Ergebnis zu kommen, m√ľsste die Frau rund 175 Euro monatlich einzahlen, allerdings leistet hier die staatliche Zulage einen Teil des Beitrags. Der Versicherer Volkswohlbund prognostiziert in diesem Fall knapp 340 Euro Monatsrente.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k√ľmmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t√§tig.

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