Max Gei├čler
Ein Beitrag von Max Gei├čler, 16.05.2018

Datenschutz-Grundverordnung Die f├╝nf wichtigsten Punkte f├╝r Vermieter

Ab 25. Mai gilt die neue Datenschutz-Grundverordnung. Vermieter m├╝ssen die Daten ihrer Mieter k├╝nftig besser sch├╝tzen. F├╝nf Punkte sind zu beachten.
Datenschutz-Grundverordnung Die f├╝nf wichtigsten Punkte f├╝r Vermieter

Auch f├╝r Vermieter bleibt die neue Datenschutz-Grundverordnung nicht ohne Folgen.

Die EU will die Privatsph├Ąre von B├╝rgern besser sch├╝tzen. Dazu hat sie eine neue Datenschutzrichtlinie erlassen. Die Datenschutz-Grundverordnung soll sicherstellen, dass B├╝rger ├╝ber ihre Daten selbst verf├╝gen und bestimmen k├Ânnen, was damit geschieht. Das Speichern von Daten ist k├╝nftig nur noch dann erlaubt, wenn Kunden oder B├╝rger dem zustimmen oder wenn das Gesetz dies explizit erlaubt. Damit kommen auch auf Vermieter einige Neuerungen zu.

1. Einwilligung des Mietinteressenten

Bevor ein Mietvertrag zustande kommt, findet in der Regel eine Wohnungsbesichtigung statt, bei der sich Mietinteressenten um die Mietwohnung bewerben k├Ânnen. Die hierbei erhobenen Daten wie Adresse, Telefonnummer, Gehaltsnachweis oder Schufa-Auskunft darf der Vermieter nur mit Einwilligung des Mietinteressenten speichern. Dazu z├Ąhlt auch ein m├Âglicher E-Mail-Verkehr. Der Interessent kann der Speicherung seiner Daten jederzeit widersprechen. In diesem Fall muss der Vermieter die Daten l├Âschen. Etwas anderes gilt, wenn das Mietverh├Ąltnis zustande kommt. Dann ist der Vermieter verpflichtet, die f├╝r den Mietvertrag erforderlichen Daten einzuholen und f├╝r die Dauer des Mietverh├Ąltnisses zu speichern.

2. Vermieter m├╝ssen Daten minimieren

Der Gesetzgeber fordert von Vermietern k├╝nftig Datendi├Ąt. Es gilt die Pr├Ąmisse: So viel Daten wie n├Âtig, aber so wenig wie m├Âglich aufzunehmen. In der Praxis bedeutet dies: Geburtsdatum und Telefonnummer ja, Religion und sexuelle Neigung hingegen nein. Im Ernstfall m├╝ssen Vermieter begr├╝nden k├Ânnen, warum sie die Daten aufgenommen haben.

3. Vermieter m├╝ssen Datenverzeichnis anlegen

Die erhobenen Daten m├╝ssen k├╝nftig dokumentiert werden. Das hei├čt, Vermieter m├╝ssen ein Verzeichnis ├╝ber ihre Verarbeitungst├Ątigkeit anlegen. Ins Datenprotokoll geh├Âren Punkte wie Zweck der Datenerhebung, Kategorisierung betroffener Personen, Empf├Ąnger der Daten wie Hausverwaltungen oder Ablesefirmen, Fristvermerke f├╝r die L├Âschung von Daten. Kann eine solches Verzeichnis bei einer Pr├╝fung nicht vorgelegt werden, kann dies mit Bu├čgeld belegt werden.

4. Datenerhebung durch Dritte

Erhebt ein Vermieter die Daten nicht selbst, sondern beauftragt er eine Firma, muss er einen Vertrag mit dem Datenerfasser abschlie├čen. Der Vertrag muss zum Beispiel klarstellen, dass bei der Datenverarbeitung durch Dritte allein der Vermieter und nicht der Dienstleister die Hoheit ├╝ber die Daten beh├Ąlt. Der beauftragte Dienstleister muss zum Zwecke des Datenschutzes geeignete Sicherheitsma├čnahmen nachweisen k├Ânnen.
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5. Datenschutz-Grundverordnung sieht Informationspflicht gegen├╝ber Mietern vor

Mieter haben jetzt das Recht, sich von ihrem Vermieter jederzeit dar├╝ber informieren zu lassen, was mit ihren Daten geschieht. Dies kann m├╝ndlich aber auch schriftlich geschehen, der Gesetzgeber macht hierzu keine Vorgaben. So k├Ânnen sich Mieter informieren, wie lange ihre Daten gespeichert werden, warum sie erhoben werden, wer sie alles einsehen kann und wo sie gespeichert werden. Der Mieter kann eine Kopie seiner Daten anfordern und sich notfalls bei der Datenschutzbeh├Ârde ├╝ber den Umgang mit seinen Daten beschweren. Datenschutzbeauftragte gibt es in jedem Bundesland und in jeder gr├Â├čeren Kommune.

Tipp: Lesen Sie hier, wann Mieter die Miete k├╝rzen d├╝rfen und wann sie ihren Vermieter in die Wohnung lassen m├╝ssen.
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Max Geißler mein Name ist Max Geißler. Auf geldsparen.de k├╝mmere ich mich vor allem um die Themen Geldanlage, Altersvorsorge und Immobilien. Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin als Journalist und Buchautor t├Ątig.

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