Fritz Himmel
Ein Beitrag von Fritz Himmel, 16.01.2017

Arbeitsrechtsschutz Wenn es bei der Arbeit Ärger gibt

Die Zeiten sind turbulent, Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber sind oft an der Tagesordnung. Die Realität zeigt: Ohne Arbeitsrechtsschutz sind Sie schneller draußen.
Arbeitsrechtsschutz Wenn es bei der Arbeit Ärger gibt

Mit Arbeitsrechtsschutz im Rücken lassen sich Konflikte bei der Arbeit leichter durchstehen

Egal ob es um Gehaltszahlungen, Überstundenregelung, Zeugnis oder Kündigung geht – Konflikte im Berufsalltag sind oft unvermeidbar. Will ein Unternehmen sich von Mitarbeitern trennen, so finden sich meist immer Argumente und Wege, diese loszuwerden. Aber nicht alle Gründe sind unanfechtbar.

Auch Recht bekommen kostet Sie viel Geld

Natürlich können Sie sich als Arbeitnehmer gegen eine ungerechtfertigte Behandlung oder eine Kündigung juristisch zur Wehr setzen. Allerdings bekommen Sie ihr Recht nicht umsonst. Während in anderen Rechtsgebieten der Verlierer alle Kosten bezahlen muss, gilt im Arbeitsrecht: Ganz gleich wie der Streit ausgeht, jede Partei hat in der ersten Instanz ihre Kosten selbst zu tragen.

Das können dann Anwaltsgebühren, Gerichtskosten sowie eventuell Sachverständigen- und Zeugenentschädigungen sein. Auch wegen dieser Sonderregel scheuen viele betroffene Arbeitnehmer einen Rechtsstreit. Und Gerichtsverfahren zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern können sehr lange dauern und teuer werden.

Mit einer privaten Rechtsschutzversicherung ist der Kampf um den Job, aber auch ums Gehalt, Urlaub oder andere arbeitsrechtliche Angelegenheiten deutlich leichter. „Deren Jahresbeitrag liegt oft niedriger als die Kosten einer einzigen Arbeitsstunde eines Anwalts“, sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Versichert sind dabei übrigens auch Auseinandersetzungen mit der Arbeitsagentur oder Streitigkeiten mit den Rentenversicherungsträgern.

Einem Arbeitnehmer bieten sich im Wesentlichen hier zwei unterschiedliche Rechtsschutzmöglichkeiten.

Arbeitsrechtsschutz über eine private Rechtsschutzversicherung

Mit einer privaten Rechtsschutzversicherung brauchen Sie als Arbeitnehmer nicht so schnell klein bei geben. Und gerade im Arbeitsrecht sind die Versicherungsleistungen sehr hoch. Dafür hat u.a. auch ein Urteil des Bundesgerichtshofs gesorgt (BGH, Az. IV ZR 305/07). So müssen die Versicherungsgesellschaften bereits für den Besuch beim Anwalt zahlen, wenn ein Arbeitgeber eine Kündigung noch gar nicht ausgesprochen hat, sondern erst Gespräche über einen Aufhebungsvertrag anbietet. Der Vorteil für Sie: Ihr Kampf um Ihren Arbeitsplatz (oder um eine bessere Abfindung) geht so viel leichter.

Am Markt gibt es einzelne Rechtsschutzversicherungen fürs Privat- und Arbeitsrecht oder auch Kombi-Verträge aus Privat-, Verkehrs-, Miet- und Arbeitsrechtsschutz. Oft können Sie sich die Bereiche einer Rechtsschutzversicherung auch individuell zusammenstellen.

Mein Rat: Die Preise der privaten Rechtsschutzversicherungen differieren enorm. Prüfen Sie vorab, was Sie entsprechend Ihrer persönlichen Lebenssituation brauchen und vergleichen Sie die Angebote genau.

Eine gute Familien-Police, die die Bereiche Privat, Beruf, Verkehr und Mietrecht abdeckt, ist zum Beispiel für einen 30-jährigen angestellten Versicherungsnehmer bei einer Mindestversicherungssumme von 350.000 Euro und einer Selbstbeteiligung von maximal 300 Euro bereits für etwa 200 Euro im Jahr zu haben (z.B. DMB, Deurag, BavariaDirekt).

Rechtsschutzversicherung-Vergleich

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 CIF-PRO-classic 188,45 Euro weiter  
2 DMB Securo 198,29 Euro weiter  
3 Ratio 229,00 Euro weiter  
4 JurPrivat 235,00 Euro weiter  
5 Compact Familie 236,93 Euro weiter  
RS Privat/ Verkehr/ Beruf/ Wohnen, Laufzeit 1 Jahr, Antragsteller 30 J., nur Top-Familientarife.
Hier Ihren persönlichen Tarif zur Rechtsschutzversicherung berechnen

Arbeitsrechtsschutz über eine Gewerkschaft

Rechtlichen Beistand gegen den Arbeitgeber vor Arbeits- und Sozialgerichten bietet ebenfalls der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) allen seinen Gewerkschaftsmitgliedern an. Der Rechtsschutz ist hier kostenlos mit integriert. Ein interessanter Aspekt dabei: Eine Gewerkschaftsmitgliedschaft senkt anscheinend die Wahrscheinlichkeit, entlassen zu werden. Das zeigte eine „Studie zu Gewerkschaftsmitgliedschaft und Entlassungen“ von Laszlo Goerke und Markus Pannenberg. Laut DGB liegt der Grund hierfür darin, dass die Arbeitgeber wissen, dass Gewerkschaftsmitglieder über kostenlosen Rechtsschutz verfügen und somit eher gegen zweifelhafte Entlassungen vorgehen als Nichtmitglieder.
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