Sandra Petrowitz
Ein Beitrag von Sandra Petrowitz, 22.09.2017

Nachhaltig reisen So wird Ihr Urlaub umweltfreundlicher

Bio und Fairtrade liegen im Trend. Auch bei Urlaubsreisen besteht ein wachsendes Interesse an nachhaltigen, ökologisch und sozial verträglichen Angeboten. Wie Sie umweltfreundlicher reisen.
Nachhaltig reisen So wird Ihr Urlaub umweltfreundlicher

Wer mit dem Fahrrad statt mit dem Auto verreist, schont die Umwelt.

Bei einer Befragung der Universität Lüneburg gab jeder Zweite (53,7 Prozent) an, die Urlaubsreise gern nachhaltig gestalten zu wollen. Aber andere Aspekte waren für 46,2 Prozent der Urlauber bei der Auswahl der Reise letztlich wichtiger – nur 6,7 Prozent der Befragten hatten bei der Planung sehr auf Nachhaltigkeit geachtet. Bei 20,9 Prozent spielte Nachhaltigkeit bei der Entscheidung gar keine Rolle.

Was heißt "nachhaltig reisen"?

Erschwerend kommt hinzu, dass jeder unter Nachhaltigkeit etwas anderes versteht. Wer nachhaltig reist, reist bewusst, geht sensibel mit natürlichen und kulturellen Ressourcen um, fördert ein verantwortliches Verhalten von Gästen und touristischen Anbietern und unterstützt die regionale Wirtschaft. Doch wie erkennen Sie solche nachhaltigen Angebote?

Siegel für nachhaltiges Reisen

„Es gibt weltweit mehr als 180 Siegel und Zertifikate, die touristische Angebote im Hinblick auf Umweltfreundlichkeit und/oder Nachhaltigkeit bewerten“, sagt Torsten Schäfer vom Deutschen Reise-Verband (DRV). Jedes der regionalen, nationalen und internationalen Labels hat seine eigenen Kriterien. „Ein einheitlicher und allgemeiner Mindeststandard für Nachhaltigkeit im Tourismus fehlt“, sagt Christoph-Daniel Teusch von der Verbraucher Initiative e. V.

Der Verband und das Zentrum für Nachhaltigen Tourismus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde haben daher einen auf internationalen Standards basierenden Kriterienkatalog für nachhaltige Tourismusangebote erarbeitet und 36 in Deutschland gängige Labels darauf hin untersucht. Ergebnis: Nur vier Siegel erfüllen mehr als 75 Prozent der anspruchsvollen Kriterien. Dazu zählen „TourCert“ für Reiseveranstalter und Unterkünfte sowie „Travelife Gold“ und „Green Sign/Infracert“ für Unterkünfte.

Bei GreenSign wird zum Beispiel abgefragt, ob das Hotel Zeitschaltuhren oder Bewegungsmelder nutzt, um Energie zu sparen, oder LEDs einsetzt. Pluspunkte gibt es auch, wenn die eigene Photovoltaikanlage den Strom liefert, eine Ladestation für Elektroautos vorhanden ist und lokale Produkte auf den Tisch kommen.

Tipps für nachhaltiges Reisen

Die meisten Reisen belasten die Umwelt – nicht nur Flüge und Autofahrten, sondern auch die Kreuzfahrtschiffe sind Klimaschützern der Emissionen wegen ein Dorn im Auge. Dennoch muss sich Urlaub nicht auf Balkonien, den eigenen Garten oder den nahe gelegenen Baggersee beschränken.
  • Je weiter weg, desto länger vor Ort: Unternehmen Sie keine Flugreisen zu weit entfernten Zielen nur für ein paar Tage. Leisten Sie sich lieber seltener, aber bewusst größere Reisen und nehmen Sie sich dann auch Zeit dafür.
  • Kürzere Anreisestrecken (bis etwa 700 km) kann man oft auch mit Bus oder Bahn komfortabel hinter sich bringen. Wenn es unbedingt ein Flug sein muss: Direktflüge und moderne Flugzeugtypen verursachen in aller Regel geringere Emissionen als Umsteigeverbindungen und ältere Maschinen.
  • Kreuzfahrtschiffe haben einen immensen Energieverbrauch und stoßen jede Menge giftige Abgase aus. Kreuzfahrt-Passagiere in spe sollten sich vorab über die Emissionsbilanz des Schiffs informieren – und den Schadstoffausstoß zumindest kompensieren. Künftig soll Flüssiggas als umweltfreundlicherer Kraftstoff eingesetzt werden, doch das ist Zukunftsmusik.
    Tipp: Beim NABU finden Sie das Kreuzfahrt-Ranking mit einer Bewertung der aktuell in Europa fahrenden Schiffe unter Umweltgesichtspunkten.
  • Grundsätzlich gilt: Vermeiden ist besser als Kompensieren, Kompensieren ist besser als nichts. Den CO2-Ausstoß für Flüge, Kreuzfahrten oder den gesamten Urlaub können Sie über einen seriösen Anbieter wie Atmosfair oder Myclimate  ausgleichen. Dabei zahlen Sie eine bestimmte Geldsumme, mit der der Anbieter erneuerbare Energien fördert. So wird an anderer Stelle genau der durch die Reise verursachte CO2-Ausstoß eingespart.
  • Fragen Sie bei der Reisebuchung gezielt nach Angeboten, die die Umwelt schonen und die Einheimischen fair am Tourismus beteiligen. Sie haben es in der Hand, Nachhaltigkeit zum Thema zu machen!
  • Wählen Sie bewusst einen Veranstalter mit ökologischem und sozialem Engagement. Entscheiden Sie sich für inhabergeführte, umweltverträgliche und sozialverantwortliche Unterkünfte und ziehen Sie umweltschonende Aktivitäten vor (Beispiele: Wandern, Paddeln und Radfahren statt Quad-Touren, Motorboot-Ausflügen oder Golf).
  • Genießen Sie vor Ort saisonale, regional erzeugte Lebensmittel und nutzen Sie lokale Mobilitätsangebote (öffentlicher Nahverkehr, Fahrradverleih usw.).
  • Vermeiden Sie Einwegverpackungen wie Aluminiumdosen oder PET-Flaschen – in vielen Ländern können diese Stoffe nicht getrennt entsorgt und wiederaufbereitet werden, sondern vergrößern den Müllberg.
Gesamten Vergleich anzeigenFestgeld Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 12 Monate
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Datenstand: 17.10.2017
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
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